Razer trifft Pokémon - und wir haben getestet, ob die farbenfrohen Sondereditionen mehr sind als nur Fanservice. Wie schlagen sich die Razer Cobra und das Gigantus V2 XXL im Gengar-Look im Gaming-Alltag?

Die Zeiten, in denen PC-Peripherie schwarz und langweilig daherkam, sind schon länger vorbei. Denn ganz egal ob schicke LED-Beleuchtung oder mit speziellen Designs versehene Geräte: Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Razer veröffentlicht seine Einsteiger-Maus Cobra nun in verschiedenen Editionen für Pokémon-Fans. Wir knöpften uns die im stylish dunklen Violett gehaltene Gengar-Edition vor. Wer es lieber ein wenig bunter mag, greift zur klassischen Pokémon-Edition in Gelb.
Das steckt drin!
Die Razer Cobra kommt in einem passend gebrandeten Pappschuber daher - Pokémon-Fans freuen sich hier natürlich über den gewaltigen Wiedererkennungswert. Im Inneren der Kiste wartet schliesslich die kabelgebundene Maus auf euch. Wichtig: Die Razer Cobra benötigt einen USB-A-Anschluss, ein USB-C-Adapter liegt nicht bei. Die Razer Cobra kostet in der Pokémon-Gengar-Edition aktuell zwischen 60 und 70 CHF.
Beim Razer Gigantus V2 gibt es ebenfalls keine Überraschungen. Wir haben das XXL-Modell in der Gengar-Edition erhalten - es befindet sich ebenfalls in der Verpackung. Der Preis für die XXL-Version liegt derzeit bei etwa 60 CHF.
Leicht, schnell und gut verbaut!
"Meine Güte, ist die leicht", lautete unsere erste Reaktion, als wir die Razer Cobra das erste Mal in der Hand hatten. Die Maus wiegt gerade mal 58 g und damit in etwa so viel wie ein normal grosser Schokoweihnachtsmann. Ebenfalls erwähnenswert: das lobenswert lange und obendrein mit Stoff ummantelte Speedflex-Kabel.

Überhaupt fällt das Eingabegerät mit seinen schmalen Abmessungen (119,6 mm Länge, 62,5 mm Breite und 38,1 mm Höhe) auf. Extravaganzen wie etwa Seitenruder oder andere Bedienelemente gibt es hier nicht. Die schlanke Razer Cobra lässt sich gut greifen und ist gerade für Menschen mit etwas kleineren Händen ausgezeichnet geeignet. Wer dagegen kräftigerer Natur ist, sollte die Maus vor dem Kauf definitiv testen.
Die Installation dauert dank USB-Funktionalität nur wenige Sekunden: einstecken, kurz abwarten und loslegen. Wir empfehlen an dieser Stelle auch den Einsatz der Razer-Synapse-Software, damit ihr auf alle Features zurückgreifen könnt. In Sachen Ausstattung kann sich die Razer Cobra sehen lassen: Insgesamt gibt es sechs verbaute Tasten. Da wären natürlich zunächst die beiden Haupt-Buttons. Der Hersteller verbaut hier optische Maus-Switches der dritten Generation, die mit über 90 Millionen Klicks selbst härtesten Ansprüchen gerecht werden sollen.
Die Switches bringen Vor- und Nachteile mit. Auf der einen Seite sind die Druckpunkte sehr direkt und schnell. Das ist natürlich für schnelle Actionspiele wie "Battlefield 6" oder "Fortnite" optimal. Hier zählt wirklich jede Millisekunde. Wer allerdings lieber gemütliche Titel wie "Anno 117: Pax Romana" zockt oder die Razer Cobra mit ins Büro nehmen möchte, stört sich womöglich an dem relativ lauten Klick-Geräusch. Hinzu kommen zwei Buttons an der Seite sowie ein Mausrad und eine Shortcut-Taste zwischen den Hauptschaltern.

Der zweite für Gamer besonders relevante Aspekt ist der Sensor: Die Cobra nutzt einen optischen Sensor mit bis zu 8'500 dpi, einstellbar in 50-dpi-Schritten. Laut Hersteller sorgt eine verbesserte Sensorversion für einen geringeren Lift-off und eine feinere Anpassung, was den Sensor auch für präzises Aiming und feine Mausbewegungen geeignet macht. Im Praxistest agierte er sehr zuverlässig - sowohl bei schnellen Bewegungen in Shootern als auch bei genauem Zielen in MOBA- oder Strategie-Spielen.
Darüber hinaus schlittert die Maus auf PTFE-Füssen, was für ein sanftes und gleichmässiges Gleiten sorgt. Zur Ausstattung gehört ausserdem eine Chroma-RGB-Unterbodenbeleuchtung mit Gradient-Underglow und Logo-Beleuchtung. Sie lassen sich individuell über die Software Razer Synapse 3 anpassen. Das Programm erlaubt auch Makros, dpi-Änderungen, Tastenbelegungen und das Speichern eines Profils direkt im Onboard-Speicher der Maus. Praktisch, wenn man sie an mehreren Rechnern nutzt.