Pokémon Pokopia - Test / Review

Cozy-Freuden mit Taschenmonstern

Test Video Benjamin Braun getestet auf Nintendo Switch 2

In der ersten Lebenssimulation mit den Pokémon erlebt ihr eine Mischung aus "Animal Crossing", "Stardew Valley" und "Minecraft". Zwischen süchtigmachendem Gameplay und gut gelaunten Mini-Monstern hatten wir grossen Spass. Im Test erfahrt ihr, warum wir trotzdem nicht rundum glücklich sind.

Nachdem die Pokémon nahezu jedes Genre bereits erobert haben, erscheint für Switch 2 nun die erste Lebenssimulation im Universum der Taschenmonster. "Pokémon Pokopia" erweist sich im Test als fast schon typisches Cozy Game, in dem man gefühlt nichts falsch machen und sich stundenlang spassig mit vermeintlichen Nebensächlichkeiten beschäftigen kann. Gekämpft wird hier nicht, dafür sammelt ihr in einer menschenleeren Inselwelt Pokémon-Freunde und sorgt dafür, dass es ihnen und euch gut geht. Klingt simpel, eure Möglichkeiten sind aber enorm vielfältig und das Spielprinzip motivierend sowie süchtigmachend gleichermassen.

Ditto-Mensch in der Trockenwüste

Während man in der "Pokémon"-Kernreihe, die bekanntlich in die Kategorie Rollenspiel fällt, stets den Part eines Trainers übernimmt, sind die Vorzeichen in "Pokémon Pokopia" ganz anders. Äusserlich sieht eure Spielfigur zwar aus wie ein Mensch, dahinter steckt aber tatsächlich ein Ditto, der seinen Trainer vermisst. Er nimmt deshalb äusserlich dessen Gestalt an und beherrscht auch darüber hinaus die für Dittos üblichen Imitationsfähigkeiten. Ihr nehmt dabei aber nicht unbedingt vollständig die Form anderer Pokémon an, was im späteren Verlauf etwa beim Schwimmen möglich und notwendig ist. Im Spiel erwerbt ihr allerdings verschiedene Fähigkeiten. Von Nockchan etwa den Zertrümmerer, mit dem ihr unter Zuhilfenahmen von Boxhandschuhen weite Teile der aus quadratischen Blöcken bestehenden Landschaft zerkloppen könnt. Oder von Schiggy die Aquaknarre, die besonders wichtig ist. Denn die aus mehreren Inseln bestehende und in weitere Ladezonen aufgeteilte Welt ist weitreichend ausgetrocknet. Mit der Aquaknarre könnt ihr ausgetrocknete Pflanzen und Böden entsprechend bewässern, sodass ein Baum wieder Blätter und Früchte trägt.

Screenshot

Eure Aufgabe besteht primär darin, in der Welt nach Menschen oder deren Spuren zu suchen und sie mit Pokémon zu besiedeln. Letzteres geht nur, wenn ihr das jeweilige Habitat der Pokémon wiederherstellt, worauf wir später noch genauer eingehen werden. Echte Fortschritte erzielt ihr aber vor allem, wenn ihr eure gefundenen Freunde dann auch glücklich macht, indem ihr deren Wünsche nach mehr Wärme, mehr Licht, etwas zum Spielen oder auch nach einem Bett zum Ausruhen erfüllt. Angeleitet werdet ihr dabei von Professor Tangoloss, der als Tipp- und Auftraggeber, bisweilen aber auch als Begleiter und Helfer zum Einsatz kommt. Also ein bisschen wie Tom Nook und dessen Helfer Nepp und Schlepp in "Animal Crossing: New Horizons". Nur kann der Prof auch bestimmte Fundobjekte analysieren, über die ihr anfangs nicht selbst herstellbare Items oder auch Anleitungen erhaltet, um sie craften zu können.

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