Razer auf der CES 2026 - Special

Gaming-Stühle, Controller und ein klarer Fokus auf KI

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Vom aktiv gekühlten Gaming-Chair über den ultraschnellen Couch-Controller bis zur grossen KI-Offensive: Razer fährt auf der CES 2026 schweres Innovationsgeschütz auf. Wir zeigen euch die wichtigsten Neuheiten und was wirklich dahintersteckt.

Auf der CES 2026 präsentiert sich Razer erneut als einer der modernsten Akteure der Gaming- und Hardware-Branche. Der Messeauftritt steht im Zeichen von verbesserter Ergonomie, neuen Nutzungsszenarien für das Wohnzimmer-Gaming und einer strategisch breit angelegten KI-Offensive. Razer positioniert sich dabei nicht nur als Hersteller klassischer Gaming-Peripherie, sondern zunehmend auch als Technologie-Anbieter für Entwickler, Content-Creator und professionelle KI-Anwender. Wir hatten im Vorfeld der Veranstaltung bereits die Gelegenheit, einen ersten Blick auf die Neuerungen zu werfen.

Neue Gaming-Stühle: Fokus auf Ergonomie, Kühlung und Sensorik

Razer verfolgt weiterhin keinen One-chair-fits-all-Ansatz. Stattdessen teilt das Unternehmen sein Stuhl-Portfolio in drei klar definierte Produktlinien. Die Iskur-Serie ist auf Ergonomie ausgelegt, die Enki-Reihe fokussiert sich auf Komfort, während die Fujin-Linie maximale Atmungsaktivität in den Mittelpunkt stellt. Laut Razer haben sich alle drei Serien weltweit eine eigene, loyale Community aufgebaut. Anhand des Community-Feedbacks erweiterte man nun auch die kommende Generation der Gaming-Chairs.

Im Zentrum der CES-Präsentation stand der Razer Iskur V2 NewGen, die nächste Evolutionsstufe des Iskur V2. Während das Vorgängermodell vor allem für sein aussergewöhnliches Lumbar-System zur Stützung der Lendenwirbelsäule gelobt wurde, adressiert die neue Version ein branchenweites Problem: die Wärme- und Feuchtigkeitsentwicklung bei Kunstleder-Gaming-Stühlen während langer Spielsessions.

Herzstück des Iskur V2 New Gen ist das neue Gen-2-EPU-Leder mit CoolTouch-Technologie. Dieses Material verfügt über einen hohen thermischen Wärmeeindringungskoeffizienten. Das klingt kompliziert, bedeutet aber, dass das Material die Körperwärme aktiv ableitet. Dadurch bleibt die Oberfläche langfristig kühl, was wiederum zu weniger Schweissbildung und einem insgesamt höheren Komfort führt. Hier in Mitteleuropa dürfte diese Ergänzung gerade in den Sommermonaten eine willkommene Abwechslung sein, in südlichen Ländern oder gar tropischen Klimazonen macht ein kühler Stuhl ganzjährig einen Unterschied. Razer verspricht zudem eine hohe Langlebigkeit ohne typische Probleme wie Abblättern oder klebrige Oberflächen.

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Unter der Oberfläche kommt ein perforierter Dual-Density-Cold-Cured-Foam-Sitz zum Einsatz, der gezielt auf Druckentlastung und Wärmezirkulation ausgelegt ist. Selbst bei stundenlangem Sitzen soll die Polsterung formstabil bleiben und gleichzeitig für angenehme Temperaturverhältnisse sorgen.

Das zentrale ergonomische Element ist das HyperFlex-Lumbar-System. Diese Lendenstütze lässt sich nicht nur in Höhe und Tiefe verstellen, sondern rotiert zusätzlich um 360 Grad. Dadurch folgt sie den Bewegungen der Wirbelsäule, egal ob der Nutzer sich nach vorn lehnt oder entspannt zurücklehnt. Ergänzt wird das Konzept durch breite Schulterbögen, eine grosszügige Sitzfläche, die auch alternative Sitzpositionen erlaubt, und ein geformtes Memory-Foam-Nackenkissen zur Unterstützung der Halswirbelsäule. Hinzu kommen langlebige 4D-Armlehnen, die sich in alle Richtungen anpassen lassen, sowie eine reaktive Sitzneigung und eine Rückenlehnenverstellung bis 152 Grad.

Razer beschreibt den Iskur V2 NewGen nicht als statisches Möbelstück, sondern als reaktives Gaming-Gear, das sich kontinuierlich an den Nutzer anpasst.

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Mit Project Madison gab Razer zudem einen ersten Ausblick auf einen neuen Konzept-Gaming-Stuhl, der über klassische Ergonomie hinausgehen und künftig auch visuelle, auditive sowie haptische Reize miteinander verbinden soll. Details folgen im Laufe des Jahres.

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