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Quiplash 2 - Test / Review

Der kommt zur rechten Zeit

Test Video Alain Jollat getestet auf PlayStation 4

Es soll nicht zynisch wirken, wenn wir behaupten, dass die eingedeutschte Version von "Quiplash 2" genau zur richtigen Zeit kommt. Während wir wegen der sozialen Distanzierung unseren Liebsten, Freunden und Bekannten physisch nicht mehr so nahe wie früher sein dürfen, könnte uns der neueste Titel von Jackbox Games immerhin auf Distanz zusammen ein paar vergnügliche Momente schenken. In unserem Test hat das Spiel zumindest für viele Lacher gesorgt.

Ein alter Bekannter, endlich auch auf Deutsch

Jene Spieler, die keine Probleme mit der englischen Sprache haben, sind vermutlich bereits auf eines der Partyspiele von Jackbox Games gestossen. Unter dem Namen "Jackbox Party Games" haben die Entwickler mittlerweile bereits sechs Spielesammlungen veröffentlicht. Jede enthält kurze und kurzweilige Partyspiele, die man zusammen mit Freunden spielen kann. Alle, die mitspielen wollen, benötigen einzig ein Smartphone - nur einer der Spieler muss effektiv im Besitz des Spiels sein. Alle anderen können sich via jackbox.tv einklinken. Das bedingt dann aber auch, dass entweder alle vor demselben PC oder TV sitzen und das Spiel sehen - oder dass der Besitzer des Titels das Ganze online streamt.

So weit zum generellen Spielprinzip der Jackbox-Partyspiele. Schauen wir uns nun aber "Quiplash 2" genauer an. Das Spielprinzip selbst hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Zuerst als Standalone-Version und später in einer XL-Version als Teil des zweiten Party-Packs, existierte das Spiel bisher nur auf Englisch. Die InterLASHinal-Version ändert das nun aber glücklicherweise (und entspricht genau genommen "Quiplash 2" aus dem dritten Party-Pack). Ja, irgendwie etwas verwirrend.

Hauptsache witzig

Drei bis acht Spieler beantworten in diesem Spiel absurde, witzige und manchmal etwas seltsame Fragen. Diese reichen von "Welche Zutat erhält man in einem Döner nie, obwohl man 'mit alles' bestellt hat?" über "Wie lautet ein besserer Name für das Neue Testament?" bis hin zu "Diese Verhütungsmethode ist bei Hipstern gerade sehr angesagt.". In den ersten zwei Runden erhalten alle Spieler zwei dieser Fragen, wobei dieselbe Frage immer nur von zwei Teilnehmern beantwortet werden muss. Sobald alle Spieler eine möglichst witzige Antwort gegeben haben, beginnt der zweite Teil einer Runde: das Bewerten der Antworten.

Screenshot

Die Fragen werden nun einzeln vorgelesen und die beiden Antworten präsentiert - jedoch ohne zu verraten, wer welche Antwort gegeben hat. Via Smartphone können nun alle übrigen Spieler für ihre Lieblingsantwort stimmen. Die Antwort mit den meisten Stimmen erhält die meisten Punkte und eine Siegerprämie.

In der dritten Runde erhalten alle Teilnehmer dieselbe "Frage". Dabei müssen sie beispielsweise in einem Comic eine leere Sprechblase füllen, ein Wort oder Satz zu einem vorgegebenen Akronym erfinden oder zu einem Thema ein Wort eingeben, das eine gewisse Vorgabe erfüllt, beispielsweise ein Filmtitel mit dem Wort "Möpse". Je nach Anzahl Mitspieler wählt man dann seine zwei bis drei Favoriten. Das wird wiederum erneut in Punkte umgewandelt - und wer dann die meisten davon sammeln konnte, gewinnt das Spiel. Wie bei Partyspielen üblich, ist das im Endeffekt ziemlich egal. Schliesslich geht es um die Lacher während der Partien. Gewinnen ist da eher Nebensache. Der Weg ist ja das Ziel.

Der grosse Teil der Fragen sind Übersetzungen des englischsprachigen Originals, allerdings sind 100 speziell deutsche Fragen dazugekommen. Die sorgen hierzulande nur mässig für Begeisterung ("Welche neue Form soll die Bundeskanzlerin mit ihren Händen statt der Raute lieber formen?") - da es aber kein Wissensspiel ist, tut dies dem Spielspass keinen Abbruch.

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