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Outriders - Vorschau / Preview

Polnisches Loot-Shooter-Potpourri

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Was käme wohl dabei heraus, wenn "Destiny 2", "The Division 2" und "Gears of War" ein gemeinsames Videospielkind zur Welt bringen würden? Die Antwort: Vielleicht so etwas wie "Outriders". Der Koop-Shooter des polnischen Studios People Can Fly macht zwar wenig neu, spielt sich aber dafür in der ersten Hands-on-Session richtig gut!

Square Enix und People Can Fly kündigten das Actionspiel "Outriders" im Rahmen der Electronic Entertainment Expo 2019 mit einem Render-Trailer an. Details stellte man aber kaum vor. Entsprechend herrschte in der Redaktion zunächst wenig Begeisterung, als die Einladung zur offiziellen Enthüllung von "Outriders" im polnischen Warschau eintrudelte. Wird das wirklich was? Was erwartet uns da überhaupt? Auch vor Ort herrschte zunächst noch Skepsis, obwohl Square Enix ja mit People Can Fly einen erfahrenen Partner an der Seite hat. Die Polen entwickelten in der Vergangenheit beispielsweise den herausragend unterhaltsamen Shooter "Bulletstorm" oder auch "Gears of War: Judgment" und legten sogar Hand beim Free-to-Play-Phänomen "Fortnite" an.

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Allerdings stellt das Team gleich zu Beginn klar, dass "Outriders" ein Herzensprojekt sei, an dem aktuell weltweit über 200 Mitarbeiter schrauben. Das Ergebnis kann sich im dreistündigen Hands-on-Test durchaus sehen lassen und weckt Erinnerungen an "Gears of War", "The Division" und "Destiny 2". Jedoch verzichtet man auf aktuelle Designsünden wie Loot-Boxen, Mikrotransaktionen oder Season-Pässe: Wenn "Outriders" im Winter 2020 erscheint, dann als komplettes Spiel - ohne Download- und Bezahlinhalte!

Die Erde am Abgrund

Was steckt nun also hinter "Outriders"? Die Geschichte zeichnet zunächst einmal ein erschreckendes Zukunftsszenario, in dem die Erde in Folge von Umweltverschmutzung und Klimaveränderung für die Menschheit keine Heimat mehr darstellt. People Can Fly greift also hier ein durchaus zeitgenössisches Grundmotiv auf. Im Zuge dieser globalen Katastrophe suchen die Menschen im Weltall nach einer Zufluchtsstätte. Diese glaubt man mit dem Planeten Enoch gefunden zu haben. Bevor jedoch Siedler dort ihre Zelte aufschlagen, schickt man die titelgebenden "Outriders" vor. Sie sollen das Terrain erkunden und mögliche Gefahren beseitigen.

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Und genau an dieser Stelle setzen der Prolog und damit auch "Outriders" selbst an. Wir landen zu Beginn der Session zunächst im Editor, in dem wir uns einen Spielcharakter mit vorgefertigten Teilen basteln oder uns einfach per Zufallsgenerator eine Figur erstellen lassen. Auf Enoch angekommen, erforschen wir die Umgebung, und eigentlich wirkt alles noch recht harmonisch: saftig grüne Wiesen, ein paar "Alien-Kühe" und natürlich kleinere Gefahren, aber nichts, was auf eine ernsthafte Bedrohung hindeuten könnte. Das ändert sich aber recht schnell, als wir auf die Anomalie treffen und diese nicht nur einige "Outriders"-Kollegen infiziert und tötet, sondern auch von unserer Spielfigur Besitz ergreift.

Wir enden in einem Kryoschlaf, und nach einem Zeitsprung erwachen wir in einem neuen, feindlichen Enoch. Die Anomalie hat alles verändert: die Menschen, die Vegetation, die Tiere - einfach den gesamten Planeten. Und heraus kommt die Spielwiese für einen dreckigen und knallharten Rollenspiel-Shooter mit kerniger Drei-Spieler-Koop-Mechanik.

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