Games.ch

Plants vs. Zombies: Battle for Neighborville - Test / Review

Im dritten Anlauf ein Volltreffer!

Test Video olaf.bleich getestet auf PlayStation 4

Wenn sich Erbsenkanonen und Disco-Zombies an den Kragen wollen: PopCaps drittes "Plants vs. Zombies" trifft ins Schwarze und ist der bislang beste Teil der Serie. Aber auch ein Pflichtkauf?

Der niemals enden wollende Krieg zwischen Pflanzen und Zombies tobt weiter: "Plants vs. Zombies" startete 2009 als launig-buntes Tower-Defense-Spiel für mobile Endgeräte. Zehn Jahre später und nach der Übernahme durch Electronic Arts gehört die Marke längst zum Mainstream. Die zwei bislang von PopCap entwickelten Action-Ableger mauserten sich zu Geheimtipps und überzeugten vor allem mit ihrer Comic-Optik und der guten Zugänglichkeit. "Plants vs. Zombies: Battle for Neighborville" erschien am 18. Oktober 2019 für PC, PlayStation 4 und Xbox One und baut die bisherigen Stärken der Serie noch weiter aus. Erwächst der dritte "Garden Warfare" endlich zu einer Macht im Action-Genre?

Seichter Start

Screenshot

Ähnlich wie der Turm in "Destiny" ist in "Plants vs. Zombies: Battle for Neighborville" eine Hub-Welt der Startpunkt. Hier findet ihr alles, was ihr braucht - von der Umkleide zum Individualisieren der eigenen Spielfigur bis hin zum Multiplayer-Portal zwecks Auswahl der nächsten Online-Runde. Praktischerweise erklärt das Spiel alle Funktionen direkt in der ersten Mission, sodass ihr in der ungewohnten Umgebung nicht verloren geht. Bereits kurz nach dem Start fällt auf, dass das neue "Plants vs. Zombies" dem Stil seiner Vorgänger treu bleibt und in seiner Präsentation herrlich witzig und liebenswert detailreich wirkt. Zum Release des Spiels etwa finden wir Daves Garten, die Basis der Pflanzen, als Halloween-Wunderland wieder und erfreuen uns an den erneut bunt und detailreich gehaltenen Comic-Helden. Der Titel besitzt durch seine farbenfrohe Grafik und die vielen Gags einen besonderen Charme und ist damit eine schöne Abwechslung zu vielen anderen Multiplayer-Shootern auf dem Markt.

Quietschbuntes Ensemble

Grundlage für das Action-Feuerwerk sind natürlich die insgesamt 20 verschiedenen Soldatenklassen - jeweils 10 aufseiten der Zombies und der Pflanzen. Jede verfügt über drei Spezialattacken, die ihr - natürlich mit Abklingzeiten - im Kampf einsetzt. Die Erbsenkanone beispielsweise verschiesst explodierende Chilibohnen, und der neue Nachtporling kann sich vorübergehend unsichtbar machen, um Gegnern zu entkommen. Bei den Zombies etwa tritt nun der 80er-Actionheld seinen Dienst an und ballert wie Vorbild Rambo mit einem aufladbaren Bogen um sich.

Screenshot

Je häufiger ihr mit einer bestimmten Charakterklasse spielt, desto mehr Upgrade-Punkte schaltet ihr frei. Mit ihnen aktiviert ihr passive Nebeneffekte wie beispielsweise kürzere Abklingzeiten, schnellere Bewegungen oder auch XP-Boni. Später kommen Perks für eure drei Spezialaktionen hinzu, die verbessert werden können. "Plants vs. Zombies: Battle for Neighborville" unterfüttert das System zudem mit reichlich Kleidungsstücken und Accessoires, mit denen ihr euren Figuren einen persönlichen und mitunter urkomischen Anstrich verpasst. Das dritte "Plants vs. Zombies" macht somit nicht gerade viel grundlegend neu, wartet aber mit dem bislang rundesten und umfangreichsten Charaktersystem der Serie auf. Erfahrene Spieler erwarten somit zwar keine Überraschungen, Enttäuschungen gibt es allerdings - gerade im Vergleich zu den Vorgängern - ebenfalls nicht. Im Gegensatz zu anderen Shootern spielt sich das aktuelle Werk einen Tick langsamer. Die grossen Spielfiguren bieten recht leichte Ziele, zugleich aber ist die Steuerung etwas träger als bei der Konkurrenz. Dadurch, dass jede Klasse eigene Waffen und Fähigkeiten mit sich bringt, lohnt sich das Experimentieren mit den Eigenheiten der Figuren.

Kommentare