Kompromisslos, schnell und hochwertig: Die Razer Huntsman V3 Pro 8KHz ist keine Tastatur-Allzweckwaffe, sondern ein auf ambitionierte Gamer zugeschnittenes Eingabegerät. Im Test zeigt sie viele Stärken und kaum Schwächen!

Vor einem Jahr präsentierten wir euch die Razer Huntsman V3 Pro im Test - und waren begeistert: "Die Huntsman ist eine gleichermassen flexible wie hochwertige Tastatur und genügt sogar höchsten Gamer-Ansprüchen", lautete damals das Fazit. Denn gerade wer wirklich das Maximum aus den eigenen Fähigkeiten bei Spielen wie "Fortnite", "Counter-Strike" oder aktuell "Battlefield 6" und "Call of Duty: Black Ops 7" herausholen möchte, findet mit der Huntsman das passende Spielgerät. Nun legt Razer aber in Form der Razer Huntsman V3 Pro 8KHz nach, die im Handel aktuell rund 240 CHF kostet und damit zur oberen Preisklasse für Gaming-Tastaturen gehört. Entsprechend hoch sind auch die Ansprüche.
Lieferumfang und Preis
In dem Karton befinden sich neben der Tastatur (Masse: 46,6 x 15,2 x 3 cm, L x B x H) ein 2 m langes USB-A-auf-USB-C-Kabel und eine Handgelenksauflage aus Hartplastik. Hinzu kommen ein kurzes Handbuch und ein Factsheet mit allen wichtigen Funktionen - ideal für die ersten Gehversuche mit der neuen Tastatur.

Wie bereits erwähnt, kostet die Razer Huntsman V3 Pro 8KHz im Handel zwischen 240 und 260 CHF, das Vorjahresmodell gibt es zu einem ähnlichen Preis. Wer weniger Platz auf dem Schreibtisch hat und auf den Nummernblock verzichten kann, greift zur TKL (Tenkeyless) und bezahlt dafür 20 bis 30 CHF weniger.
Der erste Eindruck
"Hochwertig verarbeitet" - diese Worte schossen uns in den Kopf, als wir die Razer Huntsman V3 Pro 8KHz aus dem Karton hoben. Die Tastatur bringt es auf ein Gewicht von knapp 1,2 kg. Der Hersteller setzt wie schon im Vorjahr auf eine Abdeckung aus gebürstetem Aluminium. Dadurch biegt sich hier nichts, vielmehr wirkt das Gerät wie aus einem Guss.
Für seine Tasten verwendet Razer hier analoge optische Switches der zweiten Generation. Sie besitzen eine Lebenszeit von bis zu 100 Millionen Tastenanschlägen und einen anpassbaren Auslösebereich von 0,1 bis 4,0 mm. Der Clou: Die Auslösung erfolgt nicht mehr mechanisch, sondern optisch, was eine besonders präzise und langlebige Erfassung jeder Eingabe ermöglicht. Über Razer Synapse - oder direkt per Tastenkombination - lässt sich der individuelle Auslösepunkt exakt auf den eigenen Spielstil abstimmen, sei es für blitzschnelle Shooter-Action oder bewusst tiefer auslösende Tasten für Schreibarbeiten.

Im Test des Vorgängermodells kritisierten wir die Lautstärke der Switches und auch die durch sie verursachte Lärmfrequenz. Hier hat Razer merklich Hand angelegt. Die Switches wurden einzeln geschmiert und mit Schaumstoff gedämmt. Das Ergebnis kann sich hören lassen: Natürlich machen die Tasten beim Betätigen weiterhin Geräusche, jedoch sind sie weitaus tiefer und längst nicht mehr so "klapperig" wie zuvor. Ist die Razer Huntsman V3 Pro 8KHz dadurch die perfekte Bürotastatur? Wahrscheinlich nicht. Aber sie ist weitaus vielseitiger einsetzbar als der Vorgänger.