Bauen, bis der Arzt kommt
Damit euch die Pokémon grundsätzlich an den gewünschten Ort folgen können, müsst ihr in den einzelnen Weltteilen zunächst manche Dinge vorbereiten. Oft reicht es schon, eingestürzte Brücken durch geeignete Bausteine zu flicken, was zwar durch das Setzen einzelner Klötze oder Stegteile nur Stück für Stück, aber dennoch relativ schnell und komfortabel erfolgt, wenn ihr ausreichend Baukram im Inventar habt. Für fussfaule Pokémon müsst ihr zunächst auch mal Hindernisse entfernen oder verschiedene Strassenbauteile oder Treppen einbauen, um nicht über irgendetwas hinwegklettern zu müssen. Ansonsten bleiben sie vor lauter Erschöpfung irgendwann stehen. Wir haben das zeitweise durchaus nur zweckmässig gemacht, ohne gross auf die Ästhetik zu achten. Doch wenn man schon dabei ist, macht man es am liebsten gleich hübsch, zumal ihr prinzipiell alle Freiheiten habt, eure Umgebung nach euren Vorstellungen zu gestalten. Manchmal muss man beim Bauen ein bisschen mehr nachdenken. Beispielsweise, wenn es in einem Gebiet darum geht, Laternen mit Strom zu versorgen. Das geht nur mit Strom produzierenden Windmühlen und Generatoren - und lediglich, wenn ihr Strommasten so anlegt, dass alles ordnungsgemäss per Kabel angeschlossen ist.

Gebaut werden darüber hinaus vor allem Gebäude, um den Pokémon und euch selbst eine bessere Behausung zu verschaffen oder um Zugriff auf das zu reparierende Pokémon-Center zu haben. Das funktioniert ähnlich in "Animal Crossing" mit Bau-Kits, die ihr in der Umgebung platziert. Hier könnt ihr sie aber auch erst mal aufstellen, selbst wenn noch etwas im Weg ist, was die Umsetzung des Baus verhindert, etwa ein Baum oder Erdreich. Dann ist das Bau-Kit zunächst rot umrandet. Ist alles frei, wird die rote Warnmarkierung aufgehoben. Ihr müsst dann nur noch zwei Dinge tun: die erforderlichen Materialien hinzufügen und Pokémon, die den Bau umsetzen sollen. Neben normalen Arbeiterposten, für die jedes Pokémon taugt, benötigt ihr im Übrigen Spezialisten. Bei einfachen Gebäuden ist das oft nur ein Bauleiter. Bei grösseren braucht ihr auch solche, die sich etwa auf Holzverarbeitung oder anderes verstehen. Schön dabei ist, dass nach dem Baubeginn tatsächlich etwas vor unseren Augen passiert. Zwar staubt es eigentlich nur, während die Pokémon gefühlt sinnlos auf die Baustelle einprügeln. Aber es herrscht eben kein Stillstand, zumal bei grösseren Gebäuden die Baustelle mit der Zeit sichtbar um ein Stockwerk nach dem anderen wächst. Etwas blöd finden wir hingegen, dass die Zeitangabe bis zur Fertigstellung recht ungenau ist. Für kleinere Gebäude, bei denen eine konkrete Echtwelt-Uhrzeit angegeben wird, gilt das nicht. Bei allem Grösseren, darunter mehrstöckige Häuser, in denen bis zu acht Pokémon gleichzeitig wohnen können, sieht das allerdings anders aus. Da steht dann zum Thema Fertigstellung "Morgen". Das bedeutet nicht etwa, dass der Bau um Mitternacht fertig ist, und auch nicht, dass es 24 Stunden nach Baubeginn der Fall wäre, sondern ohne Anhaltspunkt irgendetwas dazwischen. Korrigiert wird die "Morgen"-Angabe dabei indes auch am folgenden Tag nicht. Lediglich anhand der erreichten Höhe der Baustelle lässt sich grob abschätzen, wann das Ding fertig ist. Da ihr euch aber mit so vielen anderen Sachen die Zeit vertreiben könnt, in angrenzenden Gebieten weitermachen könnt usw., ist das nicht ganz so schlimm.
