Monster Hunter Stories Collection (PS4) - Test / Review

Charmant gepimpter Monster-Reiter

Test Video Benjamin Braun getestet auf PlayStation 4

Lange mussten PlayStation-Besitzer auf eine Umsetzung von "Monster Hunter Stories" warten. Für PS4 erscheinen nun gleich beide Teile auch als Boxversion - der erste Teil gar direkt in einer technisch verbesserten Fassung. Ob sich die Anschaffung lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.

In Capcoms "Monster Hunter"-Reihe sind stark auf die Action ausgerichtete Kämpfe an der Tagesordnung. Ein grosses Biest zu erlegen, kann hier auch gern mal 30 Minuten und mehr in Anspruch nehmen. Das Spin-off "Monster Hunter Stories" ist nicht nur in Bezug darauf ganz anders. Denn hier bekämpft ihr Kulu-Ya-Kus, ??? und etliche andere bekannte Kreaturen in rundenbasierten Kämpfen. Mit Comiclook, erhöhtem Fokus auf die Story und vielem mehr sorgen die überarbeitete Neuauflage von Teil 1 und der ursprünglich nur für Switch und PC veröffentlichte Nachfolger "Wings of Ruin" ebenfalls für ein völlig anderes Spielgefühl. Was insbesondere die Neuauflage vom ersten "Monster Hunter Stories" taugt und ob PlayStation-Besitzer gleich zur Collection greifen sollten, erfahrt ihr im folgenden Text und im oben eingebetteten Review-Video.

Solider Port mit Neuerungen

Die nur für PS4 verfügbare, dank Abwärtskompatibilität aber uneingeschränkt auch auf PS5 spielbare "Monster Hunter Stories Collection" bringt, wie der Name bereits andeutet, gleich beide aktuellen Teile der "Monster Hunter Stories"-Reihe mit. Das umfasst den erstmals 2016 in Japan für 3DS veröffentlichten ersten Teil und den zunächst nur für Switch veröffentlichten Nachfolger "Wings of Ruin". Da sich bei letzterem inhaltlich praktisch nichts zur Originalversion verändert und die technischen Vorzüge dem Vorsprung der PC-Fassung des Games entsprechen, legen wir den Schwerpunkt hier auf den ersten Teil und verweisen für weitere Infos zu "Wings of Ruin" auf unseren damaligen Switch-Test. Der erste Teil hingegen legt sehr deutlich zu, was in Anbetracht der vergleichsweise schwachbrüstigen Hardware kaum verwundern dürfte.

Screenshot

Konkret haben die Entwickler praktisch sämtliche Charaktermodelle umfassend überarbeitet, wodurch sie noch wesentlich detaillierter daherkommen als im Original. Natürlich gibt es auch sonst haufenweise neue Texturen, die in Kombination mit der deutlich erhöhten Auflösung (wir gehen davon aus, dass das Spiel schon auf der PS4 nativ in 4K läuft) für ein insgesamt schärferes Bild sorgen. Wunder dürft ihr deshalb allerdings keine erwarten. Gerade die in überwiegend kleinere Ladezonen unterteilten Umgebungen der Spielwelt wirken recht karg und so manche Felswand wie ein grober Brei. Atmosphäre kommt aber dennoch auf. Die heroische Kampfmusik oder die abenteuerlustigen Stücke bei der Erkundung der Welt sorgen genauso für Stimmung wie die oft angenehm retroartig wirkenden Soundeffekte. Einen besonderen Mehrwert erhält die Neuauflage vom ersten "Monster Hunter Stories" zudem durch die erstmals überhaupt enthaltene Sprachausgabe, die es sowohl auf Englisch als auch auf Japanisch gibt. Einen weiteren Atmosphäre-Kick erhält das Game durch den heimlichen Star des Spiels, der nicht so sehr euer stummer Rider ist, sondern vielmehr dessen Felyyn-Begleiter Navirou und dessen loses Mundwerk. Kein Wunder, dass das pausbäckige sprechende Katzenvieh auch in "Wings of Ruin" wieder auftaucht. Das Beste an "Monster Hunter Stories" bleibt jedoch das Gameplay, das zwar nicht gänzlich ohne Grinding auskommt, es im Vergleich zur Kernreihe allerdings deutlich zurückschraubt.

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