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Portal 2

Portal 2 muss man einfach spielen

Test Guest getestet auf PlayStation 3

Portal ist zurück. Der Name ist Programm, das Spielprinzip denkbar einfach, die Ausführung filigran und der visuelle Stil einzigartig. Man soll das Pferd zwar nicht von hinten aufzäumen, darum eins nach dem anderen. Aber einleitend muss gesagt werden: Valve – wow!

Quietsch Flips Tröt... Langzeit-Entspannungsphase beendet

Die Story von "Portal 2" als «abgefahren» zu bezeichnen, wäre eine laue Begriffsverquasselung. Die Geschehnisse rund um den Konzern Aperture Science spielten bereits im ebenfalls neue Massstäbe setzenden Ego-Shooter Half-Life eine zentrale Rolle. Portal 1 gehörte mit in die Orange Box, war alles andere als ein Anhängsel, und kam mit dem einzigartigen Spielprinzip daher. Dazu gehört auch ein absolut eigener, aber auf jeden Fall charmanter und immer wieder für Lacher sorgender Humor – Valve live halt. «And as our data clearly shows, humans can't be trusted.» Jep. Hat was.

Die Spielfiguren, besonders natürlich die Robo-Helden, besitzen annähernd Pixar-hafte Qualitäten und man schliesst sie schnell ins Herz. Weathly, der halb zerschrottete Robo, der dich im Single-Player-Mode durch die Levels begleitet, schafft trotz oder vielleicht gerade aufgrund seiner lustigen Stimme und dem Wall-E-haften Groove (übrigens ein absolutes Must von einem Animationsfilm) eine einzigartige Atmosphäre.

Die Dame namens Chell, aus deren Perspektive du die Testkammern und Bereiche des gigantischen Gebäudes durchforstest im Single-Player-Modus, erinnert in Erscheinung und Anmutung etwas an Faith aus Mirror's Edge, dem nach wie vor spielenswerten Free-Running-Sci-Fi-Game von DICE.
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Screenshot
Portal Canon armed and ready**

Die Grundlage des Gameplays von "Portal 2" ist denkbar einfach: Du steuerst deine Spielfigur in der Ich-Perspektive durch Räume, und hast mit der Portalkanone an deinem Arm die Möglichkeit, auf bestimmten Oberflächen, Böden und an Decken zwei Portale zu öffnen. Gehst du durch das eine hindurch, kommst du durch das andere wieder hervor. Du kannst auch durch das eine Portal durchschauen oder etwas durchwerfen, und du siehst entsprechend was beim anderen Ausgang passiert, bzw. erscheint der Gegenstand auf der anderen Seite. Der Clou dabei ist natürlich, dass es nicht ganz so einfach ist, die jeweiligen Kammern zu absolvieren, bzw. erst überhaupt rauszufinden, wie man dabei vorgehen muss.

"Portal 2" ist also ein Puzzle-Ego-Shooter und in der Hinsicht weit und breit eine absolute Einzigartigkeit. Das Grundprinzip ist simpel und schnell erlernbar. Die Puzzles beginnen sehr simpel und einfach – werden aber sehr komplex und teils extrem schwierig im Verlauf des Spiels. Man muss die hinterste und letzte Gehirnwindungen aktivieren, um zu bestehen.

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