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Samurai Shodown - Test / Review

Wer nicht bestraft, wird bestraft

Test Video Alain Jollat getestet auf PlayStation 4

Fighting-Games sind eine Nische - zumindest wenn man mal von Nintendos Hit "Smash Bros." absieht, der wie eine Bombe einschlug. Doch obwohl nicht alle Titel eine so grosse Fangemeinde haben, freuten sich doch viele über einen neuen Teil der altehrwürdigen Reihe "Samurai Shodown". Und das zu Recht, denn was SNK hier entwickelt hat, sieht vielleicht auf den ersten Blick aus wie "Street Fighter IV", die Spielmechanik könnte jedoch nicht weiter davon entfernt sein.

Um "Samurai Shodown" richtig einordnen zu können, müssen wir uns kurz die Zeit nehmen, um die Fighting-Games etwas einzusortieren. Wie bereits erwähnt, fristet dieses Genre nicht nur hierzulande ein Nischendasein. Trotzdem bieten die unterschiedlichen Spielreihen eine unglaubliche Vielfalt an Gameplay-Mechanismen, die man als Aussenstehender kaum vermuten würde. Schliesslich stehen sich da einfach zwei Kämpfer gegenüber, die sich gegenseitig so lange kloppen, bis einem die Energie ausgeht.

Die Mechanik im Groben

Versucht man die verschiedenen Gameplay-Arten zu gruppieren, könnte - vereinfacht gesagt, damit es im Rahmen dieses Tests nicht ausufert - folgende Klassifizierung herauskommen: solche mit zentralem Kombosystem (z. B. "Killer Instinct"), jene ohne ein solches System (wie der Klassiker "Street Fighter II"), und eben "Super Smash Bros.", das alle Konventionen sprengt. Daher lassen wir das mal aussen vor und kümmern uns um die groben Unterschiede der beiden erstgenannten Klassifizierungen.

Screenshot

Fighting-Games, die sich auf Kombos fokussieren, erwarten von den Spielern, dass sie die richtigen Button-Abfolgen verinnerlichen und das korrekte Timing beherrschen. Reguläre Angriffe oder zu kurze oder nicht korrekt beendete Kombos ziehen dem Gegner nur wenig Energie ab. Anders ist das bei Titeln mit eher rudimentärem Kombosystem. Dort liegt der Fokus auf einzelnen kurzen Angriffen, Special-Moves (und den damit einhergehenden Tastenabfolgen) sowie dem Lesen des Gegners und seiner Aktionen. "Samurai Shodown" nimmt damit eine spezielle Stellung unter den Titeln ohne Kombofokus ein. Es legt viel Wert auf die Position der Figuren untereinander, deren Bewegung, den cleveren Gebrauch von Finten und das gnadenlose Bestrafen von Fehlern des Gegners. Kommen wir nun zu einem groben Spiel-Überblick, bevor wir uns später erneut und vertieft der Mechanik widmen.

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