Was ist neu?

Schon beim Anschluss an die PS4 erleben wir die erste positive Überraschung. Anstatt dem Nacon-eigenen 5 Pol-Stecker mit Schraubverschluss und der entsprechender Buchse am Controller, liegt nun ein mit 3 Metern ausreichend dimensioniertes, hochwertig stoffummanteltes USB-C-Kabel bei, das sich bombenfest mit dem "Pro 2" verbindet. Sollte also mal ein Kabelbruch entstehen, kann schnell für Ersatz gesorgt werden, ohne auf Nacon-eigene Ersatzteile zurück greifen zu müssen. Eine unserer Meinung nach sinnvolle Entscheidung der Designer. An dieser Stelle müssen wir aber darauf hinweisen, dass sich der Controller erneut ausschliesslich per Kabel mit der Konsole oder dem PC verbinden lässt. Weder Wireless- noch Bluetooth-Funktionalität wurde der Hardware spendiert. Aus Latenzgründen für den E-Sport-Einsatz sicherlich verständlich, aber wer einfach nur einen hochwertigen Controller zum Zocken nutzen möchte, der ist nun an die maximale Kabellänge gebunden. Wir hätten eine optionale drahtlose Übertragung als ein dickes Plus empfunden. Immerhin lümmeln wir uns auch mal gemütlich auf der Couch beim Spielen. Und noch etwas empfinden wir als umständlich: Das Einschalten der PS4 ist nicht über den Controller möglich und wir müssen immer zur Konsole laufen und den Powerknopf drücken. Lästig. Dagegen ist es erfreulich, dass sich das Steuerkreuz nun zwischen 4 oder 8-Wegen umstellen lässt. Das ermöglicht es Pro-Fightern, die sich in Kampfspielen wie "Street Fighter" messen, eine einfache Eingabe von Diagonalbewegungen, wie sie für manche Eingabekombinationen gebraucht werden. Wer das Steuerkreuz nur nutzt, um zwischen Waffen oder Ausrüstungsgegenständen umzuschalten, kann das Standard 4-Wege-System nutzen.
Starke Software und mehr Kompatibilität
Rein optisch und mechanisch sind die Unterschiede also nur marginal bis nicht vorhanden. Die Weiterentwicklung zur Version 2 findet bei Nacon hauptsächlich über die Software statt. Die hat es allerdings in sich. Nach dem Herunterladen des Softwarepakets für PC und endlich auch MAC auf der Produktseite des Herstellers bieten sich umfangreiche und einfach durchzuführende Individualisierungen an. So können Shortcuts auf die unteren Tasten M1 bis M4 gemappt werden, die Ansprechzone des linken Analogstick ist jetzt ebenfalls separat einstellbar, bei dem Vorgänger war es nur der rechte Stick und es lassen sich unterschiedliche Profile anlegen, die im Konsolenbetrieb zügig durchgeschaltet werden können. Auch das leidige Problem, dass der erste PS4 Controller-Versuch von Nacon zwar über den PC konfiguriert, aber partout nicht dazu gebracht werden konnte am PC auch als Eingabegerät für Spiele zu taugen, hat sich mit der aktuellen Revision nun erledigt. Die Hardware wird erkannt, allerdings in unserer Testversion nur, wenn am Controller auf der Unterseite der Schiebeschalter auf eine der beiden PS4-Modi eingestellt wurde. Hier also ein möglicherweise wichtiger Tipp: Nur im PS4-Modus kann die Erkennung der Hardware und der Aufruf der Software unter Windows erfolgen. Muss man erstmal drauf kommen.