Project Motor Racing - Kolumne

Die Rennspiel-Kontroverse: Zu viel Hype, zu wenig Zeit?

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Kein Test, aber zumindest eine Meinung: Warum sich an "Project Motor Racing" zum Start die Geister scheiden und GAMES.CH (noch) keinen Test zum Rennspiel bringt.

Falls ihr an dieser Stelle einen ausführlichen Test zu "Project Motor Racing" erwartet, müssen wir euch enttäuschen. Nach etlichen Stunden mit GIANTS Softwares Rennsport-Simulation und etlichen Gesprächen haben wir uns gegen eine klassische Rezension samt Wertung entschieden.

Der Grund: "Project Motor Racing" ist in der aktuellen Version 1.4 schlicht unfertig. Und damit meinen wir nicht den sehr geringen Spielumfang, sondern eine ganze Fülle von Problemen, Fehlern und Ärgernissen, die einem die Freude an dem Racing-Game schlicht gehörig verhageln können.

Gute Ansätze sind da

Tatsächlich möchten wir diesen Artikel aber mit den positiven Aspekten von "Project Motor Racing" starten. GIANTS Software und Entwickler Straight4 Studios haben sich auf die Fahne geschrieben, eine waschechte Rennsimulation auf die Beine zu stellen. Und das ist auch gelungen. Mit 70 Autos verteilt über 13 Klassen und 28 Strecken ist die Auswahl nicht üppig, aber zum Start durchaus okay. Das technische Grundgerüst ist nicht spektakulär, jedoch zumindest auf der Strecke sieht das Spiel ordentlich aus. Allerdings kämpft das Programm im Test auf der PlayStation 5 mit Performance-Problemen. Gerade bei nächtlichen Regenrennen kann die Bildrate leiden.

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Fahrgefühl und Steuerung sind gelungen - und wenig verwunderlich ist ein Lenkrad dem Gamepad als Controller vorzuziehen. So merken wir deutlich, wenn die Reifen noch nicht richtig warmgefahren sind. Auch unterscheiden sich die Boliden spürbar voneinander. Es macht also einen gewaltigen Unterschied, ob wir in einem Ford Mustang GT4 2024 oder in einem Audi R8 LM900 sitzen. Kalte oder verunreinigte Reifen haben einen klaren Einfluss auf die Bodenhaftung. Kleine Fahrfehler etwa beim Abbremsen sind ebenso spürbar wie das Deaktivieren der wenigen Hilfen, etwa der Traktionskontrolle. "Project Motor Racing" fährt sich gut - und das macht uns Hoffnung.

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Zugleich müsst ihr an dieser Stelle Abstriche bei der Präsentation machen. Erwartet keine TV-Atmosphäre wie beispielsweise in "EA Sports F1 25". Einen konstanten Boxenfunk oder Audio-Kommentar gibt es nicht, die Atmosphäre leidet auch unter fehlenden Zuschauerreaktionen oder einer wenig dynamischen Welt abseits der Strecke. In der Karriere klickt ihr euch über weite Strecken durch langweilige Textkästen. Von der Liebe zum Auto, wie sie etwa "Gran Turismo" ausstrahlt, ist "Project Motor Racing" leider sehr weit entfernt.

Für GIANTS Software und Entwickler Straight4 Studios liegt die Wahrheit eindeutig auf der Strasse. Und dieser Ansatz gelingt zumindest halbwegs. An der Stelle möchten wir aber auch festhalten, dass es hier ebenfalls Probleme gibt: Bei Crashes hört man zum Beispiel keinen Sound. Darüber hinaus ist das Schadensmodell zu unberechenbar.

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