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Razer Kaira for Xbox (Headset) - Hardware-Test

Headset-Hit oder Kopfhörer-Krampf?

Hardware: Test Beat Küttel

Eine neue Konsolengeneration bringt auch neue Peripheriegeräte. Das war schon immer so und wird vermutlich auch so bleiben. Im Fall der Xbox Series X/S dürfen Gamer unter anderem auf den bekannten kalifornischen Hersteller Razer zählen. Dieser hat nämlich einige auf die neuen Xbox-Konsolen zugeschnittene Headsets am Start. Wir durften das Razer Kaira for Xbox testen und verraten euch, ob und für wen sich die Anschaffung lohnt und ob das stylische Stück neben gutem Aussehen auch eine entsprechende Soundqualität und einen angenehmen Tragekomfort zu bieten hat. Ausserdem erfahrt ihr, was es sonst noch so für Features unter der Haube hat und was die Unterschiede zur ebenfalls erhältlichen Pro-Variante sind.

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Um gleich zu Beginn eine wichtige Frage zu beantworten: Natürlich funktioniert das Razer Kaira for Xbox auch auf der alten Xbox-Generation, und mit etwas Zusatz-Hardware könnt ihr es sogar auf dem PC nutzen. Wir haben es aber hauptsächlich in Verbindung mit der Xbox Series X getestet.

Unboxing und erste Eindrücke

Man weiss ja heutzutage ungefähr, was einen erwartet, wenn man ein Headset auspackt, und das ist beim Kaira nicht grossartig anders. Neben Verpackungsmüll, Razer-Aufklebern und einigem Papierkram kommen uns aus der Box ein USB-auf-USB-C-Ladekabel und natürlich das Headset selber entgegen. Diesem sieht man dank der grellgrünen Highlights am Kopfbügel und an den Ohrpolstern auf den ersten Blick an, dass hier ganz klar Xbox im Fokus steht. Auch das Razer-Zeichen und sogar Teile der Stecker des Ladekabels sind in derselben Farbe gehalten. Alles passt unserer Meinung nach sehr gut zum sonst in stylisch-mattem Schwarz gehaltenen Design. Das an der linken Ohrmuschel befestigte Mikro lässt sich in alle möglichen Richtungen zurechtbiegen, allerdings leider nicht abnehmen, was doch zu leichten Abzügen in der ansonsten hohen Style-Wertung führt. Um gleich auf der linken Seite zu bleiben: Dort befinden sich auch noch der Anschluss für das Ladekabel, der Power-Button, der Lautstärkeregler und ein Schalter, um das Mikrofon wahlweise ein- oder stummzuschalten. An der rechten Ohrmuschel gibt es etwas weniger Bedienelemente, nämlich lediglich deren zwei. Zum einen wäre da der Knopf, mittels den ihr ohne weiteres Setup das Headset mit eurer Xbox verbinden könnt - dazu einfach den Connect Button an der Xbox und danach am eingeschalteten Headset drücken. Zum anderen findet sich hier ein Regler, mit dem ihr die Audiobalance zwischen Game und Chat blitzschnell anpassen könnt. Wenn die Action im Spiel also zu laut wird und ihr eure Mitspieler nicht mehr richtig versteht, lässt sich das hier innert einer Sekunde korrigieren. Das funktioniert natürlich auch, wenn eure Mitstreiter nur Blödsinn labern und ihr sie eher mal etwas leiser stellen wollt - merkt ja keiner.

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Was uns ebenfalls gleich zu Beginn aufgefallen ist, sind die Ohrhörer. Die oval geformten Polster sind kleiner, als wir das bei der Konkurrenz zum Teil erlebt haben. Wir hatten keine Probleme diesbezüglich, aber wer grosse Ohren hat, sollte hier vor dem Kauf allenfalls mal Probe tragen, um sicherzustellen, dass die Lauscher auch wirklich reinpassen. Beim Aufziehen sitzt das Razer Kaira direkt ziemlich gut, fast schon ein wenig eng. Unsere Sorgen, dass sich das mit der Zeit auf den Tragekomfort auswirkt, waren aber unbegründet. Wir haben keinen unangenehmen Druck und (zumindest jetzt im Winter) kein Schwitzen festgestellt, auch nach dreistündigem Dauertragen nicht. Zudem hat der feste Sitz den Vorteil, dass erstens nichts verrutscht und zweitens Aussengeräusche trotz nicht vorhandenen aktiven Noise-Cancellings recht gut abgeschirmt werden. Wie es heutzutage Standard ist, lässt sich das Kopfband verstellen und ist gepolstert, sodass oben auf dem Kopf ebenfalls keine Druckstellen entstehen. Die Verarbeitung ist sehr wertig und sieht auch so aus, obwohl hier komplett Plastik zum Einsatz kommt. Aber diverse Stresstests haben gezeigt, dass das Razer Kaira an den wichtigen Stellen einiges an Flexibilität mitbringt, und im Gegensatz zu Billigplastik knarzt und klappert hier nichts, wenn man das gute Stück mal etwas durchbiegt. So weit also ein sehr guter Ersteindruck. Doch wie sieht es denn nun mit der Performance im Zocker-Alltag aus?

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