Pokémon Strahlender Diamant & Leuchtende Perle - Test / Review

Charmantes Remake

Test Video Benjamin Braun getestet auf Nintendo Switch

Einmal bringt Nintendo einen rundum erneuerten und erweiterten Klassiker auf die Switch. Wir haben "Pokémon Leuchtende Perle" bereits vorab für euch gespielt. Ob das Remake reiner Fan-Service ist oder auch JRPG-Freunde allgemein auf ihre Kosten kommen, erfahrt ihr in diesem Test und in unserem Review-Video.

Ob Action-Adventures wie "GTA" und "Alan Wake", First-Person-Shooter wie "Crysis" oder Platformer wie "Crash Bandicoot": Remastered-Versionen oder Remakes bekannter Spiele und Spielreihen gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Auch Nintendo legte in den letzten Jahren vermehrt Klassiker neu auf und erweiterte Titel häufig um einige gänzlich neue Features. Nach "Pokémon Let's Go Pikachu/ Evoli", der Switch-Neuauflage des allerersten Pokémon-RPGs, spendieren die Japaner nun dem DS-Klassiker "Pokémon Diamant/ Perle" eine erweiterte Neuauflage auf der Switch, die die 2007 in Europa veröffentlichten Originalversionen mühelos überflügelt. Weshalb das nicht nur für die technische Umsetzung, sondern auch fürs erweiterte Gameplay gilt, haben wir für euch herausgefunden.

Eine Region zum Verlieben

Das neue "Pokémon"-Abenteuer, das wie üblich für die Kernreihe dem Rollenspiel-Genre angehört, heisst "Pokémon Leuchtende Perle" (unsere Testversion!) beziehungsweise "Pokémon Strahlender Diamant". Wie beim DS-Original und vielen anderen Serienablegern gibt es also zwei Editionen, die sich inhaltlich in Teilen, aber nicht drastisch voneinander unterscheiden. In beiden Fällen erlebt ihr dieselbe Story, die euch in die der japanischen Insel Hokkaidō nachempfundenen Sinnoh-Region entführt. Sie bietet landschaftlich und klimatisch inklusive Schneelandschaften eine auch im Vergleich mit den übrigen Regionen der Reihe recht grosse Vielfalt. Zudem unterscheidet sie sich beim Aufbau deutlich von den anderen Regionen, da hier im Regelfall gleich mehrere Routen die einzelnen Städte miteinander verbinden. Einschlagen könnt ihr sie zwar erst, wenn ihr bestimmte Fortschritte in der Kampagne erzielt habt beziehungsweise bestimmte Gadgets wie ein Fahrrad erhalten habt. Die Welt fühlt sich aber dennoch weniger linear und stärker vernetzt an.

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Pokémon Strahlender Diamant & Leuchtende Perle

Die Handlung selbst bietet "Pokémon"-Typisches: Euer wahlweise männlicher oder weiblicher Held hört im TV von einem roten Garados, das ihr unbedingt als Erster entdecken und fangen wollt. Dafür müsst ihr allerdings erst mal Poké-Trainer werden und sämtliche der (in diesem Fall acht) Arena-Champions der Region mit eurem Taschenmonster-Trupp besiegen. Starthilfe erhaltet ihr dabei wie schon im DS-Original von Professor Eibe, von dem ihr auch euer Start-Pokémon bekommt. Ihr ahnt es bereits: Genauso wie in der DS-Version habt ihr dabei die Wahl zwischen Chelast, Plinfa und Panflam (wir entschieden uns für letzteren). Ebenfalls identisch (und so auch in quasi jedem "Pokémon"-RPG üblich) zieht aus eurem Dorf noch ein anderes Kind aus, das exakt dasselbe Ziel verfolgt wie ihr.

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Pokémon Strahlender Diamant & Leuchtende Perle

Neben Städten, Städtenamen oder dem grundlegenden Aufbau der Karte gibt es auch abseits der praktisch identischen Handlung einige Parallelen. So verfügt die Sinnoh-Region etwa wie gehabt über eine riesige Unterwelt, die sogenannten Untergrundhöhlen, die sich nahezu über die gesamte Karte erstreckt. Dort könnt ihr etliche Belohnungen und Extras abstauben, um etwa euren Untergrundunterschlupf mit Statuen auszustaffieren. Vor allem trefft ihr im Untergrund aber auf besonders seltene und mächtige Pokémon der Region, die ihr einfangen, im Kampf einsetzen und, wie alle anderen Pokémon auch, insbesondere im Kampf verbessern könnt. Letzteres geht in "Pokémon Leuchtende Perle/ Strahlender Diamant" aber auch, indem ihr euch in eine der Ruhezonen zurückzieht und euren Begleitern etwas Leckeres zu essen zubereitet. Neuerdings dürft ihr zudem an Wettbewerb-Shows teilnehmen, auf die wir später noch näher zu sprechen kommen.

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