Samsung Gaming-Monitore 2026 - Special

Hands-on mit den neuesten Odyssey-Modellen. 4K war gestern!

Artikel Sönke Siemens

Am 26. März 2026 lud Samsung in die Schweizer Firmenzentrale in Zürich, um sein kommendes Monitor-Line-up zu präsentieren. Wir waren für euch vor Ort und konnten bereits einen ersten ausführlichen Blick auf die neuen Odyssey-Modelle werfen. So viel vorweg: 4K war gestern!

Zu Beginn der Präsentation skizzierte Ralph Weber, Senior Produktmanager Monitors & Hospitality TV bei Samsung Schweiz, jedoch zunächst den Status quo des europäischen Display-Marktes. Dessen Wachstum ist zwar insgesamt leicht rückläufig, nicht jedoch im Segment der Gaming-Monitore, wie der Report "25 Europe Monitor Market" des Marktforschungsunternehmens IDC belegt. Besonders interessant in diesem Zusammenhang: Rund 33 Prozent der verkauften Gaming-Bildschirme werden 2026 OLED-Displays sein. Sollte die Prognose zutreffen, entspräche dies einer Steigerung von rund 10 Prozent im Vergleich zu 2025. "Vor allem das Segment für 27- und 32-Zoll-OLED wächst", so Weber. Entsprechend wundert es nicht, dass Samsung sich in diesem Bereich breit aufstellt.

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Während ein 4K-Display insgesamt 8 MP bietet, sind es bei einem 6K-Display wie dem G8 (G80HS) bereits 21,2 MP - eine beachtliche Steigerung von 265 Prozent

Doch nicht nur neue OLED-Geräte sollen für weiteres Wachstum sorgen, sondern auch ein Vorstoss im Bereich der IPS-Panels mit 5K- und 6K-Bildschirmauflösungen. Ein Grund für diese Entwicklung ist die Tatsache, dass es mittlerweile zahlreiche Spiele gibt, die Auflösungen jenseits von 4K unterstützen. Als Beispiele wurden Hochkaräter wie Blizzards Action-Rollenspiel "Diablo IV", Larians Fantasy-RPG Epos "Baldur's Gate 3", Valves E-Sport-Dauerbrenner "Counter-Strike 2", CD Projekts Sci-Fi-Spektakel "Cyberpunk 2077", Ubisofts Open-World-Action-Abenteuer "Assassin's Creed Origins", Capcoms Horror-Hit "Resident Evil Village", FromSoftwares Mech-Sause "Armored Core VI" und das Soulslike "Lies of P" von Neowiz genannt.

Hinzu kommt, dass es mit der RTX-5000-Serie von NVIDIA und vergleichbaren Grafikkarten mittlerweile GPUs gibt, die Spiele in 5K mit bis zu 360 Hz, in 6K mit bis zu 240 Hz und (mit einer RTX 5090) sogar in 8K mit bis zu 165 Hz ausgeben können. Zeitnah Monitore anzubieten, die das 5K- und 6K-Segment abdecken, ist da nur der nächste logische Schritt. Auch weil viele Mitbewerber solche Displays noch nicht im Portfolio haben.

Erster 6K-Gaming-Monitor der Welt

Vor allem im Bereich der 6K-UHD-Bildschirme ist Samsung übrigens Vorreiter und bringt mit dem Odyssey G8 (G80HS) voraussichtlich im Juni 2026 den weltweit ersten 6K-Gaming-Monitor auf den Markt. Im Detail betrachtet handelt es sich hierbei um ein Fast-IPS-Panel mit 16:9-Seitenverhältnis, einer Auflösung von 6'144 x 3'456 Bildpunkten und einer Bildwiederholrate von 165 Hz bei der Darstellung von 6K-Inhalten. Betreibt man das Gerät lediglich in 3K-Auflösung, sind sogar Bildwiederholraten von bis zu 330 Hz möglich. Letzteres bietet sich zum Beispiel an, wenn man E-Sport-Titel mit möglichst hohen Bildraten erleben möchte. Samsung selbst nennt dieses Feature "Dual-Mode". Umgeschaltet wird in diesem Fall direkt über das Menü des Bildschirms.

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Dieses Menü liefert den Beweis: Cyberpunk 2077 läuft auf dem Odyssey G8 (G80HS) in 6'144 x 3'456 Bildpunkten

Die Reaktionszeit für den 32 Zoll grossen Odyssey G8 (G80HS) liegt laut den Südkoreanern bei 1 ms (Grau zu Grau), und die Standards NVIDIA G-Sync, AMD FreeSync Premium Pro sowie HDR10+ werden ebenfalls unterstützt. Wem HDR10+ bisher kein Begriff ist: Diese Technik erlaubt es, dass die Engine des Spiels direkt mit dem Display kommuniziert, wodurch dem Nutzer viele, früher lästige Kalibrierungsschritte für die High-Dynamic-Range-Darstellung abgenommen werden. G-Sync und FreeSync Premium Pro hingegen sorgen dafür, dass die Bildwiederholraten des Monitors dynamisch auf die der Grafikkarte abgestimmt werden, um störendes Bildzerreissen zu vermeiden. Gehts nach Samsung, sind die Modelle dieses Typs ideal für Sport- und Kampfspiele, MOBAs und Echtzeitstrategie sowie Online-Rollenspiele.

Gleiches gilt für den kleineren Bruder namens Odyssey G8 (G80HF) mit 27-Zoll-Bilddiagonale, der voraussichtlich ebenfalls im Juni 2026 erscheinen soll. Hier liegt die maximale Auflösung bei 5'120 x 2'880 Bildpunkten (5K), die das 16:9-Fast-IPS-Panel mit Bildwiederholraten von bis zu 180 Hz flüssig darstellt. Wer für bestimmte Spielsituationen (Shooter, E-Sport-Titel etc.) höhere Bildraten von bis zu 360 Hz wünscht, kann dank Dual-Mode ebenfalls einfach umschalten, wodurch sich die Auflösung dann allerdings auf QHD, sprich 2'560 x 1'440 Bildpunkte, reduziert.

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Kontrastreicher sowie endlich mit DisplayPort 2.1 und USB-C

Neben seinem 5K- und 6K-Modell stellte Samsung ausserdem eine Neuauflage des Odyssey OLED G8 mit 4K-UHD-Auflösung vor. Dieses sowohl als 27- wie auch als 32-Zoll-Variante erhältliche Display trägt den Namenszusatz G80SH, soll voraussichtlich im Juni 2026 erscheinen, hat ein Seitenverhältnis von 16:9, setzt auf Samsungs bewährte QD-OLED-Technologie und erreicht Bildwiederholraten von bis zu 240 Hz bei einer Reaktionszeit von gerade mal 0,03 ms.

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Dank DisplayPort 2.1 kann der Odyssey OLED G8 (G80SH) die Features moderner High-End-Grafikkarten voll ausschöpfen und Games wie das hier gezeigte Metal Eden in 4K mit bis zu 240 Hz darstellen

So weit, so gut. Im Vergleich zum Odyssey OLED G8 (G81SF) von 2025 hat Samsung in wichtigen Bereichen jedoch auf die Kritik der Community gehört und gezielt nachgebessert. So bietet der Odyssey G8 (G80SH) von 2026 jetzt endlich einen modernen DisplayPort 2.1 mit UHBR20. Dieser punktet gegenüber DisplayPort 1.4 mit einem signifikant höheren Datendurchsatz und kann dadurch natives 4K in 240 Hz stemmen. Darüber hinaus unterstützt das 32-Zoll-Modell (nicht jedoch die 27-Zoll-Variante) jetzt den VESA-Standard DisplayHDR True Black 500, der für ein noch tieferes Schwarz, noch bessere Kontraste und noch nuanciertere Schatten sorgt. Damit ist das Display nicht nur eine hervorragende Wahl für alle Spielegenres, sondern auch ein Topgerät für diejenigen, die HDR10+ Gaming geniessen wollen.

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Der schicke LED-Ring auf der Rückseite gehört natürlich auch bei den neuen Odyssey G8 (G80SH) dazu

Abgerundet wird die Liste neuer Features von einem längst überfälligen USB-C-Anschluss. Dieser hat eine Leistung von 98 Watt und ist dadurch unter anderem in der Lage, aktuelle Laptops direkt über ebendiesen Port aufzuladen. Vorteil: Ein Kabel weniger auf dem Schreibtisch und somit auch weniger Kabelsalat.

Jedes Budget wird bedient

Ergänzend zu diesem 4K-Premiummodell präsentierte Samsung vor Ort in Zürich noch den lediglich als 32-Zoll-Variante erhältlichen G7 (G73SH), der ebenfalls für Juni 2026 im Kalender steht. Obwohl der kleine Bruder des G8 günstiger angeboten werden soll, können sich die Specs durchaus sehen lassen. Die Refresh-Rate des WOLED-Panels ("White Organic Light Emitting Diode") liegt bei zackigen 165 Hz, die Reaktionszeit bei 0,03 ms und die Helligkeit bei 275 cd/m². HDR10+ Gaming ist also auch mit diesem Modell möglich.

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Der Odyssey G7 (G73SH) nutzt ein sogenanntes WOLED-Display, das Samsung nicht selbst herstellt, sondern lizenziert hat

Dazu gibts auch hier die Pantone-Validierung, die insbesondere für Creator Relevanz hat, da sie eine originalgetreue Wiedergabe von Pantone-Farben garantiert. Hinzu kommt: Ein Dual-Mode ist an Bord und sorgt in 1080p-Auflösung für Bildwiederholraten von bis zu 330 Hz. Aus Kostengründen spart sich Samsung beim G7 (G73SH) jedoch sowohl den USB-C-Port als auch den modernen DisplayPort 2.1 - schade!

Wiederum klasse: Bei allen bisher genannten Displays legt Samsung ein 1,5 m langes Strom- und ein DisplayPort-Kabel bei. Im Fall des neuen OLED G8 ist ausserdem ein USB-C-Kabel im Lieferumfang enthalten, um die Möglichkeiten der neuen USB-C-Ports voll auszuschöpfen.

Alle neuen Monitore sind darüber hinaus für das Zusammenspiel mit dem Samsung Display Manager optimiert. Diese praktische, bisher leider nur für Windows erhältliche Anwendung ermöglicht es euch, wirklich alle Bildschirmparameter per Software zu konfigurieren. Sei es nun das Einblenden eines virtuellen Fadenkreuzes, die Aufteilung der verfügbaren Bildschirmfläche bei Displays mit Bild-in-Bild-Funktion oder das Anpassen der rückseitigen Lightning-Core-Beleuchtung - ab sofort genügen wenige Mausklicks. Klar, wer mag, kann natürlich weiterhin den klassischen Weg wählen und alles über das On-Screen-Display und den dazugehörigen 5-Wege-Joystick regeln. Im Direktvergleich seid ihr mit dem Samsung Display Manager aber in der Regel deutlich schneller. Bleibt zu hoffen, dass bald auch eine macOS-Version kommt.

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Und da kommt noch mehr

Anfang Januar fand in Vegas die Consumer Electronics Show statt. Einige der dort gezeigten Displays waren auf dem Event in Zürich leider noch nicht zu sehen, werden aber ebenfalls in den deutschsprachigen Raum kommen bzw. sind teils schon erhältlich. Hierzu zählt zum einen der OLED G6 (G61SH). Gemeint ist ein kompaktes, 27 Zoll grosses 16:9-QHD-Display mit 240 Hz Bildwiederholrate und einer Helligkeit von rund 250 cd/m², das aktuell für unter 500 CHF verfügbar ist.

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Der günstigste OLED G6 soll für unter 500 CHF zu haben sein und QHD-Auflösung mit bis zu 240 Hz bieten

Zum anderen der Odyssey OLED G5 (G50SF). Ebenfalls als 16:9-Display mit QHD-Auflösung gebaut, sind hiermit über den DisplayPort-Anschluss Bildwiederholraten von bis zu 180 Hz möglich. Ist das Zuspielgerät via HDMI verbunden, liegt die maximale Bildwiederholrate bei 144 Hz - was zum Ausschöpfen der aktuellen Konsole jedoch problemlos ausreicht.

Prima: Auch bei diesen Einsteiger-OLEDs sind Samsungs bewährte Glare-free-Technik und OLED-Safeguard an Bord - ein System, das das Einbrennen von Bildern durch verschiedene Techniken verhindern soll. Dazu zählen ein dynamisches Kühlungssystem, ein thermales Modulationssystem, die Erkennung von UI-Elementen (die dann automatisch in der Helligkeit angepasst werden, um Burn-in zu reduzieren) und ein Bildschirmschoner, der sich nach zehn Minuten Inaktivität einschaltet. Ergänzend dazu gibt Samsung bei allen Geräten einen Garantie von zwei Jahren, die auch Einbrenneffekte abdeckt.

Leider ebenfalls nicht auf dem Event zu sehen war der 32 Zoll grosse Odyssey 3D (G90XH). Die Südkoreaner kombinieren hier ein 6K-Display mit fortschrittlichem Echtzeit-Augentracking und ermöglichen so, dass - ganz ohne spezielle 3D-Brille - eine immersive Tiefenwirkung entsteht. Die Bildwiederholraten liegen bei diesem Gerät im Bereich von bis zu 165 Hz und lassen sich im Dual-Mode auf 330 Hz verdoppeln. Spiele, die diese neue Art der Darstellung bereits unterstützen, sind unter anderem "Stellar Blade", "Lies of P", "The First Berserker: Khazan" und zahlreiche weitere bekannte Titel.

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Der Odyssey 3D (G90XH) soll Samsungs Stereoskopie-Flaggschiff werden

Die Geräte der Odyssey-Ark-Reihe lässt Samsung hingegen auslaufen und entwickelt sie nicht mehr weiter. Hier ist das Ende des Lebenszyklus im September 2026 erreicht, da wichtige Komponenten nicht mehr lieferbar sind.

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