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SGDA Antwortet auf den Bericht des Bundes

Games. Ein aufstrebender Bereich des Kulturschaffens

News Roger

Die Swiss Game Developers Association (SGDA) begrüsst die Veröffentlichung des Berichts, der von einer parteiübergreifenden Gruppe um Jacqueline Fehr vom Bundesrat gefordert wurde. Der Verband ist über die Anerkennung der digitalen Spiele als Kulturgut durch den Bundesrat erfreut. Die SGDA unterstreicht die nun nötige formalisierte und nachhaltige Förderung des Mediums, die neben dem kulturellen Aspekt auch der Wirtschaftlichkeit und dem innovativen Charakter der Branche Rechnung trägt.

Offizielle Pressemeldung der SGDA

Nach dreijähriger Erarbeitungszeit hat der Bundesrat heute Mittwoch den Bericht über das kulturelle Potenzial der Schweizer Game-Industrie gutgeheissen. Jacqueline Fehr, ehemalige Nationalrätin und heutige Regierungsrätin in Zürich, reichte am 12. März 2015 einen Vorstoss im Parlament ein, der den Bundesrat aufforderte zu klären, wie die Politik Einfluss auf die Entwicklung der Schweizer Game-­Industrie nehmen soll. Parteiübergreifend forderten Politikerinnen und Politiker wie Cédric Wermuth (SP), Balthasar Glättli (Grüne), Ruedi Noser (FDP), Lukas Reimann (SVP), Kathy Riklin (CVP) und Thomas Weibel (GLP) das künstlerische, wissenschaftliche sowie wirtschaftliche Potenzial der Game-­Industrie zu klären.

Die Ergebnisse des Berichts decken sich mit den von der SGDA gesteckten Zielen einer formalen Anerkennung des Mediums Games. Um Games als Kulturgut zu stärken, braucht es Planungssicherheit. Deshalb ist nun eine formalisierte und nachhaltige Förderung auf Bundesebene gefragt.

  • In den Förderrichtlinien der zuständigen Behörden und Organisationen müssen Games verankert werden. So beispielsweise bei der Stiftung Pro Helvetia, die Games zwar über einzelne Impulsprogramme unterstützt, das Medium aber noch nicht in die laufende Förderung aufgenommen hat.

  • Die im Postulat geforderte Erörterung von Games als Innovations-Herd und Wirtschaftsfaktor wurde im Bericht offen gelassen. Insbesondere die Rolle von Innosuisse (ehemals KTI) muss geklärt werden, spielen doch Games eine essentielle Rolle für das Gesundheitswesen, den Wissenstransfer (Sensibilisierung, Ausbildung) und die Simulation.

  • Weiter sind MEDIA-Ersatz-Massnahmen für Schweizer Games durch das Bundesamt für Kultur (BAK) zu prüfen, wie sie für den Schweizer Film bereits seit 2014 üblich sind. Diese Ersatzmassnahmen kompensieren die wegfallenden Gelder des EU-Förderungsprogramms MEDIA für Schweizer Filmschaffende. Bei der Teilnahme an der MEDIA-Game-Förderung sind Schweizer Spieleentwicklerinnen und -entwickler ausgeschlossen und somit kulturell, wissenschaftlich und wirtschaftlich benachteiligt.

Die SGDA als Vertreterin der Schweizer Spieleentwicklerinnen und -entwickler bietet sich als Gesprächspartner für die Bundesbehörden an und freut sich über diesen für die Schweizer Game-Branche historischen Schritt.

Matthias Sala, Präsident der Swiss Game Developers Association, sagt: «Alain Berset hat das Potenzial der Spielebranche erkannt und die richtigen Hebel in Bewegung gesetzt. Wir freuen uns auf die Unterstützung des Bundesrates und darauf, dass nun die richtigen Massnahmen ergriffen werden, um international konkurrenzfähig zu werden.»

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