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Samsung Odyssey G7 - Hardware-Test

Samsung kehrt mit seiner 2020er-Reihe von Gaming-Monitoren zurück

Hardware: Test Dave (joypad.ch)

Samsung kehrt mit seiner 2020er-Reihe von Gaming-Monitoren zurück, die kürzlich vorgestellt wurde. Das diesjährige Angebot umfasst im Wesentlichen zwei Modellreihen der Odyssey-Familie: G7 in 27- und 32-Zoll-Ausführung und G9 in 49 Zoll. Wir werfen einen Blick auf den 27 Zoll grossen G7.

Der Odyssey G7 ist ein mit 1000 R gebogener Gaming-Monitor, der eine Auflösung von 2560 × 1440 Bildpunkten (WQHD), ein QLED-Panel, DisplayHDR-600-Unterstützung und 240 Hz Bildwiederholrate besitzt. Je nach Bedarf gibt es das Modell in 27 und 32 Zoll. Beide dürften für manch einen Interessenten dank einer typischen Helligkeit von 350 cd/m2 (Peak ist 600) und einem statischen Kontrastverhältnis von 2'500:1 sicherlich einen Blick wert sein. Der Farbraum deckt 95 Prozent des DCI-P3-Bereichs ab, was für satte Farben sorgt, und der Betrachtungswinkel beträgt 178 Grad sowohl horizontal als auch vertikal. Der G7 ist neben dem klassischen Kopfhöreranschluss mit einem HDMI-Eingang, zwei DisplayPorts 1.4, einem Upstream-USB-Port und zwei Downstream-USB-Schnittstellen ausgestattet. Das Display unterstützt G-Sync-kompatibles Adaptive Sync und FreeSync Premium, womit Tearing in Spielen der Kampf angesagt werden kann.

Umfassende Verstellmöglichkeiten

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Uns gefällt das Design. Es ist ziemlich unauffällig, aber dennoch stilvoll und besitzt drei recht schmale Display-Ränder und zwei RGB-Zonen am unteren Bildschirmrand. Letztere bleiben bei normalem Gebrauch unscheinbar und ergänzen den RGB-Ring auf der Panel-Rückseite. Das Design ist übrigens nicht final, weshalb einige ästhetische Details in der Variante, die im Handel erscheinen wird, anders sein werden. Der G7 wiegt 7,7 kg und kann auf die integrierte Halterung montiert werden, die sich um -9 bis +10 Grad neigen, um -15 und +15 Grad drehen, um 120 mm höhenverstellen und um 90 Grad in Pivot versetzen lässt. Kurzum: Aus unserer Sicht sind die Verstellmöglichkeiten ausgezeichnet!

Der G7 hinterliess einen durchwachsenen Ersteindruck. Wenn man an einen 49-Zoll-Monitor mit 1800-R-Krümmung gewöhnt ist, ist der Wechsel zu 1000 R definitiv eine Veränderung, die sofort ins Auge springt. Die ausgeprägtere Wölbung lässt den Bildschirm kleiner wirken, als er tatsächlich ist. Dies hat jedoch den vorgeschlagenen Immersionseffekt nicht verringert. Angesichts der insgesamt geringen Grösse des 27-Zoll-Modells können wir selbiges leicht in eine kompaktere Battlestation integrieren, was mit dem Odyssey G9, über den wir in den nächsten Wochen noch berichten werden, nicht möglich sein wird.

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Das Spielen macht auf dem G7 sehr viel Spass. Wir haben wie üblich mehrere Spiele ausprobiert, darunter "Shadow of the Tomb Raider", "DOOM Eternal", "The Witcher 3", "Gears Tactics", "Project CARS" und "Monorail Stories". Viele verschiedene Genres sind also abgedeckt. Die 240-Hz-Unterstützung ist immer ein Spektakel, vorausgesetzt, man kann solch hohe Frameraten erreichen. Mit solchen Hz- und fps-Werten ist es möglich, Präzision und Reaktionsschnelligkeit in Wettbewerbsspielen wie "CS: GO" zu verbessern - dies wurde von Linus Tech Tips empirisch nachgewiesen. Aber auch das G-Sync-kompatible Adaptive Sync und der 1 ms schnelle Grau-zu-Grau-Wechsel dieses Monitors ist sehr zufriedenstellend. Gegenteiliges müssen wir leider zur HDR-Unterstützung berichten, die unter Windows nach wie vor problematisch ist, weshalb wir nicht empfehlen, sie dauerhaft zu aktivieren. Stattdessen sollte sie nur bei Bedarf aktiviert werden, etwa für Spiele, die HDR unterstützen. Dabei kann es vorkommen, dass kurzzeitig das Videosignal verloren geht, weil das Display von SDR auf HDR umschaltet. Statt DisplayHDR 600 hätten wir uns im Übrigen DisplayHDR 1000 gewünscht, um einen wirklich scharfen Kontrast zwischen den Licht- und Schattenbereichen zu erzielen. Da man vor einem PC-Bildschirm in der Regel deutlich näher sitzt als vor einem Fernseher, könnte DisplayHDR 600 jedoch ausreichend sein.

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Der Odyssey G7 ist derzeit die Einstiegsklasse der von Samsung speziell für Spiele entwickelten Monitore. Das bedeutet nicht, dass die Anschaffungskosten gering sind, denn die Preise liegen zwischen 730 CHF für den 27-Zöller und 850 CHF für den 32-Zöller. Im Gegenzug erhält man jedoch QLED-Technologie, ein ansprechendes Design und solide technische Merkmale. Nicht zuletzt Adaptive Sync bzw. FreeSync überzeugt, da es Tearing in Spielen eliminiert. Auch der G7 kommt allerdings nicht ohne Kritikpunkte aus. So fehlen ihm interne Lautsprecher. Und die RGB-Beleuchtung ist lediglich via OSD einstellbar und reagiert nicht dynamisch auf das jeweilige Spielgeschehen.

Kurz gesagt: Der G7 ist ein Gaming-Display mit allem, was wir uns im Jahr 2020 wünschen könnten. Zumindest, bis der G9 veröffentlicht wird...

Der ursprüngliche Artikel ist am 21. Juni 2020 auf joypad.ch erschienen.

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