Persona 5 - Test

You stole my heart!

Test Giuseppe Spinella getestet auf PlayStation 4

Freundschaften machen dich stärker

Vom Gameplay her behält "Persona 5" die Struktur seiner Vorgänger bei. Jeden Tag entscheidet ihr, was ihr im Spiel macht. Ihr könnt Leute kennenlernen und Zeit mit ihnen verbringen, um ihren "Confidant"-Level zu steigern. Dadurch erhält ihr Bonuserfahrung, wenn ihr Personas fusioniert, um neue zu erlangen. Ein toller neuer Aspekt ist, dass die verschiedenen "Confidant"-Stufen auch andere Vorteile mit sich bringen. Lernt ihr beispielsweise den Verkäufer Iwai besser kennen, schaltet ihr mehr Waffenherstellungsprozesse frei. Befreundet ihr die Kartenleserin Chihaya, winken Boni beim verdienten Geld und bei den Freundschaftspunkten. Jeder Confidant kommt also mit Belohnungen daher, die euer Spielerlebnis teils radikal ändern. Dies sorgt für noch mehr Motivation, all diese Leute und ihre Geschichten kennenzulernen.

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Natürlich könnt ihr eure Freizeit auch euch selbst widmen. Als Teenager hat unser Hauptheld fünf soziale Statuswerte: Wissen, Charme, Mut, Freundlichkeit und Tüchtigkeit. Durch verschiedene Tätigkeiten könnt ihr jedes Attribut bis auf Level 5 steigern. So tut ein Thermalbad beispielsweise eurem Charme gut, weil eure Haut danach so rein und zart ist. Eine Lernsession steigert hingegen euer Wissen, damit ihr die Schulprüfungen besteht. Selbst Nebenjobs stehen euch zur Verfügung, damit ihr euch ein bisschen Zubrot verdient. Um bestimmte Confidants freizuschalten, müssen eure soziale Statuswerte hoch genug sein. Dies kann etwas frustrierend sein und euch unter Zeitdruck setzen.

Ein geniales rundenbasiertes Kampfsystem!

Doch eines der wichtigsten Punkte des Spiels haben wir noch gar nicht erwähnt: In "Persona 5" spielen das Kämpfen und die Dungeons eine grosse Rolle! Das Kampfsystem ist nach wie vor rundenbasiert: Wer einen höheren Agilitäts-Wert hat, kommt zuerst dran. Eure Kampfgruppe besteht aus vier Mitgliedern und ihr kämpft in den Dungeons gegen verschiedene Personae oder Schatten (Shadows). Eure Freunde haben zwar immer die gleiche Persona, doch der Protagonist kann im Velvet Room stets neue fusionieren. Zudem kann er auch im Kampf Gespräche mit den Monstern anfangen, um sie für sich zu gewinnen. Die Schatten-Verhandlung feiert in "Persona 5" ein Comeback, nachdem die letzten zwei Spiele ohne auskamen.. Es ist recht lustig: Sprecht einen Schatten an und versucht, das Richtige zu sagen, damit er euch Geld oder ein Item schenkt, oder damit er euch als Persona dient. Die Schatten haben unterschiedliche Persönlichkeiten, daher müssen eure Antworten gut abgewogen sein. Einige mögen es gar nicht, wenn ihr freundlich seid – immerhin sind es ja teils dämonische Wesen. Da hilft eine Beleidigung manchmal eher weiter.

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Um im Kampf erfolgreich zu sein, solltet ihr stets auf die Schwäche eurer Gegner zielen. Trefft ihr diese, dürft ihr direkt nochmal angreifen oder via Baton-Pass die nächste Aktion einem Kampfmitglied übergeben. Liegen alle Gegner am Boden, weil ihr die Schwachpunkte getroffen habt, könnt ihr ihnen mit einer All-out-Attacke den Garaus machen. Das Kampfsystem basiert schlussendlich auf das von "Persona 4", doch kommt mit so vielen Neuerungen daher, dass es viel mehr Spass macht. So gibt es nun neben Feuer, Eis und die typischen Elemente wieder die Nuklear- und Psycho-Elemente, die wir seit "Persona 2" nicht mehr gesehen haben. Zudem schaltet ihr durch eure Confidants zahlreiche Kampfaktionen frei. Dank Tastendruck wählt das Spiel auch automatisch die richtige Attacke, um die Schwäche eures Gegners zu treffen (falls ihr über diese Bescheid wisst). In einigen Bosskämpfen kommen sogar ganz spezielle Taktiken zum Einsatz. So könnt ihr einen Mitstreiter damit beauftragen, eine Ballista zu laden, um einen fliegenden Gegner aus der Luft zu holen. Oder jemand kann sich davonschleichen, um den Boss mit einem unerwarteten Angriff zu überraschen. Das Kampfsystem von "Persona 5" macht süchtig und rundenbasierte Kampfsysteme können einfach nicht besser als das werden!

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