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Rainbow Six: Siege - Hands-on

Closed Alpha-Test: Angriff auf Air Force One

Vorschau Benjamin Kratsch

Schüsse fallen, Rauch steigt auf, es sind Szenen wie in „Air Force One“, einem meiner Lieblings-Actionfilme mit Harrison Ford als US-Präsident. Doch nicht Hollywood führt hier gerade Regie, sondern ich mit neun anderen Spielern. Und zwar in der Closed Alpha von „Rainbow Six: Siege“, die seit einigen Tagen auf dem PC läuft und für die ihr euch unbedingt bewerben solltet. Denn „Siege“ ist anders als alles, was ich in den letzten Jahren gespielt habe. „Ghost Recon: Future Soldier“ hatte sehr coole Gadgets und viele schöne taktische Ideen, war letztlich aber sehr stringent. Vorher gab es "Rainbow Six: Vegas", das inszenatorisch und grafisch für damalige Verhältnisse richtig edel war, aber spielerisch etwas arg auf die „Call of Duty“-Run-and-Gun-Methodik zurückgriff. „Rainbow Six: Siege“ fühlt sich jetzt fast schon ein bisschen old-school an, im positiven Sinne.

Screenshot

In den letzten Tagen fühlte ich mich zurückversetzt in die guten alten Zeiten von „S.W.A.T“ oder den alten „Rainbow Six“-Teilen. Als schwer bewaffnete Terroristen durch die US-Präsidentenmaschine marodieren, Secret Service und Angestellte töten sowie den Präsident als Geisel nehmen, wird die Eliteeinheit Raven Shield eingeflogen. Doch während wir in den meisten Titeln dieser Natur selbst mit hochgerüsteten Taktik-Kommandos spielen, sind die Gegner meist wenig strategisch geschult und lassen sich leicht abknallen. Es wurde also Zeit das ganze Szenario in den Multiplayer zu verfrachten, wo jeweils sechs Polizisten der Task Force Raven Shield gegen sechs Terroristen der Vereinigung Rogue Spear antreten. Den grossen Unterschied macht das Equipment, denn „Rainbow Six: Siege“ ist sehr auf die Kontrolle von Räumen ausgelegt. Um diesen taktischen Anspruch zu festigen, hat jedes Team in der Vorbereitungsphase Zeit um mit mobilen, ausfahrbaren Holzwänden Gänge zu verbarrikadieren oder Sender aufzustellen, die die Polizei-Kommunikation stören.

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