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PlayStation ist laut Platinum Games international

Muss sich nicht auf japanischen Markt konzentrieren

News Michael Sosinka

Wenden sich japanische Entwickler von Sony und der PlayStation-Plattform ab, weil angeblich der japanische Markt vernachlässigt wird?

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Es gab schon einige Berichte darüber, dass Sony Interactive Entertainment den japanischen Gaming-Markt zunehmend vernachlässigt, um sich mehr dem Westen zuzuwenden. Die Folge: Nintendo dominiert die Verkäufe mit seiner Switch, während nicht genügend PS5-Geräte nach Japan geliefert werden. Laut Platinum Games sollte man sich da aber keine grossen Gedanken machen.

Der Studio-Chef Atsushi Inaba sagte: "Um ehrlich zu sein, spüren wir das nicht so sehr, oder zumindest habe ich selbst noch nicht die Auswirkungen davon gespürt. Davon abgesehen verstehe ich, dass die Konsolen-Industrie in Japan nicht mehr das ist, was sie einmal war, und wenn das passiert, werden sich die Prioritäten dieser grossen Konsolen-Hersteller ändern, und das macht für mich absolut Sinn."

"Ich weiss nicht, ob das eine verbreitete Meinung ist, und ich habe keine persönliche Beteiligung, aber nur weil PlayStation aus Japan kommt, heisst das nicht, dass sie sich auf den japanischen Markt konzentrieren sollte. Das sehe ich nicht so. Gleichzeitig denke ich aber auch nicht, dass sie jetzt amerikanisch ist: Ich denke, sie ist international und gehört eigentlich zu keinem Land. Das ist meine Meinung als Entwickler," so Atsushi Inaba. "Ich verstehe jedoch aus der Sicht der Nutzer, dass es frustrierend sein wird, wenn wir anfangen, Veröffentlichungspläne zu sehen, die den USA den Vorzug vor Japan geben, da bin ich mir sicher. Ich werde den japanischen Fans nicht sagen, 'so ist es nun mal, kommt damit klar'."

Hideki Kamiya ergänzte, dass er nicht sieht, dass sich japanische Entwickler von Sony abwenden würden: "Das sehe ich nicht. Ich sehe überhaupt keine Abwendung von Sony durch die japanischen Hersteller. Und tatsächlich ist es im Moment so schwer, eine PS5 zu bekommen, dass ich das Gefühl habe, dass wir noch nicht genug genaue Daten darüber haben, wie es letztendlich in Japan laufen wird."

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