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Shadow of the Tomb Raider - Test

Lara Croft in Bestform!

Test Video Benjamin Braun getestet auf PlayStation 4

Die wohl berühmteste Actionheldin überhaupt gibt sich knapp drei Jahre nach „Rise of the Tomb Raider“ erneut die Ehre. Wie immer sucht die toughe Forscherin Lara Croft nach einem wertvollen Artefakt und muss am Ende die ganze Welt vor dem Untergang bewahren. Doch so manches ist anders in ihrem neuen Abenteuer. Denn Entwickler Crystal Dynamics schrauben die Balleraction spürbar zurück und betonen im Gegenzug die Schleichmechanik stärker. Die Action kommt dabei dank spektakulären Kletter- und Fluchtpassagen keineswegs zu knapp. Weshalb ihr euch dieses nicht Spiel entgehen lassen sollte, erfahrt ihr im Test und Testvideo. Das Leben als Archäologe ist wirklich nicht leicht! Da will man bloss ein altes Artfakt aus einem Tempel in Mexiko rauben, und kaum hat man das Ding in der Hand, bricht auch gleich die Hölle los – diese verdammten Maya-Flüche! Ein reissender Strom fliesst durch die Stadt und nimmt auf seinem Weg alles mit, was keine Flügel hat.

Dazu zählt auch unsere Heldin Lara Croft, die wir gerade noch so vor dem Exitus bewahren können. In „Shadow of the Tomb Raider“ ist die spektakuläre Sintflut in Mexiko aber lediglich der Auftakt zu einem grossen Abenteuer, das uns bis nach Peru und in die sagenumwobene Stadt Paititi entführt. Publisher Square Enix überlässt dabei nichts dem Zufall und dreht für das direkte Sequel zum Vorgänger „Rise of the Tomb Raider“ an mehr als nur ein paar Stellschrauben.

Mehr Schleichen als Kämpfen

Wer sich an das Serienreboot aus dem Jahr 2013 erinnert, dem werden nicht zuletzt auch die Feuergefechte in „Tomb Raider“ in den Sinn kommen. Die gibt es auch in „Shadow of the Tomb Raider“ weiterhin. In Laras neuem Abenteuer entleeren wir allerdings nicht ein Magazin nach dem anderen. Viel häufiger beseitigen wir unsere Feinde heimlich aus dem Verborgenen heraus. Die Stealthmechanik schreibe „Shadow of the Tomb Raider“ nämlich in deutlich grösseren Lettern. So erledigen wir Wachen mit unserem Seilpfeil unbemerkt aus einem Baumwipfel heraus, stürzen uns aus erhöhter Position mit dem Messer auf Gegner oder separieren Gegner durch geworfene Flaschen und Ähnliches, um sie einzeln von hinten zu meucheln. Im Zuge dessen haben die Entwickler auch die Sichtlinienmechanik überarbeitet. Das bedeutet zwar auch, dass es auf dem normalen Schwierigkeitsgrad (die Schwierigkeit in „Shadow of the Tomb Raider“ regelt ihr auf Wunsch in den Kategorien Kampf, Gelände und Rätsel separat auf drei Stufen) relativ lange bis zur Entdeckung dauert – noch schwieriger aufzuspüren seid ihr, wenn ihr Lara mit Matsch tarnt. Andererseits bietet das System damit genau die Verlässlichkeit, die man für erfolgreiches Schleichen eben braucht.

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Mit Sturmgewehr, Pistole, Schrotflinte oder dem obligatorischen Bogen könnt ihr euch in den meisten Feindgebieten aber auch im offenen Konflikt durchschlagen. Nur in ein paar wenigen Ausnahmefällen müsst ihr ohne Waffe auskommen. Inkonsequent dabei ist, dass die Gegner Waffen besitzen, ihr sie euch nach deren Ableben aber nicht einfach unter den Nagel reissen dürft. Neue Waffen schaltet ihr stattdessen im Rahmen der Hauptkampagne oder in bestimmten Nebenmissionen als Belohnung frei. Zusätzlich könnt ihr neue Schiessprügel bei Händlern in den Dörfern kaufen, bei denen ihr im Bedarfsfall auch Blaupausen für spezielle Ausrüstungsobjekte wie einen grösseren Pfeilköcher erwerbt. Während die ersten beiden Drittel im Vergleich mit den beiden letzten Teilen praktisch ohne Ballern bewältigt werden kann, mehren sich die Schiesseinlagen im letzten Spieldrittel. Die spielen sich auf Konsole wie gehabt nicht ganz so gut wie etwa die Feuergefechte in „Uncharted 4“, da ihr auch mit Gamepad ohne Aim-Funktion zielen müsst. Um dennoch siegreich zu sein, helfen jedoch verschiedene Verbrauchsobjekte, mit denen ihr kurzzeitig die Konzentration erhöht, was Gegner im Umfeld hervorhebt, oder euch im Notfalls selbst heilt, wenn ihr verwundet wurdet.

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