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Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 - Test

Spassiges Sportfest

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Schon seit vielen Jahren nehmen die Chefmaskottchen von Nintendo und SEGA traditionell an den Olympischen Spielen teil. Für die Sommerspiele in Tokio haben sich die japanischen Entwickler etwas ganz Besonderes einfallen lassen und präsentieren neben gewohnt spassigen Sportspielen im Minigame-Format einen Storymodus mit kreativen Retro-Anteilen.

Sagen euch die Namen Christoph Harting, Usain Bolt, Michael Phelps und Steve Guerdat etwas? Es sind lediglich vier der Sportler, die teils mehrfach eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen erringen konnten. In "Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020" könnt ihr es ihnen mit Mario, Sonic, Bowser und etlichen weiteren Charakteren aus den Spieleuniversen von Nintendo und SEGA gleichtun, und das sogar in wahren Disziplinen. Im neuen Teil der Reihe gibt es neben Diskuswerfen, 100-Meter-Sprint, Schwimmen oder Springreiten aber noch zig weitere Einzel- und Mannschaftsdisziplinen - und einen einfallsreichen Storymodus, der Retro-Fans und Nostalgikern gleichermassen ein Lächeln auf die Lippen zaubern dürfte.

Üppiges Sportpaket

In "Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020" tretet ihr wie gewohnt in einer Reihe sportlicher Wettbewerbe im Minispielformat an. Neben Klassikern im Leichtathletikbereich, darunter 100-Meter-Lauf, 110 Meter Hürden oder Speerwurf, kämpft ihr in insgesamt gut 30 unterschiedlichen Wettbewerben um den Sieg. Diese umfassen auch die vier neu ins olympische Programm aufgenommenen Kategorien Karate, Skateboard, Surfen und Sportklettern. Darüber hinaus gibt es Bodenturnen, Springreiten sowie verschiedene Teamwettbewerbe wie Fussball oder Rugby - wobei Letztgenannte aufgrund der vereinfachten Spielmechanik nicht besonders unterhaltsam ausfallen. Darüber hinaus wird gerudert und geboxt - und das ist längst nicht alles.

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Die meisten Wettkämpfe finden in modernem Grafikgewand im Tokio des Jahres 2020 statt, es gibt jedoch zehn weitere in einem 8-Bit-Retrolook. Dabei gibt es mit Hürdenlauf, Weitsprung und Sprint zwar auch Überschneidungen, ansonsten jedoch ausschliesslich eigene Wettbewerbe wie Volleyball, Tontaubenschiessen oder Turmspringen. Weshalb 8-Bit-Look und modern parallel? Eigentlich ganz einfach: Im Storymodus landen Mario und Sonic sowie deren Gegenspieler Bowser und Dr. Eggman in der Vergangenheit - tatsächlich in einer alten Spielekonsole, die optisch verdächtig stark an die japanische Variante des NES erinnert - bei den ersten Olympischen Sommerspielen in Tokio im Jahr 1964. Luigi, Peach und anderen kommt die Aufgabe zu, ihre Freunde zurückzuholen, wobei sie sich immer wieder mit Metal Sonic, Wario und vielen weiteren bekannten Figuren in sportlichen Wettstreiten messen.

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Eine ziemlich putzige Idee, zumal die Retro-Variante nicht nur visuell, sondern weitestgehend auch akustisch auf Alt getrimmt ist und die nur wenige Pixel grossen Charaktersprites gerade bei langjährigen Nintendo-Freunden für einen schönen Nostalgiefaktor sorgen. Sorgen müsst ihr euch dabei über die Machbarkeit indes keine machen. Nach drei erfolglosen Versuchen dürft ihr jeden Wettbewerb im Storymodus auf Knopfdruck überspringen, könnt es aber natürlich auch beliebig oft weiterprobieren. Die Charaktere verfügen theoretisch über besondere Fähigkeiten, sind beispielsweise als Alleskönner markiert oder zeichnen sich durch besonders schnelle Starts aus. Einen gravierenden Unterschied macht das aber letztlich nicht - im Storymodus müsst ihr jedoch ohnehin mit einem vorgeschriebenen Helden antreten. In Einzelwettbewerben spricht also nichts dagegen, stets einen eurer Lieblingscharaktere unabhängig solcher Eigenschaften zu wählen.

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