Läuft per XInput-Emulator auch mit aktuellen Windows-Games
Schliesst man den THE QUICKSHOT II über das integrierte USB-Kabel an einen Windows-PC an, wird er dort umgehend als DirectInput-Gerät erkannt, taucht in der Geräteübersicht unter dem Namen "THEQuickshotII" auf und ist betriebsbereit - zumindest in der Theorie. In der Praxis funktioniert der Stick jedoch anfangs oft nicht, da viele aktuelle Windows-Spiele nach Eingabegeräten suchen, die mit der XInput-Schnittstelle kompatibel sind. Da der THE QUICKSHOT II jedoch nur DirectInput unterstützt, muss ein entsprechender Emulator her.

Ein sehr zuverlässiges Tool für diese Herausforderung ist der kostenfrei erhältliche "Xbox 360 Controller Emulator", zu finden unter diesem Link. Einmal installiert, muss man nur noch die Tasten zuordnen, und schon kann es losgehen. Wir testeten das Ganze unter anderem mit der via Epic Games installierten "Castlevania Anniversary Collection" und konnten nach einer kurzen Eingewöhnung problemlos auf Vampirjagd gehen.
Mit vergleichsweise wenig Aufwand lässt sich der THE QUICKSHOT II zudem zu einer Zusammenarbeit mit Steam überreden. Dazu wechselt man innerhalb von Steam zunächst ins Menü "Einstellungen", von dort zum Menüpunkt "Controller" und klickt dann auf "Begin Setup". Im Anschluss fragt Steam alle Tasten eines regulären Gamepads nacheinander ab, und man muss nur noch die entsprechende Taste auf dem THE QUICKSHOT II drücken. Da hier lediglich acht Tasten zur Verfügung stehen, kann man natürlich kein komplettes Xbox-Gamepad emulieren. Alle erfolgreich zugewiesenen Tasten können aber trotzdem im entsprechenden Spiel genutzt werden.
Fazit
Wer den Quickshot schon damals ins Herz geschlossen hat, wird auch mit der Neuauflage zufrieden sein. Das Mikroschalter-Upgrade für die Feuertasten gefällt, die Autofeuer-Funktion tut, was sie soll, die erhöhte Kabellänge ergibt Sinn, die leicht angepassten Saugnäpfe sorgen auf glatten, geraden Oberflächen für einen guten Halt, und der Preis von ca. 35 CHF geht in Ordnung. Dank der sechs zusätzlichen Funktionstasten nahe der Basis lässt sich der Stick nun auch für viele moderne (Retro-)Spiele nutzen, die keine Analogsticks erfordern.

Schade nur, dass nicht bereits ab Werk die XInput-Schnittstelle unterstützt wird und man ausserhalb von Steam den Umweg über einen Controller-Emulator gehen muss - den der Hersteller aber nicht explizit erwähnt und erklärt. Nutzt man den Controller an einer der vielen Mini-Konsolen von Retro Games, ist dagegen meist Plug & Play angesagt. Der grösste Wermutstropfen bleibt die Tatsache, dass die eingeblendeten Tasten im Interface besagter Geräte noch nicht optimal an das Tastenlayout des THE QUICKSHOT II angepasst wurden. Mit etwas Glück ändert sich das jedoch noch mit zukünftigen Firmware-Updates der Retro-Konsolen.
Positiv
- Sechs zusätzliche Funktionstasten erhöhen die Zahl der kompatiblen Spiele
- Kabel länger als beim Original
- Feuertasten haben jetzt Mikroschalter, ebenso wie die Richtungsabfrage des Joysticks
- Auch an allen Mini-Konsolen von Retro Games nutzbar
- Solide Saugfüsse auf der Unterseite
- Praktische Autofeuer-Schalter
- Sieht fast genau so aus wie das Original
Negativ
- XInput-Schnittstelle wird nur via Emulator unterstützt, was unter Windows zusätzlichen Konfigurationsaufwand verursacht
- Gesamtkonstruktion weiterhin nur aus Plastik
- Interface der Mini-Konsolen von Retro Games erkennt noch nicht, dass ein THE QUICKSHOT II angeschlossen ist, und passt Interface-Symbole daher auch nicht entsprechend an
- Staub ist auf dem Material schnell zu erkennen