Magic: The Gathering - Tarkir: Drachensturm - Special

Drache erwache! Neue Mechaniken und Clan-Keilereien!

Vorschau Florian Merz

Vor zehn Jahren waren die Spieler von "Magic: The Gathering" das letzte Mal auf Tarkir unterwegs. Nun, nach zahlreichen Ereignissen epischen Ausmasses, wenden wir uns erneut der Welt der Drachen zu. Tarkir selbst ist die Heimat verschiedener Clans, die sich gemäss ihren Manafarben in fünf unterschiedliche Zugehörigkeiten unterteilen:

  • Abzan - Weiss, Schwarz, Grün
  • Jeskai - Blau, Rot, Weiss
  • Sultai - Schwarz, Grün, Blau
  • Mardu - Rot, Weiss, Schwarz
  • Temur - Grün, Blau, Rot

Passend hierzu liefert Wizards of the Coast die perfekten Commander-Decks, von denen jedes einen bestimmten Clan darstellt. Natürlich hat die nächste grosse Erweiterung von "Magic: The Gathering" aber deutlich mehr zu bieten als reinen Commander-Spass.

Wie erwähnt, handelt es sich bei Tarkir um die Welt der Drachen, weshalb eine grosse Anzahl der neuen Karten diesem Kreaturentyp zugehörig ist. Passend dazu kommen einige ausgewählte Karten im drakonischen Design daher, weshalb deren Kartenränder ganz im Stil der breiten Schwingen eines Drachen gestaltet sind. Zudem gibt es mit Charakteren wie Ugin oder Narset ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern, die sich selbstverständlich in ihrer Spielweise von bereits existierenden Karten unterscheiden. Besonders Ugin, Eyes of the Storm, dürfte den Fans des Planeswalkers definitiv gefallen.

Auch storytechnisch kommt Ugin einmal mehr zum Einsatz. Grundsätzlich aber geht es in "Tarkir: Drachensturm" um die ausser Kontrolle geratenen Drachenstürme, die nicht nur Tarkir, sondern auch andere Welten bedrohen. Der ehemalige Planeswalker Sarkhan Vol versucht, das Chaos zu seinem Vorteil zu nutzen. Ihm stellt sich unter anderem Narset entgegen, die auf Tarkir die Führung des Jeskai-Clans übernommen hat und im Verlauf der Geschichte Ugin aufsucht.

Die Macht der Clans

Mit beinahe jedem neuen Set wird die Riege an Kartenmechaniken erweitert beziehungsweise vergrössert. Auch "Tarkir: Drachensturm" bildet hierbei keine Ausnahme. Entsprechend hat jeder der vorgestellten Clans eine "eigene" Mechanik zu bieten, die ihn in den Vordergrund stellt.

Abzan - Endure

Verfügt eine Karte über einen "Endure"-Effekt, bedeutet dies, dass sie je nach Situation auf das Spielgeschehen reagieren kann. Entweder lassen sich, je nach angegebener Zahl, +1/+1-Marken auf diese Karte legen, oder es wird eine Token-Kreatur erschaffen. Dieser Effekt kommt besonders dann zum Tragen, wenn mal schnell eine Karte geopfert werden muss oder ein sogenannter Jump-Blocker benötigt wird.

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Jeskai - Flurry

Jedes Mal, wenn man selbst einen zweiten Zauber ausspielt und sich dabei eine Karte mit der "Flurry"-Mechanik auf dem Spielfeld befindet, erhält sie Doppelschlag bis zum Ende des Zuges. Dabei ist es vollkommen egal, welche Art von Karte auf das Feld befördert wird, und der Effekt lässt sich daher auch während eines gegnerischen Zuges einsetzen. Entsprechend ist "Flurry" durchaus dienlich, um in so manch brenzliger Situation doch noch ein Rettungsfenster zu öffnen.

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Mardu - Mobilize

Mardu-Karten wollen nur eines: angreifen, angreifen und nochmals angreifen. Passenderweise spendiert Wizards of the Coast der genannten Fraktion die sogenannte "Mobilize"-Mechanik, sprich eine Mobilmachung. Je nach Höhe des Mobilize-Effekts generiert die angreifende Kreatur 1/1-Tokens, die getappt und angreifend ins Spiel kommen. Beinahe schon Rakdos-typisch müssen sie jedoch am Ende des Zuges geopfert werden. Generell ein willkommener Effekt für all diejenigen, die ihre Gegner so schnell wie möglich über den Haufen rennen wollen, sprich Aggro-Decks verwenden.

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Sultai - Renew

Einmal ein Sultai, immer ein Sultai - und das sogar über den Tod hinaus! Entsprechend stehen die Sultai-Karten ganz im Dienste des Clans und helfen den Spielern selbst dann noch, wenn die Karte auf dem Friedhof liegt. Dank des "Renew"-Effekts, der sich für unterschiedliche Manakosten einsetzen lässt, können unter anderem Schlüsselwörter beziehungsweise Effekte wie Lifelink, Todesberührung und Co auf (noch) lebende Kreaturen übertragen werden. Damit lässt sich zum Beispiel eine harmlose 1/1-Kreatur zu einem fürchterlich gefährlichen Spielentscheider aufbauen.

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Temur - Harmonize

Natürlich darf auch eine neue Mechanik für die Temur-Fraktion nicht fehlen, die sich spielerisch jedoch, zumindest im weitesten Sinne, eindeutig an Rückblenden orientiert - wenn auch mit einem kleinen Twist. "Harmonize"-Effekte lassen sich vom Friedhof aus spielen, wobei deren Kosten durchaus höher ausfallen als die eigentlichen Kosten. Immerhin lässt sich das notwendige Mana verringern, indem bereits auf dem Spielfeld liegende Kreaturen via Tappen verwendet werden, wobei es hierbei auf die Stärke der Karte ankommt. Dieser Effekt dürfte vor allem Mill-Decks zugutekommen, die ohnehin alles und jeden in den Friedhof verfrachten.

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