Need for Speed: The Run

Rase um dein Leben. Für 25 Mio. Dollar!

Vorschau Benjamin Kratsch

Die Canyons des Todes

Was „"Need for Speed: The Run" schon in der vier Strecken umfassenden Anspielversion zeigt, ist seine Vielfältigkeit. Vom eisigen Schnee und Lawinen im Skigebiet geht’s ins extrem heisse Nappa Valley in den "Desert Canyon“, ein Höllentrip mit extremen Gefälle. Wir klemmen uns hinters Steuer eines Porsche 911 GT2, lassen die Reifen glühen und geben Vollgas. Unsere Mission: Drei Lamborghinis mit deutlich mehr PS unter der Haube zu überholen und einen bestimmten Zeitabstand herausfahren. All right, let’s get ready to rumble. Wir legen uns per Drift in die Kurve, ziehen kurz die Handbremse an und sofort steht der Wagen wieder gerade – das Auspendeln einer Simulation erspart EA Black Box allen Arcade-Fans. Auf Geraden aktivieren wir per X-Taste den Turbo, das Auto bäumt sich auf, der Motor schreit seine Kraft heraus und zieht den anderen davon.

ScreenshotAber Vorsicht: Denn es ist nur begrenzt Lachgaseinspritzung vorhanden. Aufladen können wir die über riskante Manöver, die sich aber ohnehin ständig aus dem Spielverlauf ergeben: Voll auf einen Truck zuheizen und in letzter Minute haarscharf an ihm vorbei ziehen beispielsweise. Oder ein, zwei, drei Autos aus dem Gegenverkehr mit einem Powerdrift umkurven. Oder in Zick-Zack-Linien rechts, dann links ausweichen, dann wieder rechts – bei insgesamt vier Autos. Wie genau das Erfahrungspunktesystem funktioniert, wollten die Entwickler zwar nicht enthüllen, wir gehen aber davon aus das ihr euch dafür nicht nur mehr Boost, sondern vor Allem Tuning-Teile kaufen könnt. Unklar bleibt auch inwiefern ihr Einfluss auf die Wahl des Autos nehmen könnt: Ein Lamborghini zieht auf Geraden allen davon, ein Porsche ist der Allrounder, während japanische Sportwagen von Nissan echte Drift-Künstler sind. Japaner fühlen sich vor Allem bei Regen wohl, europäische Männerträume hingegen haben grosse Probleme im Gelände, weil ihr jede Anhöhe und jede Kuppe direkt spürt. Die winken übrigens meist bei Abkürzungen, aber ihr wisst ja: No risk – No Fun – no Win![Screenshot](/img/nfs-the-run.800.720.KGh.0.jpg)

Ersteinschätzung:

EA hat sich mit der  Enthüllung auf der E3 keinen  grossen Gefallen getan. Zu aufgesetzt wirkten die Quick-Time-Verfolgungsjagden über die Dächer von Detroit. Das schmeckte einfach nicht nach Benzin, nicht nach "Need for Speed“. Nach dem Anspielevent in Paris können wir jetzt aber Entwarnung geben: Das hier wird ein waschechtes "Need for Speed“ mit Traumautos, starken Kulissen, fordernden Strecken und waghalsigen Kopf-an-Kopf-Rennen. Einzig technisch müssen die Kanadier extrem Gas geben: Egal ob Lichteffekte, Schatten oder Texturschärfe – "Hot Pursuit“ und „"Shift 2“ sehen in allen Belangen besser aus als unsere Preview-Fassung. Dafür baut EA das aus "Hot Pursuit“ bekannte Autolog-Feature stark aus. Ihr bekommt nun in Echtzeit alle möglichen spannenden Informationen eurer Xbox-Live oder PSN-Freunde übermittelt: In wie viele Unfälle sie verwickelt waren und wie viel Zeit das gekostet hat. Wie lange sie für die Strecke San Francisco nach Las Vegas über den Highway 1o1 gebraucht haben. Oder wie lange um drei Corvettes zu überholen. Die Jagd nach der Bestzeit geht also auch bei der Generation Facebook in die nächste Runde.

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