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Need for Speed Heat - Test / Review

Neuauflage ohne Mikrotransaktionen

Test Video Benjamin Braun getestet auf Xbox One X

Nach zwei Jahren Pause führt Ghost Games die legendäre Rennspielreihe fort. Doch kann der neue Serienteil die Erwartungen erfüllen, oder droht erneut eine Enttäuschung auf hohem Niveau? In unserem Test erfahrt ihr die Antwort.

Schon mit dem ersten Serienteil von 1994 (zunächst nur auf Konsole, später auch für PC) von "Need for Speed" machte sich die Rennspielreihe von Electronic Arts einen Namen, der bis heute nicht in Vergessenheit geraten ist. Doch in den letzten Jahren wurde das Franchise von stetigen Aufs und Abs begleitet und geriet zuletzt mit "Need for Speed: Payback" aufgrund des Zufallsfaktors bei den Tuning-Karten besonders in die Kritik. Das schwedische Studio Ghost Games, das nach "Rivals" aus dem Jahr 2013 nun mit "Need for Speed Heat" seine vierte Versoftung des Arcade-Racers vorlegt, will mit dem neuen Teil manches anders und vieles besser machen. Lootboxen gibt es nicht, keine Zufallssysteme jedweder Art, ja, noch nicht mal Mikrotransaktionen. Doch wie schlägt sich "Heat" in den Rennen, beim Upgrade-System, in puncto Spielwelt? Wir haben es gespielt - alle zentralen Antworten gibt unser Test.

Vom Tag zur Nacht

In "Need for Speed Heat" landet ihr, wie zuletzt auch, in einer frei befahrbaren, offenen Spielwelt. Grenzen werden euch in der zentralen Metropole Palm Springs oder dem aus Bergen, Industriegebieten und Waldlandschaften bestehenden Gebiet prinzipiell keine gesetzt. Renn-Events schaltet ihr aber dennoch erst sukzessiv im Rahmen der Story frei. Es beginnt vorwiegend mit normalen Rundkursrennen am Tage, wo euch die Cops nicht in die Quere kommen werden. In jedem der Unterschlüpfe bestimmt ihr aber selbst, ob ihr das Versteck bei vermeintlich schützendem Tageslicht oder doch lieber mitten in der Nacht verlasst.

Screenshot

Je nachdem was ihr wählt, erwarten euch in Palm Springs ganz unterschiedliche Renn-Events. Nun, so unterschiedlich sind die eigentlich gar nicht, aber nur bei Nacht werden euch womöglich auch die Cops im Nacken klemmen. Denen geht es im Spiel aber nicht so sehr darum, für Recht zu sorgen. Tatsächlich sind die Bullen korrupt und jagen euch vor allem hinterher, um sich finanziell zu bereichern. Dieses Polizistenbild mag man nicht gutheissen, aber in einem "Need for Speed" wollen wir auch in Bezug darauf, wer hier gegen geltende Gesetze verstösst, mal nicht so kleinlich sein.

Fakt ist, dass ihr manuell wählt, ob ihr am Tag oder bei Nacht unterwegs seid. An Rennen könnt ihr in beiden Fällen teilnehmen, Blitzerkästen mit sträflichen Geschwindigkeitsüberschreitungen konfrontieren, Werbetafeln über Sprungschanzen ein Ende bereiten oder später so etwas wie die Monstersprünge in "GTA" gegen Geld und eine geringere Menge an Reputation vollführen. Letztere braucht ihr im Spiel zwingend, um Ansehen bei eurer Racing-Gang zu generieren. Das geht allerdings vor allem nachts, denn Illegales nach Einbruch der Dunkelheit zu tun, hat in "Need for Speed Heat" eben einen speziellen Wert. Während ihr in den Rennen am Tag vor allem Geld verdient, um neue Fahrzeuge oder Tuning-Teile kaufen zu können, benötigt ihr die Reputation, um beides überhaupt erwerben zu dürfen.

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