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Need for Speed - Test

Fordernd, schick, mit dem besten Tuning-System der Serie

Test Benjamin Kratsch getestet auf PlayStation 4

Die 2015er-Edition wird definitiv das kontroverseste „Need for Speed“ aller Zeiten, denn Ghost Games macht eine Vollbremsung, zündet aber dann den Reboot-Nachbrenner. Konkret heisst das: weniger Cops, mehr Drift-Challenges und Tunen wie die Profis. "Need for Speed“ im Test.

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"Need for Speed" fährt ganz dezent auf "Gran Turismo: Sports" Spuren. Doch anders als ihr glaubt. Natürlich ist „Need for Speed“ keine Simulation. Es geht nicht um Millimeterarbeit, um den perfekten Bremspunkt, die Hundertstel auf den Vordermann. „Need for Speed“ bleibt „Need for Speed“: wild, spassig, arcadig. Ein Spiel zum schnell Einschmeissen am Abend, für den harten Drift nach einem stressigen Meeting. Doch was sich Ghost Games so ein bisschen von Kazunori Yamauchi abgeschaut hat, ist das Autos keine Wegwerfware mehr sind. In den letzten Teilen wurde eure Garage nur so zugespült mit Lamborghinis, Bugattis, Ferraris - unschätzbare Vermögenswerte stapelten sich, als sei euer virtueller Rennstall die Villa von Tony Stark. Das wird jetzt radikal geändert, denn ihr bleibt sehr lange bei einem Auto. Klar, theoretisch könnt ihr die Kohle auf den Kopf hauen, könnt jede Stunden einen neuen Untersatz kaufen. Aber ihr werdet es nicht tun, weil es sich nicht lohnt.

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„Need for Speed“ ist ein erstaunlich forderndes Spiel, gerade sobald die Schonfrist der ersten Stunden abgelaufen ist. Es gibt jede Menge Challenges, für die ihr euer Auto perfekt ausbalancieren müsst. Wo der richtige Mix aus Motorleistung, Grip der Reifen und Bremsmechanik passen muss. Aber das ist gut so, das treibt an. Es macht keinen Spass von Sieg zu Sieg getragen zu werden, es macht Spass sich einen Sieg hart zu erkämpfen. Und das werdet ihr, denn nicht nur die K.I. ist sehr gut, sie wissen auch wie sie euch in den mitunter bockschweren Drift-Challenges die Punkte madig machen können. Die fahren euch gerne in die Parade, bremsen euch aus. Ihr müsst also die Driftschleudern verdammt gut im Griff haben und fast schon so absurd wilde Stunts hinlegen wie die Crew aus „The Fast & Furious: Tokyo Drift“. Das ist mitunter schon ganz schön heftig, weil euch das Spiel gerade später zwingt Muster zu erkennen, etwa wenn einer der Gegner ausschert um euch den Weg zu versperren oder einfach mal brutal in die Eisen geht und ihr mit der Handbremse um ihn herum driften müsst. 



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