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Acer Predator Orion 9000 - Test

Ein PC-Tower mit richtig Power!

Hardware: Test Video Beat Küttel

Der Gaming-PC-Markt ist ein heiss umkämpftes Schlachtfeld. Während Puristen die Nase rümpfen und ihre Maschine lieber selber zusammenbauen, wählen viele technisch weniger versierte Gamer den bequemeren Weg und kaufen einen Komplett-PC. Und von diesem Zocker-Kuchen will sich auch Acer mit seinem High-End-Produkt “Predator Orion 9000” ein möglichst grosses Stück abschneiden. Wir durften den in verschiedenen Ausführungen erhältlichen Boliden zwei Wochen lang testen und sind beeindruckt. Doch wie sieht es mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis aus? Gibt es irgendwelche Schwachstellen oder Bottlenecks? In unserem Test verraten wir euch, weshalb Acers Flaggschiff ganz oben mitspielt, aber doch nicht für jedermann ist.

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Den ersten Eindruck macht der “Orion 9000” schon bei seiner Ankunft. Noch selten haben wir ein derart riesiges Paket erhalten. Doch es zählen natürlich, wie überall im Leben, die inneren Werte, und so machen wir uns ans Auspacken des angekündigten Power-PCs. Zum Vorschein kommt ein 20-Kilo-Biest welches im zeitgemässen futuristischen Look und ganz in schwarz daherkommt. Optisch sehr auffällig neben der aussergewöhnlichen Grösse sind vor allem noch die beiden Haltegriffe an der Oberseite sowie die Rollen an der Rückseite. Ja, richtig gelesen, der “Orion 9000” hat Rollen. Dies macht ihn zumindest auf kurzen Strecken halbwegs mobil, doch bei den meisten wird er wohl nach einmaligem platzieren an Ort und Stelle bleiben. Doch kommen wir zu den wirklich wichtigen Themen, entfernen die transparente Plexiglas-Seitenscheibe und wagen einen Blick ins (beim Betrieb bunt erleuchtete) Innenleben.

Power und High-End wohin das Auge reicht

Vom “Acer Orion 9000” gibt es mehrere Ausführungen, von denen soweit wir ausmachen konnten, aber nicht alle im Schweizer Handel erhältlich sind. Wir beschränken uns in diesem Teil auf das von uns getestete Modell, und gehen dann im Fazit auf verschiedene Ausführungen sowie Preise ein.

Etwas vom ersten, worauf man als Gamer natürlich achtet, ist die Grafikkarte. Und bereits hier enttäuscht der Acer-Bolide nicht, denn er ist mit einer Nvidia GeForce GTX 1080 Ti ausgestattet, welche satte 11 GB pfeilschnellen GDDR5X-RAM mitbringt. Diese ist derzeit weithin als König der Gaming-Grafikkarten anerkannt. Zwar bietet etwa eine Titan X nochmals mehr Power, doch das Plus an Leistung steht dort in keinem Verhältnis zum viel höheren Preis. Kurzum, die 1080 Ti ist für ambitionierte Gamer eine sehr gute Wahl, gerade auch in Anbetracht der immer stärkeren Verbreitung von Monitoren mit 4K-Auflösung, die natürlich entsprechend befeuert werden wollen.

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Ebenfalls sehr wichtig ist natürlich der Hauptprozessor, denn wenn CPU und GPU nicht auf Augenhöhe sind, verpuffen Leistungsreserven oft mehr oder weniger ungenutzt, weil einer der Prozessoren dem anderen hinterherhinkt. Doch auch hier können wir mehr als nur Entwarnung geben, denn mit dem aktuellen High-End-Hauptprozessor i9 7900X seid ihr hier ebenfalls absolut auf der (zukunfts)sicheren Seite. Der Intel-Zehnkerner gehört derzeit zur absoluten Spitze und ist mit so ziemlich allen modernen Wassern gewaschen. Zwar hat das (wie auch bei der Grafikkarte) seinen Preis, doch dazu später mehr. Wenn man sich in Sachen Prozessoren schon so ins Zeug gelegt hat, will man natürlich nicht plötzlich beim Arbeitsspeicher knausern. Entsprechend finden sich insgesamt 32 GB DDR4-RAM im “Orion 9000”. Und wer die Ausmasse des futuristischen Gehäuses gesehen hat, der weiss, dass hier ausreichend Platz für allfälliges Aufrüsten ist. So besteht genug Platz für maximal 4 Grafikkarten, und auch in Sachen RAM ist mit 8 Steckplätzen gut vorgesorgt. Neben der ebenfalls üppigen Ausstattung mit Speicherplatz, nämlich einem 2 TB plus zusätzlich 512 GB SSD wäre auch hier wieder Platz, um noch weiter aufzurüsten. Bewerkstelligen lässt sich das alles recht einfach, das Seitenfenster ist mit wenigen Handgriffen entfernt und gewährt euch Zugriff auf das Innenleben des Acer-Flaggschiffs.

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Ganz besonders stolz ist man bei Acer auch auf das Belüftungskonzept, welches trotz viel Raum für Abwärme bei so einer Maschine natürlich ein wichtiges Thema ist. Da wären einerseits die insgesamt 5 Lüfter (2 an der Vorderseite, 2 oben, 1 hinten), die im “Predator Orion 9000” werkeln und ebenfalls toll ins Beleuchtungskonzept integriert sind. Diese blasen aber nicht einfach wild in der Gegend rum, sondern es gibt ein ausgeklügeltes 4-Zonen-System, um die Wärmeleitung optimal zu steuern. So ist etwa das Netzteil in einem eigenen Casing, welches dann auch die Wärme entsprechend in die vorgesehene Richtung ableitet. Ergänzt wird das Ganze dann durch die Cooler Master Wasserkühlung, welche ebenfalls das ihre dazu beiträgt, dass euer PC auch bei der heissesten Action cool bleibt. Und tatsächlich, das Gesamtkonzept aus Zonen-Einteilung, Lüftung und Kühlung funktioniert, und die Lüfter haben in unserem Test entsprechend auch nur unter 4K-Höchstlast wirklich hochtourig gedreht. Und damit wären wir schon beim nächsten Thema, nämlich dem Test unter Live-Bedingungen.

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