Shin Megami Tensei V: Vengeance - Test / Review

Neues Spiel in bekanntem Gewand

Test Video Joel Kogler getestet auf Xbox Series X/S

Mit der "Persona"-Reihe ist der japanische Entwickler Atlus längst im Mainstream angekommen. Fans lieben die stylishen, rundenbasierten Kämpfe mit oft sehr starkem Story-Fokus und sehr viel Tiefgang. Schaut man sich nur das Marketing und die Beliebtheit im Mainstream an, könnte man nicht denken, dass "Persona" ursprünglich lediglich ein Spin-off der "Shin Megami Tensei"-Reihe war.

"Shin Megami Tensei IV" erschien 2013 auf dem 3DS. Als Besitzer der traditionellen TV-Konsolen PlayStation und Xbox war der erste Berührungspunkt des Autors dieser Zeilen "Persona 5" auf der PS4. Inzwischen sind die moderneren "Persona"-Teile ab "Persona 3" auf sämtlichen gängigen Plattformen erhältlich. "Shin Megami Tensei" blieb aber den mobilen Geräten vorbehalten. So erschien auch der neueste Teil "Shin Megami Tensei V" in 2021 lediglich auf der Nintendo Switch.

Screenshot

Wie zuletzt bei "Persona 5 Royal" erscheint jetzt mit "Shin Megami Tensei V: Vengeance" eine überarbeitete Fassung, die nicht nur Systeme des Vorgängers ausbaut, sondern auch die Geschichte grundlegend überarbeitet und viele Kritikpunkte der Fans aufgreift. Zusätzlich soll das Spiel damit auch für PC, PS5 und Xbox Series S/X veröffentlicht werden.

Teenager retten die Welt

Eine grosse Gemeinsamkeit zwischen "Shin Megami Tensei" und der "Persona"-Reihe sind die Protagonisten. Auch hier schlüpfen wir in die Rolle eines selbst benannten Highschool-Schülers, der sich plötzlich in einer Welt voller Dämonen und magischer Kräfte wiederfindet. Anders als bei der "Persona"-Reihe liegt hier der Fokus jedoch deutlich mehr auf einer sehr gross angelegten Geschichte. Während wir (zunächst) in "Persona 5" unsere Schule und Mitschüler kennenlernen und uns gegen einen boshaften Lehrer zur Wehr setzen, geht es in "Shin Megami Tensei V" von Beginn an um das Schicksal der ganzen Welt.

Screenshot

Doch bevor ihr überhaupt in die Welt eintauchen dürft, müsst ihr zunächst eine wichtige Entscheidung treffen: ob ihr die Geschichte in ihrer originalen Version erleben möchtet oder die neue Geschichte mit dem Untertitel "Vengeance" spielt. Letztere ist in dieser Fassung des Spiels neu und bietet neben einer neuen Begleiterin namens Yoko Hiromine auch eine frische Riege an Antagonisten: die Quadistu. Beide begegnen euch bereits in den ersten Spielstunden und spielen für den Verlauf der Geschichte eine signifikante Rolle. Wir haben zum Vergleich in beide Fassungen reingespielt, uns dann aber auf die "Vengeance"-Story fokussiert. (Da wir das Hauptspiel selbst nicht gespielt haben, ist der Vergleich natürlich schwer.) Trotzdem fällt in den ersten Spielstunden schon auf, dass die neue Geschichte euch deutlich früher mit einem grossen Mysterium packt und euch mit Yoko eine sehr spannende Begleiterin samt verdächtigem Hintergrund zur Seite stellt.

Screenshot

Ob sich der Verlauf der neuen Geschichte über die rund 80 Spielstunden runder anfühlt als beim ersten Release, können wir jetzt noch nicht abschliessend sagen, da wir in der "Vengeance"-Story selbst das Ende noch nicht sehen konnten. Einsteiger können allerdings getrost bereits mit der "Vengeance"-Story beginnen, da die Entwickler selbst sagen, dass diese Version der Geschichte ausgereifter sei. Wer mit einer Gesamtspielzeit von locker 160 Stunden die Handlung gleich zweimal erleben will, hat jedoch auch die Möglichkeit, die ursprüngliche Story zu spielen.

Kommentare

Shin Megami Tensei V: Vengeance Artikel