Monster Hunter Stories Collection - Vorschau / Preview

Monstermässiges Doppelpack

Vorschau Benjamin Braun

Das Gameplay ist König

"Monster Hunter Stories" und der Nachfolger "Wings of Ruin" punkten aber nicht nur atmosphärisch und mit ihrer oft humorvoll inszenierten Story über euren Aufstieg zum Rider, sondern vor allem spielerisch. Innerhalb des Dorfes und der Einsatzgebiete bewegt ihr euch zwar in Echtzeit zu Fuss oder auf dem Rücken eures aktuellen Leitmonsters, sammelt Ressourcen fürs Crafting von Heiltränken oder neuer und besserer Ausrüstung beim Schmied ein, die Kämpfe finden allerdings ausnahmslos rundenbasiert statt. Ihr habt also alle Zeit der Welt, euren nächsten Schritt zu planen, und werdet recht transparent darüber in Kenntnis gesetzt, welche Gegner zurzeit euch, euer Biest oder einen gerade aktiven Begleiter im Visier haben. Das ist in vielerlei Hinsicht wichtig. Denn greifen sich zwei Kontrahenten gleichzeitig an, kommt es zu einer sogenannten Konfrontation, bei der eine Art Stein-Schere-Papier-Prinzip zum Tragen kommt. Hier könnt ihr nämlich zwischen Kraft-, Geschwindigkeit- und Technik-Angriffen wählen, wobei Kraft Technik, Technik Geschwindigkeit und Geschwindigkeit Kraft schlägt. Wollt ihr also eine solche Konfrontation gewinnen, müsst ihr die passende "Antwort" auf die Angriffsart des Gegners haben.

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Monster Hunter Stories 1 + 2

Mit euren Aktionen ladet ihr zudem euren Bindungsstein auf, der euer Verhältnis zu eurem Monster repräsentiert. Ist die Energie vollständig aufgeladen, dürft ihr mitten im Kampf auf euer Biest steigen, einfach so aus dieser Position angreifen oder eine besonders mächtige Bindungsfähigkeit ausführen. Die sind wie in einer Anime-Serie ziemlich spektakulär inszeniert und werden nur noch von den Showdowns in "Wings of Ruin", bei denen mehrere Rider gleichzeitig ihre Bindungsfähigkeiten zünden, überboten. Direkten Einfluss auf alles, was eure Begleiter oder Kreaturen machen, habt ihr im Spiel leider nicht. Aber der Computer ergänzt eure Aktionen im Regelfall sinnvoll, sodass etwas Brauchbares dabei herauskommt, wenn ihr etwas Sinnvolles macht. Aber eben nicht immer. So kann es zum Beispiel passieren, dass ihr euch gerade selbst einen Heiltrank reingepfiffen habt, ein Verbündeter euch dann allerdings noch einmal heilt, obwohl nach eurer Aktion bereits das TP-Maximum wieder erreicht war.

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Monster Hunter Stories 1 + 2

Das System, das noch viel mehr Facetten bietet und in "Wings of Ruin" unter anderem auch durch die Wirksamkeit von scharfen, spitzen und stumpfen Waffen verfeinert wird, hat jedenfalls nicht nur Tiefgang, sondern auch eine vergleichsweise hohe Dynamik für ein Rollenspiel mit Rundenkämpfen. Es gibt aber noch andere, "echte" Action-Elemente. Denn zwischen eurem Monster und einer feindlichen Kreatur kommt es immer wieder mal zu einem sogenannten Clash. Dort könnt ihr nur die Oberhand behalten, wenn ihr in einem simplen Buttonmashing-QTE fleissig auf den Aktionsknopf hämmert. Klingt primitiv, bereichert das Spiel-Erlebnis allerdings enorm. Gleiches gilt natürlich für das "Fangen" neuer Biester, was hier konkret durch den Diebstahl von Eiern und deren Ausbrüten geschieht, wodurch ihr später Zugriff auf immer coolere Monsties erhaltet. Aber wir wollen uns nicht in Details verlieren, auf die wir im finalen Test sowieso noch genauer eingehen werden.

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