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SEGA Mega Drive Mini - Vorschau / Preview

SEGAs vielversprechende Rückkehr ins Hardware-Geschäft

Erster Eindruck Video Sönke Siemens

Mit mehr als 33 Millionen verkauften Einheiten weltweit ist das Mega Drive nicht nur die erfolgreichste SEGA-Konsole, sondern auch das beliebteste 16-Bit-Gerät nach dem Super Nintendo. Knapp 31 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung am 29. Oktober 1988 in Japan bereitet SEGA nun den Start einer miniaturisierten Variante vor. Der sogenannte SEGA Mega Drive Mini erscheint in Europa am 4. Oktober 2019. In Nordamerika (dort heisst das Produkt SEGA Genesis) und Asien ist die Minikonsole bereits ab dem 19. September 2019 erhältlich. Ob die europäische Variante und die 42 darauf installierten Spiele ihr Geld wert sind, konnten wir auf einer Anspielveranstaltung Ende Juli in Planegg bei München herausfinden.

Bevor wir uns dem umfangreichen Software-Paket widmen, zunächst ein paar Worte zum Lieferumfang. Neben der Minikonsole und einem HDMI-Kabel befinden sich zwei Nachbauten der Original-Gamepads in der Verpackung. Die jeweils in Schwarz gehaltenen Controller verfügen über den gleichen Formfaktor wie damals, punkten allerdings mit einem etwas längeren Kabel. Knapp über zwei Meter gewährt SEGA pro Controller, die jeweils mittels USB-Stecker Kontakt zur Konsole finden. Mit an Bord ist ausserdem ein USB-Stromkabel. Die Betonung liegt auf Kabel, denn der passende USB-Stromadapter liegt leider nicht bei.

Diese Sparmassnahme kennt man zwar schon von anderen Schrumpfkonsolen wie dem Nintendo Classic Mini, dem Super Nintendo Classic Mini oder der PlayStation Classic – ärgerlich ist sie trotzdem. Immerhin: Sofern ihr über ein Handy-Ladegerät mit austauschbarem USB-Kabel verfügt, könnt ihr natürlich auch dieses verwenden. Oder ihr stöpselt das mitgelieferte USB-Kabel an den USB-Port eures Desktop-PCs, Notebooks oder Smart-TVs beziehungsweise eurer PlayStation 4 oder Xbox One.

Coole Details für Sammler

Einmal mit Strom versorgt und mittels HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbunden, könnt ihr bereits durchstarten. Nett gemacht: Sobald die Konsole mit dem Powerbutton eingeschaltet wurde, beginnt das mittig platzierte LED-Lämpchen zu leuchten. Aber auch an andere kleine Details hat SEGA gedacht.

Screenshot

Die Schutzklappen des Modulschachtes zum Beispiel sind beweglich und weichen wie damals zur Seite, wenn man sie mit dem Finger hineindrückt. Wer mag, darf ausserdem den Volumenregler hoch und runter bewegen und die Schutzklappe des Erweiterungsschachtes auf der Rückseite entfernen. Einen tatsächlichen Nutzen haben diese Spielereien zwar nicht, den Nostalgie-Aspekt unterstreichen sie aber umso mehr.

Stichwort Nostalgie: Vorerst nur in Japan haben Kunden zum Start die Möglichkeit, den sogenannten Mega Drive Tower Mini zum Preis von 3'980 Yen (umgerechnet ca. 36,50 CHF) nachzurüsten. Hierbei handelt es sich um kosmetische Aufsätze, die das Gerät um nicht funktionsfähige Repliken des SEGA Mega CD und SEGA 32X sowie eines "Sonic The Hedgehog"-Moduls erweitern. Was bleibt, ist eine ziemlich kultige Nachbildung des legendären SEGA Tower of Power. Einziges Manko: Derzeit ist der Mega Drive Tower Mini bei vielen Importhändlern komplett vergriffen.

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