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Maid of Sker - Test / Review

Spiel mir das Lied vom Wahnsinn

Test Video Joel Kogler getestet auf Xbox One

Der britische Entwickler Wales Interactive ist vor allem dafür bekannt, die alten FMV-Spiele der 1970er- und 1980er-Jahre wieder zurück ins Rampenlicht zu bringen. Während "The Shapeshifting Detective" doch eher unterhaltsamer Trash war, hinterliess "Late Shift" durch die Bank einen positiven Eindruck. Mit seinem neuen Titel "Maid of Sker" geht Wales Interactive einen eher traditionellen Weg und liefert ein Survival-Horror-Spiel im Stil von "Outlast" ab. Wir haben uns für euch angeschaut, worin sich "Maid of Sker" von anderen Horrortiteln abhebt und wo der Grusel noch nicht ganz klappt.

Willkommen im Sker-Hotel

Ihr schlüpft in die Rolle des Komponisten Thomas, der einen seltsamen Brief von seiner Geliebten Elizabeth erhält. In dem Brief erklärt sie, dass mysteriöse Angreifer sie im Hotel ihrer Familie festhalten. Anstatt sie aber sofort zu retten, soll Thomas eine Melodie komponieren, die mit der einer Spieluhr harmonisiert. Mit dem neuen Lied im Gepäck reist Thomas jetzt also zum Sker-Hotel. Gleich zu Beginn wird klar, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Eine seltsame Lichtgestalt erwartet euch auf dem Weg zum Eingang, und das Hotel wirkt komplett verlassen. Bald merkt ihr aber, dass ihr nicht allein die Hallen des heruntergekommenen Gebäudes durchstreift. Die ehemaligen Mitarbeiter und Gäste wurden alle von der übernatürlichen Macht verändert. Eure Aufgabe ist es, das Mysterium des Sker Hotels zu lüften, indem ihr die anderen Musikstücke findet, die mit den seltsamen Vorkommnissen zusammenhängen.

Screenshot

Während die Geschichte keineswegs das Horror-Genre auf den Kopf stellt, schafft es "Maid of Sker", einen anderen Weg des Gruselns einzuschlagen, als viele ähnliche Spiele. Das Thema Musik zieht sich durch die ganze Handlung und trägt enorm zur Atmosphäre bei. Das Gegnerdesign ist hervorragend und sowohl originell als auch verstörend. Die Story wird hauptsächlich durch Grammofone und gefundene Texte statt durch Zwischensequenzen erzählt, was dafür sorgt, dass die Präsentation insgesamt etwas leblos wirkt, da wir im Laufe des Spiels nur mit relativ hirnlosen Widersachern interagieren. Trotz dieser Kritikpunkte ist das Mysterium rund um das Sker-Hotel eines der besten im letzten Jahr und kann sich durchaus gegen andere Horrortitel behaupten.

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