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No Man's Sky - Vorschau

Das ambitionierteste Spiel des Jahres

Vorschau Benjamin Kratsch

Ihr seid mehr Besucher, weniger Mittelpunkt dieser Welten

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Ähnlich wie all diese Survival-Nasen Marke „ARK: Survival Evolved“ wird „No Man’s Sky“ ein Spiel, das Geduldige belohnt. Denn wir starten in einer Art Rettungsboje, die keinerlei Waffen hat. Die üblichen Welteroberungspläne und Träume vom Leben in Saus und Braus als Weltraum-Jack-Sparrow müssen wir auf später verschieben, jetzt werden kleine Brötchen und Brote gebacken. Geld bringt vor allem Forschung, wofür wir Tierarten auf fremden Planeten scannen und so eine Datenbank aufbauen. Witzig dabei: wir können vorgegebene Namen verwenden oder jedes einzelne Tier benennen. So lassen wir Dudelinofanten-Saurier mit langem Rüssel und Sauropoden-Körper durch die sonnengeflutete Wildnis trampeln und benennen merkwürdige Roboterwesen als Metal Gear Ray. Allerdings sollte euch eines bewusst sein: In „No Man’s Sky“ seid ihr nicht der Star, sondern nur ein Gast am Zaun, der ins Gehege einbrechen kann, so er das denn möchte. Das prozedurale System funktioniert dabei zumindest auf den ersten Blick ziemlich gut, die einzelnen Komponenten passen, da gibt es beispielsweise orange Robos mit langen schwarzen Stelzenbeinen.

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An deren Torso schlängeln sich Schläuche herunter, worüber sie Kristalle für ihre Herren einsammeln – die Sentinel. Das sind mal Drohnen, mal Roboter auf Panzerketten, die sich nicht sonderlich für euch interessieren, solange ihr den Sicherheitsbereich nicht verletzt. Wer das tut, löst Alarm aus und muss das Feuer mit seinem Multitool eröffnen. Das ist eine Waffe, die sich auf Distanz als Sniper upgraden lässt oder für mehr Schaden im Nahkampf als Sci-Fi-Schrotflinte. Auch EMP-Granaten finden sich später in unserem Rucksack, die Drohnen aus der Luft plumpsen lassen. „No Man’s Sky“ ist ein Spiel, gemacht für Entdecker und Tüftler. Für Menschen, die Lust darauf haben sich auf einen virtuellen Abenteuerurlaub einzulassen. Die auch mal stundenlang auf dem Meeresboden herumtapsen, um eine seltene Fischart zu finden. Die Spass daran haben ihren Anzug zu optimieren, um noch ein paar Minuten länger auf Tauchstation bleiben zu können, denn nur dann erreichen wir die Höhle ganz weit unten am Grund, in der sich wertvolle Kristalle abgelagert haben. Mit denen lässt sich der schnelle Credit für schnellere Raumschiffe scheffeln. Schliesslich ist das Spiel zwar sehr offen gestaltet, hat aber zumindest ein klares Ziel: das Zentrum der Galaxie zu erreichen.

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