Nintendo LABO - Hands On

Kreativität ist Trumpf

Vorschau Video Ulrich Wimmeroth

Low-Tech trifft High-Tech

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Das Multi-Set beinhaltet neben dem Auto noch weitere Bastelanleitungen. So könnt ihr noch ein voll funktionstüchtiges Klavier, eine Angelrute, einen Motorradlenker und ein Haus bauen. Dafür braucht es aber einen erheblich höheren Zeitaufwand und auch eine gute Portion Geduld. So haben wir uns an das Haus gewagt, dass neben dem Bau des eigentlichen Gebäudes noch drei Schlüssel erfordert. Gut zwei Dutzend Bauteile, diverse Aufkleber und über einer Stunde akribischen Arbeitens später, konnten wir uns mit einem virtuellen Haustier anfreunden. Einem extrem putzigen, weissen Knuddel, den wir auf dem Switch-Bildschirm in seinem Wohnzimmer beobachten. Durch neigen des Hauses können wir mit Knuddelchen spielen, wir können es füttern und mit den drei Schlüsseln, die in Form einer Kurbel, eines Drehknopfs und eines Drückers geformt sind, weitere witzige Aktionen durchführen. Das ist alles gewohnt oberniedlich in Szene gesetzt und funktioniert einfach. So muss das sein. Ähnlich komplex gestaltet sich auch das Klavier, das aus 13 Tasten und einer Reihe Knöpfen zur Bestimmung der Tonart oder Tonhöhe dient oder das Lenkrad, mit dem wir ein Motorrad in Rennen steuern und die Angelrute, mit der wir sogar einen Hai fangen können und dabei das Feedback des sich wehrenden Raubtiers ordentlich in den Händen zu spüren bekommen. Die originelle Mischung aus Low-Tech Pappbasteleien und dem High-Tech der Switch-Software wird durch den Einsatz der Rumble-Funktion und vor allem der in den Joy-Cons eingebauten Kameras möglich gemacht. Die Infrarot-Kameras leisten eine ausgezeichnete Arbeit und erlauben eine beeindruckend genaue Steuerung, in dem die Position der beweglichen Pappteile aufgenommen und in Bewegungen auf dem Bildschirm umgesetzt werden. Ein Tipp für Schnellbastler: Wenn die Anleitung fordert an bestimmten Stellen die beiliegenden, reflektierenden Aufkleber anzubringen, solltet ihr das auch machen. Ohne diese Markierungen können die Kameras ansonsten die Position der beweglichen Pappbauteile nicht bestimmen und die Funktion in den Minispielen wird erheblich beeinträchtigt oder gar unmöglich.

Für Bastelprofis: Der Robo-Rucksack

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Die Spielzeuge des Mulit-Sets können auch problemlos von Kindern gebaut werden. Ein bisschen Anleitung durch Erwachsenen bei den komplexeren Objekten kann allerdings nicht schaden, aber die Videoanleitung beim Bau lässt eigentlich keine Fehlleistungen zu. Anders sieht es da schon bei dem Robo-Set aus, das so etwas wie das Gesellenstück der "Nintendo Labo"-Werkstatt darstellt. Satte 19 Bastelbögen und dazu noch eine Vielzahl an Ösen, Schnüren und Riemen, wollen zu einem Roboter-Rucksack, einem Visier und diversen Zubehörteilen zusammengebaut werden. Das erfordert locker drei Stunden konzentriertes Arbeiten und kann es vom Aufwand her mit einer IKEA-Schrankwand aufnehmen. Nur, dass bei Nintendo die Anleitung besser ist. Die Mühe lohnt sich aber, denn das simple Roboter-Kampfspiel macht ordentlich Spass und wir haben uns bei dem Zertrümmern von Hochhäusern ausgezeichnet unterhalten gefühlt. Was auch an dem ungewohnten Körpereinsatz lag, denn mit dem Rucksack auf dem Rücken und Seilzügen an Händen und Füssen lässt sich der Labo-Robo präzise steuern und erlaubt eine beachtliche Bewegungsvielfalt. Wir können nicht nur schlagen, sondern auch springen, einen Spezialangriff aufladen, in dem wir die Hände eine Weile an den Körper pressen und wenn wir das Papp-Visier herunterklappen in die Ego-Ansicht wechseln.

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