Samsung Odyssey G6 OLED - Test / Review

Teures, aber performantes 2K-OLED-Display

Hardware: Test Video Sönke Siemens Roger Sieber

Anfang Juni veröffentlichte Samsung einen neuen, 27 Zoll grossen OLED-Gaming-Monitor, der mit einer beeindruckenden Bildwiederholrate von 360 Hz, einer Reaktionszeit von 0,03 ms (GtG) und erstmals einem 16:9-Format auftrumpft. Was das Gerät sonst noch zu leisten vermag und ob es am Ende den geforderten Preis im hohen dreisteilligen Bereich wert ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Knapp 9,5 kg schwer und 68,4 x 20 x 46,4 cm gross - das sind die Eckdaten der Pappkarton-Verpackung, in der Samsung den in Styropor-Blöcke eingelassenen Odyssey G6 OLED ausliefert. Einmal geöffnet, offenbart sich ein recht solider Lieferumfang bestehend aus einem 1,5 m langen Stromkabel samt recht kompaktem Netzteil sowie Kabeln für USB 3.0, DisplayPort 1.4 und HDMI - allesamt verschnürt mit umweltfreundlichen Kabelbindern aus Papier.

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Dazu gesellt sich die übliche Dokumentation in Form einer Schnellstart-Anleitung und Garantiekarte. Weniger schön ist die Plastik-Umverpackung für die Kabel. Das Display selbst wird von einer abziehbaren Plastikfolie geschützt.

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Der nun folgende Aufbau ist flott erledigt und erfordert nur wenige Handgriffe und keinen Schraubendreher. Zunächst verbindet ihr den Monitorarm mit dem Ständer aus Metall und vollführt eine Drehung um 90 Grad im Uhrzeigersinn. Im nächsten Schritt muss die Oberseite des Haltearms von unten nach oben in die Halterung auf der Rückseite des Bildschirms geschoben werden, bis sie dort einrastet. Selbst für Laien sind diese Arbeitsschritte kein Problem. Im Idealfall findet sich der Bildschirm dabei noch in der Verpackung und nutzt sie als Unterlage.

Ist alles montiert, sollte der Monitor an der linken und rechten Display-Unterseite gehalten und dann entsprechend auf dem Schreibtisch platziert werden. Anschliessend lässt sich die Höhe justieren (ca. 12 cm Spielraum), das Display nach vorn und hinten kippen sowie um jeweils bis zu 30 Grad seitwärts drehen. Genial: Auch eine Pivot-Funktion wird angeboten. Ihr könnt den Bildschirm also um 90 Grad in die Vertikale drehen und dann beispielsweise Dokumente übersichtlicher editieren oder Vertikal-Shooter wie "Ikaruga" in ihrer vollen Pracht geniessen.

Samsung-typisch ist zudem eine Wandmontage mittels VESA-Adapter möglich, der jedoch leider nicht beiliegt. Wichtig: Um Temperaturproblemen vorzubeugen, empfiehlt Samsung bei allen Montage-Varianten einen Abstand von 10 cm zwischen Bildschirmrand und anderen Objekten.

Bevor wir uns dem Design widmen, zunächst ein paar Worte zu den Anschlussmöglichkeiten. Diese bündelt Samsung mittig auf der Rückseite. Die Zugänglichkeit der Ports ist nicht ideal, aber besser als bei Vorgängermodellen, da das Profil des Bildschirms insgesamt dünner ausfällt. Durch sein moderates Gewicht von 6,9 kg (inklusive Standfuss) lässt sich das Gerät zudem leicht um 180 Grad drehen, wodurch man schnell an den Kabelbereich gelangt.

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Links neben dem Stromeingang habt ihr Zugriff auf einen DisplayPort, gefolgt von zwei HDMI-2.1-Anschlüssen. Gut so, denn auf diese Weise lassen sich PS5 und Xbox Series X/S gleichzeitig verbinden, während alle modernen Bildübertragungsstandards unterstützt werden. Schön zudem, dass Samsung auf Micro-HDMI-Schnittstellen verzichtet, ihr also keine speziellen Adapter oder HDMI-Kabel benötigt.

Weiter geht's mit einem Kopfhörerausgang (3.5-mm-Klinke) in der Mitte, zwei regulären USB-3.0-Buchsen und einem USB-3.0-B-Port. Der Monitor kann also problemlos als Hub für Eingabegeräte etc. genutzt werden. Einen USB-C-Anschluss sucht man hier allerdings vergebens, weshalb entsprechende Adapterkabel nötig sind.

Ganz links thront ausserdem ein kleiner Joystick zur manuellen Interaktion mit den Menüs. Prima: Auch an eine Kabelführung hat Samsung gedacht. Sie befindet sich in Form einer Gummischlaufe auf der Rückseite des Monitorarms.

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