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Mittelerde: Mordors Schatten

Das beste "Der Herr der Ringe" Spiel & eines der besten Games des Jahres!

Test Benjamin Kratsch getestet auf PlayStation 4

Besondere Spiele erfordern besondere Massnahmen. Seit einer Woche meucheln, taktieren und intrigieren wir uns bereits durch "Mittelerde: Mordor's Schatten". Warum wir so viel Testzeit investiert haben? Weil dieses Spiel mit jeder Stunde besser wird, mehr von sich preisgibt und zeigt, wie brillant und innovativ sein Nemesis-System ist. Liefern die F.E.A.R.-Macher hier die Überraschungsbombe des Jahres? Mega-Test + eigene Screenshots!

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Nach gut 19 Stunden mit der Testversion zu „Mittelerde: Mordor’s Schatten“ traf ich auf Lugdash, den Knochenbrecher. Ein übler Geselle und Uruk-hai wie er im Buche steht: mit runzliger Stirn, eitriger Wunde an der linken Wange und einer Eisenplatte über das rechte Auge gespannt. Nun, für Letzteres zeichne ich selbst verantwortlich, dem im ersten Versuch den Ork-Eliteboss zu legen, habe ich ihm einen Feuerpfeil direkt in den Augapfel gejagt. Er hat geschrien und getobt, fast schon ein bisschen gewimmert. Als wir wieder aufeinander treffen, fasst er sich an sein schmerzendes Auge, bleckt die Reisszähne und erzählt mir, wie er seine Axt genüsslich im Feuer wälzen und mir damit Schicht um Schicht meiner menschlich stinkenden Haut abziehen werde.

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Doch seine Position ist schwächer als meine. Ich habe grosse Fleischfetzen in jene Halle fallen lassen, die von seinen Wachleuten frequentiert wird. Dann noch mit ein paar Pfeilen ein paar Caragor-Käfige draussen öffnen, die rennen rein, wittern das Fleisch und zerreissen die Uruk-hai. Sie werden sie nicht alle töten, so stark sind die Warg-ähnlichen Biester nicht. Doch sie lenken den Feind ab und geben mir die Möglichkeit Lugdash in seinem Turm in die Ecke zu drängen, wo er einem Duell kaum ausweichen kann. Ein Duell, dass ich gewinnen würde, denn ich habe vorher seine Schwächen studiert. Doch es kommt, wie es schon so oft gegen Lugdash kam: seine Bodyguards stürmen im letzten Moment herein, zwingen mich zum Konter, verwickeln mich in den Kampf und Lugdash entkommt durch eine geheime Treppe, die in den Dungeon unter der Festung führt. Ich töte seine Bodyguards, hetze ihm hinterher, gelange nah hinter ihn und dann geschieht es. Ein riesiges Graug-Monster kreuzt unseren Weg und der Kampf des Todes geht weiter. Warum ich euch das alles erzähle? Weil diese Unberechenbarkeit „Mittelerde: Mordor’s Schatten“ zu einem der besten Spiele des Jahres machen. Und wenn ihr einen lange gejagten Boss endlich legt, fühlt sich das so erhebend an wie in „Dark Souls“.

 

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