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HyperX Pulsefire Core - Hardware-Test

50-Franken-Gaming-Maus: Schnäppchen oder Schnapsidee?

Hardware: Test Beat Küttel

100 Franken und mehr für eine Maus ausgeben? Heutzutage absolut kein Problem mehr. Doch was, wenn man nicht so viel ausgeben kann oder will, und sich dennoch eine gute, neue Gaming-Maus zulegen möchte? Genau hier sieht HyperX eine Marktlücke, und möchte diese unter anderem mit seiner “Pulsefire Core” füllen. Weniger High-End-Features und Spielereien, dafür ein fairer Preis und ein rundes Gesamtpaket. Geht dieser Plan auf, oder ist die “Pulsefire Core” aus Gamer-Sicht nicht viel mehr als Plastikschrott? Wir konnten den digitalen Nager eingehend testen und verraten es euch.

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Bei HyperX handelt es sich um einen derzeit noch eher unbekannte Marke, hinter der aber ein durchaus bekannter Name steht: Kingston. Doch kann die Firma, die sich vor allem einen Namen als Hersteller von Speicherkarten gemacht hat, auch überzeugen, wenn es um Gaming-Peripherie geht? Wir werden es bald herausfinden.

Warum teuer, wenn es auch günstig geht?

Was macht heutige Gaming-Mäuse oftmals überhaupt so teuer? Wie so oft im Leben sind es auch hier mehrere Faktoren, die zusammenspielen. Einerseits zahlt man sicher vielerorts für den Namen schon mal ein bisschen extra. Andererseits wird aber in Gaming-Mäusen auch immer präzisere und bessere Technik auf kleinem Raum verbaut. Und da neben Performance und Ergonomie eben auch die Optik überzeugen soll, fliessen auch dort oftmals Mittel ein, etwa um eine aufwendige Beleuchtung der Maus oder eine edel erscheinende Verschalung zu ermöglichen.

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Die gute Nachricht: Auch wenn die “Pulsefire Core” nicht beim grossen Wettrüsten mitmacht, muss man nicht gänzlich auf die eben erwähnten Vorzüge verzichten. Doch schön der Reihe nach. Beim Auspacken der kabelgebundenen Maus, fällt einem jedenfalls nicht auf, dass hier irgendetwas minderwertig sein soll. Die Maus mit ihren insgesamt 7 Tasten sieht zwar sehr schlicht, aber dennoch stylisch aus, und auch in Sachen Verarbeitung scheint alles in Ordnung zu sein. Nachdem auch der erste Funktionstest gelungen ist, und die (optionale) Software heruntergeladen wurde, widmen wir uns aber noch kurz den technischen Eckpunkten, bevor wir uns die Alltags- und Gaming-Tauglichkeit des Nagers näher anschauen. Ein gerne aufgeführter Wert ist jeweils die DPI-Zahl, welche angibt, wie genau die Lasermaus ihre Unterlage abmisst. Die “Pulsefire Core” bietet hier bis zu 6’200 DPI. Das ist angesichts von Spitzenwerten von weit jenseits der 10’000 bei anderen Mäusen zwar auf den ersten Blick ein Rückschlag. Doch in der Praxis dürfte das für die meisten Benutzer keine oder wirklich nur eine ganz kleine Rolle spielen, denn diese hohen DPI-Zahlen bringen zwar einen theoretischen technischen Vorsprung, doch in der Praxis ist eine derart hohe Genauigkeit kaum spürbar für die allermeisten Spieler. Der nächste positive Punkt lässt sich bei den Tasten verzeichnen. Die verwendeten Omron-Switches sorgen für ein gutes Klickgefühl, und sind für 20 Millionen Klicks zertifziert, sollten also für die nächsten paar Jahre locker halten. Was ebenfalls auffällt, ist das mit 87 Gramm niedrige Gewicht. Das ist eine ziemliche Umstellung, wenn man wie wir von eher wuchtigen, schweren Mäusen her kommt. Je nach Vorliebe kann bei so einem Leichtgewicht auch mal der Eindruck von mangelnder Wertigkeit entstehen, frei nach dem Motto “was nichts wiegt, ist auch nichts wert”. Doch wie gesagt stimmt das absolut nicht, aber es muss natürlich jeder für sich entscheiden, ob man nicht lieber etwas schwereres in den Händen hat. Für uns war es eine Umgewöhnung, doch nach ein, zwei Tagen mit der “Pulsefire Core” fühlte sich auch das Gewicht ganz natürlich an.

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