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Portal 2

Flutsch dir deine Welt – wie sie dir gefällt

Vorschau Benjamin Kratsch

"Du denkst jetzt in Portalen“ – das wohl grösste Kompliment für einen Gamer, der gerade das Ende des 2007 erschienen 3D-Knoblers "Portal“ erreicht und sich einen Knoten ins Hirn gedacht hat. Was ursprünglich mal von ein paar Studenten als Projektidee entwickelt wurde, machte Valve zur Mega-Marke. Der Nachfolger, so betont Chefautor Chet Faliszek soll sich anfühlen wie „nach Hause kommen“. "Wir werden nicht an den Grundfesten wackeln. Die Portalkanone bleibt weiterhin mit ihrer Gravity-Funktion die einzige Waffe – aber ihr dürft euch auf etliche neue Spielzeuge freuen“.

Wie, du kennst "Portal“ gar nicht? Wohl die letzten Jahre im Dschungelcamp verbracht?
Nun gut, wir wollen dich aufklären: Hier gibt’s keine Waffen. Keine Argumentationsverstärker Marke Ak 47, M4A1 oder Desert Eagle. Sondern wie Chet  bereits erklärt hat lediglich eine einzige Waffe, die Portalgun. Diese erschafft mit ihrem ersten Portal den Eingang zu einem Wurmloch und mit dem zweiten den Ausgang. Platzierst du beispielsweise das erste Portal über einem Selbstschussdroiden, wird der ins Wurmloch gesaugt und auf der anderen Seite wieder rausgefeuert. Und warum das Ganze? Weil Aperture Science, ein gewaltiger IT-Konzern und Hauptrivale von Black Mesa (die ihr vermutlich aus Half Life 2 kennt) seine Technologie testen will. Wie leistungsfähig ist ein Droide? Kann er in einem Meer aus todbringende Laserbarrieren, Selbtschussanlagen, giftiger Säure und fieser Pressen überleben?

Zeit für neue Helden

Um diese Frage zu beantworten stürzen wir uns auf Electronic Arts Mega-Event in München zusammen mit einem Kollegen ins Koop-Abenteuer. Und damit Bühne frei für die wohl knuffigsten Charaktere, die ein Spiel je gesehen hat. Da wäre zum einen Atlas, ein kleiner rundlicher, aber dennoch ziemlich agiler Robo, der leicht der kleine Bruder von R2D2 sein könnte. Sein bester Kumpel wird schnell C3P0 – pardon, wir sind hier ja gar nicht auf der Skywalker-Ranch. Sein bester Kumpel wird also P-Body, ein schlaksiger Roboter, der durch sein Faible sich in Gefahren zu manövrieren eben schon ein bisschen an den Protokolldroiden aus "Star Wars“ erinnert. Die  beiden sind einfach herrlich getroffen und überzeugen mit irrwitzig klischeehaften Animationen. Mit ausgezogenem Arm um die Ecke linsen? Check. Weil kein Schalldämpfer in der Nähe ist, einfach mal eine Spritze an das Armgestell schrauben? Check.  Solid Snake aus dem PS3-Meisterwerk "Metal Gear Solid 4: Gun’s of Patriots“ lässt grüssen.

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Neue Tools im Spielzeugkasten**

Zur Story möchte Chet nicht allzu viel verraten, nur dass sich wieder alles um das Aperture Science Laboratory dreht. Und das die Geschichte von Supercomputer GlaDoS weitererzählt wird. Die wurde im ersten Teil besiegt, hat aber ihren Prozessor retten können und bringt das inzwischen verwahrloste Labor wieder auf Vordermann, um weitere Experimente durchzuführen. „Fans der Serie dürfen sich auf jeden Fall auf den augenzwinkernden Humor von GlaDoS freuen“, verspricht Valve-Mann Chet. "Und werden erleben, wie die gesamte Einrichtung nach und nach zu neuem Leben erwacht. Wie sich beispielsweise Decken computergesteuert zusammenfügen und neue Verteidigungsanlagen installiert werden.“ Um die zu überleben, darfst du auf neue nützliche Hilfsmittel zurückgreifen. Da wären etwa lange Röhren, die in den einzelnen Abschnitten Gegenstände jeder Art transportieren. Diese Dinger kannst du nutzen, um durch die Gegend zu schweben oder um nervige Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Mittels geschickt gesetzten Portalen wird der Verlauf dieser Transportflüsse geändert.

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