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Rage 2 - Vorschau

Brutal-rasantes Actionfeuerwerk

Vorschau Video Benjamin Braun

Mit dem Vorgänger zum postapkalyptischem Shooter bekleckerte sich Bethesda im Jahr 2011 nicht unbedingt mit Ruhm. Der Nachfolger entsteht nun bei den Avalanche Studios – und die Macher von „Mad Max“ und „Just Cause“ beweisen bereits Monate vor dem Release mit wuchtig-schnellen Kämpfen und fetter Kulisse, weshalb sie zurecht den Ruf als Experten für Open-World-Actionspiele haben.

Shooter, Fun Racer, RPG, Open-World-Spiel – „Rage“ vermischte im Jahr 2011 viele verschiedene Elemente zu einem interessanten Actioncocktail. Am Ende blieben aber nicht zuletzt auch die technischen Probleme des Titels in den Köpfen der Spieler zurück. Knapp acht Jahre erscheint im Frühjahr 2019 der Nachfolger „Rage 2“. Entwickelt wird der Open-World-Shooter aber nicht mehr von id Software selbst, die derzeit fleissig an „Doom: Eternal“ werkeln. Stattdessen tritt für das Sequel das schwedische Studio Avalanche ein und nutzt zur Umsetzung die hauseigene Apex Engine, die sich in „Just Cause 3“ genauso bewährt hat wie in „Mad Max“. Während „Rage 2“ an die Grundprämissen des Vorgängers anknüpfen wird, will das Spiel auch manches anders und vieles besser machen. Überzeugen konnten wir uns im Selbstversuch bereits von den Qualitäten der Shooter-Mechanik, denen wir uns schwerpunktmässig im Folgenden sowie in unserem Preview-Video widmen möchten.

Ein fahrender Walker

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Über die Handlung von „Rage 2“ hat Publisher Bethesda bislang noch nicht allzu viel verraten. Klar ist, dass sich die Geschichte um die Figur Walker drehen wird und wohl eine persönlichere Note aufweist. Schliesslich soll Walker nicht stumm sein bleiben, was NPC-Begegnungen in der Welt deutlich verändern könnte. Walker erwacht jedenfalls rund 30 Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers aus dem Kälteschlaf und muss sich irgendwie in der Postapokalypse zurechtfinden. Verschiedene verfeindete Fraktionen kämpfen darin um die Vorherrschaft und herumlungernde Banditen würden Walker wohl für eine Flasche Wasser die Kehle durchschneiden. Dass ihr euch im Laufe des Abenteuer mit den genannten Fraktionen auseinandersetzen müsst, euch ihnen womöglich auch anschliessen könnt, ist zu vermuten. Details dazu muss man allerdings noch abwarten, etwa ob die Geschichte im Kern linear verläuft oder auch Entscheidungen bietet, die den Handlungsablauf deutlich beeinflusst.

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Trotz des grossen Zeitabstands werdet ihr auch dem einen oder anderen aus Teil 1 bekannten Charakter wiederbegegnen, ansonsten soll sich die Welt und ihre Bewohner aber stark vom Vorgänger unterscheiden. Gab es dort nämlich nur fast ausschliesslich triste Wüstengebiete, hat Bethesda bereits einen dschungelartigen Wald gezeigt, der Abwechslung im Vergleich zur visuellen Monotonie des ersten „Rage“ andeutet – und das soll nicht der einzige 'Farbklecks' in „Rage 2“ sein. Aber nicht nur in diesem Punkt unterscheidet sich das Design der Spielwelt. Denn während der Vorgänger noch aus mehreren Ladezonen bestand, soll „Rage 2“ aus einer einzigen, zusammenhängenden Landmasse bestehen. Auch Gebäude wie eine Forschungsstation, in der wir selbst in der Demoversion massenweise Banditen niedermähen niedermähen, betreten wir nahtlos aus der Open World heraus.

Theoretisch erkundet ihr die Welt auch komplett zu Fuss. Zumeist aber werdet ihr euch hinter das Steuer von Wüstenbuggys und anderen Fahrzeugen klemmen. Wie und in welcher Form die genau verbessert werden können, bleibt abzuwarten. Neue Waffen und Fähigkeiten für Walker soll man aber vor allem über Missionen verdienen, bei Händlern erwerben, aber wohl auch upgraden können. Da es keine Erfahrungspunkte oder Stufenaufstiege gibt und wir schon im Demogebiet hier und dort kleinere Mengen an Ressourcen sammeln, läuft es wohl eher auf Crafting- und Handlungsoptionen hinaus.

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