Praxistest: So schlägt sich das Razer Raiju V3 Pro!
Mit Abmessungen von 169 × 115 × 65 mm, einem Gewicht von 259 g und einem insgesamt recht bulligen Mittelstück erinnert das Razer Raiju V3 Pro auf den ersten Blick stark an den klassischen Xbox-Controller oder auch das Razer Wolverine und weniger an einen DualSense-Controller.

Davon abgesehen finden aber alle bekannten Aktionstasten auf dem Gamepad Platz. Und genau an dieser Stelle kommen die vielleicht grössten Stärken des Performance-Pads ins Spiel: die Ergonomie und das grundsätzliche Layout. Das Raiju V3 Pro besitzt sechs zusätzliche, frei belegbare Aktionstasten. Zum einen die zwei zwischen den Schultertasten angebrachten Claw-Grip-Bumper, zum anderen vier weitere Buttons an der Unterseite des Controllers. Alle Extra-Buttons sind absolut sinnvoll positioniert, sodass ihr sie - auch mit kleineren Händen - ohne umständliche Fingerakrobatik erreicht. Uns haben es speziell die Tasten an der Unterseite angetan, da wir sie "intuitiv" gut bedienen und direkt ins Gameplay einbinden können. Wer also gern seine Möglichkeiten optimiert, ist hier goldrichtig.
An dieser Stelle sei gesagt, dass Razer auch beim Raiju V3 Pro auf digitale Buttons - die sogenannten Mecha-Tactile-PBT-Aktionstasten - setzt. Der klare Vorteil sind hier auf der einen Seite die sehr kurzen Wege und die damit verbundenen verkürzten Reaktionszeiten. Auf der anderen Seite geben die Buttons ein akustisches Feedback in Form eines leisen Klickens, ähnlich dem einer Maus. Das bedeutet: Das Spielen ist nicht geräuschlos, was natürlich im kompetitiven Spielmodus egal ist, aber beim Zocken im Wohnzimmer durchaus störend sein kann.

Hinzu kommt die Möglichkeit, die Trigger anzupassen. In ihrer analogen Grundeinstellung erweisen sie sich als solide, wenn auch einen Hauch zu direkt. Wer allerdings auch hier Sekundenbruchteile herausholen möchte, legt an der Rückseite Schalter um und verwandelt die Trigger so in Rapid-Fire-Tasten mit sehr kurzem Weg - ideal für Actionspiele und Shooter. Abgerundet wird das Gesamtpaket schliesslich mit den bereits erwähnten analogen TMR-Thumbsticks. Sie entpuppten sich im Test als ein wenig leichtgängiger und weniger "snappy" als beim Original-DualSense. Zugleich sind sie enorm präzise und funktional.

In Titeln wie "Battlefield 6", "EA Sports FC 26" oder auch "Octopath Traveller 0" gab es in der Praxis keine Beanstandungen. Tastenkommandos werden ohne Verzögerung übertragen, das Gamepad liegt - auch dank der dezent gummierten und aufgerauten "Hörnchen" - ausgezeichnet in der Hand, und die Sticks sind angenehm leichtgängig.
Fazit
Wer beim Spielen vor allem auf Tempo und unmittelbare Eingaben Wert legt, macht mit dem Razer Raiju V3 Pro garantiert nichts falsch. Das Profi-Gamepad ist für den Einsatz im kompetitiven Multiplayer und im E-Sport gemacht und liefert in dieser Kategorie auf ganzer Linie ab. Gerade Aspekte wie das wirklich ausgezeichnete Design und die Platzierung der programmierbaren Zusatztasten sind für dieses Einsatzgebiet besonders wichtig. Das Razer Raiju V3 Pro erweist sich als ebenso robustes wie qualitativ hochwertiges Performance-Pad. Davon abgesehen, dass uns die DualSense-Features tatsächlich fehlten, lieferte das Razer Raiju V3 Pro ein rundum gelungenes Gesamtpaket ab und erwies sich gerade bei schnellen und actionreichen Spielen als sinnvolle Alternative zum DualSense Edge.
Den Razer-Raiju-Controller könnt ihr bei World of Games portofrei bestellen.