Orbitals - Vorschau / Preview

Vielversprechender Koop-Anime

Vorschau Benjamin Braun

Die Splitscreen-Adventures von Josef Fares kamen sehr gut bei Spielern und Medien an. Besonders "It Takes Two" und "Split Fiction" zählen zu den besten Koop-Erfahrungen der letzten Jahre. "Orbitals" schlägt spielerisch in die gleiche Kerbe und verknüpft die Story-lastige Action mit einem stilvollen Anime-Look. Wir konnten das Switch-2-exklusive Abenteuer für euch anspielen.

Ob nun "Saber Rider and the Star Sheriffs" und "Die tollen Fussballstars" aus den 1980ern oder "Sailor Moon" und "Pokémon" aus den 1990ern: Auch im deutschsprachigen Raum haben etliche japanische Anime-Serien aus dieser Zeit unzählige Fans. Publisher Kepler Interactive möchte ihnen mit "Orbitals" exklusiv auf Switch 2 nun ein interaktives Denkmal setzen und verknüpft den klassischen Zeichentrick-Stil mit dem Gameplay, das insbesondere Josef Fares und seine Hazelight Studios mit Titeln wie "A Way Out" und "Split Fiction" erfolgreich umsetzen. Bei Nintendo konnten wir das nur zu zweit spielbare Splitscreen-Abenteuer ausführlich anzocken. Hier erfahrt ihr, ob es mit seinen Vorbildern mithalten kann.

Zu zweit gegen den Untergang

Die Handlung von "Orbitals" versetzt euch in eine ferne Zukunft auf eine internationale Raumstation. Viele der Älteren an Bord kennen noch das Leben auf der Erde. Die beiden vielleicht 18 Jahre alten Hauptfiguren Maki und Omura hingegen haben praktisch ihr gesamtes Leben dort verbracht. Wohl genau deshalb liegt es nun auch an ihnen, ihre nicht irdische Heimat zu retten, die von einem kosmischen Sturm bedroht wird, dessen Ursprung nicht bekannt ist. Gelingen kann die Rettung allerdings nur, wenn die beiden im Splitscreen-Adventure eng zusammenarbeiten, wobei ihr alles abseits der Zwischensequenzen im geteilten Bildschirm erlebt.

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Während es in ähnlich gelagerten Spielen wie "A Way Out" relativ häufig vorkommt, dass bestimmte Aufgaben nur von einem der beiden Helden erledigt werden können, seid ihr in "Orbitals" darin offenbar sehr frei. Das gilt nicht nur dafür, dass ihr und euer Mitspieler gemeinsam entscheiden könnt, wer in den entsprechenden Passagen das kleinere Raumschiff durchs Weltall steuert und wer sich hinter die Kanonen klemmt. Hier nutzt ihr zudem häufiger mitnehmbare Tools wie einen Energiestrahl, eine Wasserspritze oder einen Greifhaken, bei denen ihr festlegt, wer was davon in die Hand nehmen soll.

Von Wert ist das alles aber natürlich nur im Zusammenspiel. So stehen etwa zu Beginn kleine Teile des Raumschiffs in Flammen. Doch nur wenn einer der beiden per Greifhaken bestimmte Klappen öffnet und der andere anschliessend den Wasserstrahl draufhält, glückt der Löschversuch. Das wird mit der Zeit selbstverständlich noch wesentlich komplexer, auch da oft ein gutes Timing eine Rolle spielt. So müssen die beiden dann abwechselnd etwa zwei der Tools nutzen, um ein Gerät wieder in Gang zu setzen. Oder erst mit dem Energiestrahl Metallträger erhitzen und weich machen, damit der andere sie mit dem Greifhaken verbiegen kann, um einen Durchgang zu öffnen.

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