Need for Speed: The Run

Rase um dein Leben. Für 25 Mio. Dollar!

Vorschau Benjamin Kratsch

Lebendig begraben

In einer der Anspielmissionen eines exklusiven Events in einem Pariser Loft geht’s auf einen schneeweissen Gebirgspass. Nettes Detail hier: Die Kamera zoomt auf ein Schild: "No Trespassing. Danger!“ – will heissen: „Kein Durchgang. Gefahr!“ Egal, wir müssen da durch, so stehts auf der Route. Ergo lassen wir mit dem BMW M3 GTS die Reifen durchglühen, geben Vollgas und durchbrechen die Absperrung. Stark gemacht: Wir müssen einen Audi R8 besiegen, wie wir das machen ist uns überlassen. Wollen wir volles Risiko fahren oder eher die sichere Kugel schieben? Die Antwort ist klar: No risk, no fun, no win!

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Wir nehmen die riskantere Strecke mit fiesen Haarnadelkurven, müssen uns anstrengen den BMW M3 auf der vereisten Strasse zu halten, immer wieder zieht’s das Heck gefährlich nah an den Abgrund heran. Aber diese gefährlichere Strecke ist eben auch die deutlich schnellere. Spannend wie EA Black Box hier eine Mischung aus purem Arcade mit simulastischem Einschlag hinbekommt, denn die Sportautos steuern sich nicht ganz so leicht wie in einem "Hot Pursuit“, sind aber auch nicht so zickig wie in "Need for Speed: Shift 2“, wo die Boliden gerne mal ausbrachen.

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BMW vs. Audi: Duell der Bayern

Der Fahrer im silbernen Audi R8 scheint sich seiner Sache ausgesprochen sicher. Mit naiver Dreistigkeit schiebt er sein 1,8-Tonnen- Monster in einer Kurve direkt vor unsere Nase, schneidet uns die Strecke ab. Seine Reifen drehen durch, der Schnee klatscht an unsere Windschutzscheibe. Na Danke. Na warte Bursche, du wirst gleich die Power von 450 PS spüren. Aber warte, was ist das? Es donnert, es grollt. Ziehen etwa wieder Blitze auf? Hier mitten auf der Skipiste? Am helllichten Tage.

Nur Sekunden später setzt das Aufheulen des V12-Motors die empfindsame Umgebung in Bewegung: Von weit oben kündigt sich eine mächtige Lawine an. Kaum hört man das unheilvolle Grollen am Gipfel, walzen alles verschlingende Schneemassen schon die ersten Tannen am Hang nieder. Ach du sch...., wir haben vergessen das es da ja dieses „Gefahren“-Schild gab. Das Skiressort feuert mit Geschossen auf die Schneebänke um kontrolliert Lawinen runtergehen zu lassen. Es hilft alles nicht: Vollgas, Augen zu und durch. Oder doch besser auf, denn die dicken Schneebrocken schlagen vor uns auf der Strasse auf, nur wenn wir gekonnt ausweichen, verlieren wir nicht an Speed. Denn noch immer zählt nur eines: Der Sieg.

 

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