Pokémon Strahlender Diamant & Leuchtende Perle - Test / Review

Charmantes Remake

Test Video Benjamin Braun getestet auf Nintendo Switch

Bewährtes Spielprinzip, erhöhte Zugänglichkeit

Knüppelhart waren die "Pokémon"-RPGs auch früher eigentlich nie, ausser vielleicht für jene, die die Grundregeln konsequent ignoriert haben. Denn wer ernsthaft auf die Idee kommt, mit einem Feuer-Pokémon eines der Wasser-Kategorie zu bekämpfen, muss sich nicht wundern, wenn er am Ende den Kürzeren zieht. Über derartige Grundregeln klärt die Neuauflage zwar eher am Rande auf, wenn ihr irgendwo eine Infotafel betrachtet oder mit einem PC bzw. einem NPC interagiert. Das Spiel ist jedoch, ähnlich wie die letzten beiden Switch-"Pokémon", transparenter. Habt ihr bestimmte Attacken bereits gegen bekannte Gegnertypen eingesetzt, ist schon zu Beginn von Rundenkämpfen neben der Attacke verzeichnet, ob selbige nun praktisch gar nicht, wenig, etwas mehr oder sogar besonders effektiv ist. Ihr müsst euch also nicht alles innerhalb des an sich relativ komplexen Systems oder über die unzähligen Pokémon merken.

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Pokémon Strahlender Diamant & Leuchtende Perle

Da ihr wie gehabt primär durch die Kämpfe Erfahrungspunkte sammelt, die ausschliesslich die bis zu sechs Pokémon eurer aktiven Party erhalten (die in den PC-Boxen "eingelagerten", aber ausserhalb der Gefechte jederzeit in die aktive Party verschiebbaren Taschenmonster gehen leer aus), spielt Grinding unter Umständen eine Rolle. Fehlen euch wie uns bei einem der Arena-Champions beziehungsweise bei den vorgelagerten Poké-Trainer-Kämpfen Wesen einer bestimmten Kategorie, müsst ihr euch sie erst mal besorgen. Oder falls sie noch auf deutlich niedrigeren Stufen als die Gegner stehen, müsst ihr sie erst noch hochzüchten und damit womöglich auf die nächste Entwicklungsstufe bringen.

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Pokémon Strahlender Diamant & Leuchtende Perle

Dauerhaftes Scheitern gibt es aber eh nicht. Selbst wenn auf dem Weg zu einem Arena-Champion mal alle sechs Pokémon zu Boden gehen sollten, verliert ihr von den bis dahin gesammelten XP nichts. Zudem sammelt ihr im zuletzt freigeschalteten Gebiet so viele Erfahrungspunkte in den Kämpfen, dass ihr anfangs niedrigstufige Pokémon recht schnell zu den bislang stärksten Taschenmonstern aufschliessen lassen könnt. Darüber hinaus trefft ihr später natürlich auf höherstufige wilde Pokémon, könnt sie also ausreichend im Kampf geschwächt auch auf erhöhtem Niveau fangen und direkt eurer Party hinzufügen, was den potenziellen Grinding-Zwang noch weiter reduziert.

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