Sniper Ghost Warrior Contracts 2 - Vorschau / Preview

Snipen - das ist mehr als nur Ballern

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Ein Scharfschützengewehr allein genügt nicht

CI Games hat drei der fünf Maps eigenen Angaben zufolge auf die Prämisse "Long range Sniping" optimiert. Das spiegelt sich auch bei "Zhinda Provinz" wider. Die Karte ist ziemlich gross, und die einzelnen Abschussziele liegen recht weit voneinander entfernt. Damit das nicht in eine endlose, langweilige Latscherei ausartet, wurde eine Art Höhlen-Hub implementiert, der uns Zugang zu den jeweiligen Abschnitten dieser Zone gewährt. Gleichzeitig geben wir dort fertige Missionen ab, um Belohnungen einzustreichen und dabei die Ausrüstung anzupassen, falls notwendig. Wir müssen das Areal jedoch dafür nicht verlassen und können es anschliessend einfach weiter abklappern. Abgesehen von den wichtigsten Hauptzielen einer jeden Map gibt es nämlich noch unzählige Herausforderungen, die die Belohnungen hochtreiben und den Wiederspielwert erhöhen.

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Es muss nicht immer die Knarre gezückt werden - um Töten kommt man in diesem Spiel aber nicht herum

So kaufen wir etwa eine Mini-Drohne, mit der wir die nähere Umgebung auskundschaften, ohne uns selbst zu exponieren. Das funktioniert aber nur, solange keine feindlichen Gegenmassnahmen wie Störsender aktiv sind. Apropos Kaufen: Raven hat Zugriff auf einen kleinen Shop, in dem wir Waffen mit Upgrades ausstatten, Gadgets wie automatische Geschütze besorgen, bessere Munition mit Sprengwirkung hinzufügen usw. Damit wird seine Effektivität im Kampf genauso gesteigert wie durch verfügbare Skill-Upgrades. Erworbene Erfahrungspunkte lassen sich in vier Abschnitten des Skilltrees investieren und so die Spezialisierung des Assassinen vorantreiben. Ob das tatsächlich spürbare Auswirkungen aufs Spielgeschehen hat, lässt sich anhand der ersten wenigen Upgrades aber noch nicht final einschätzen.

Was man nicht kaufen muss, ist Ravens Taktikvisier - eine fortschrittliche Maske, die uns mit allerlei Zusatzinformationen zur Umgebung versorgt. Sie zeigt uns strategisch wichtige Punkte, kann Nachtsicht aktivieren und auch Gegenstände analysieren oder Soundquellen entdecken, sogar durch Wände hindurch. Die Aufmachung des Spiels ist übrigens gefällig und stimmig, womit wir vor allem das grosse Ganze meinen und weniger die grafischen Details. Ravens Technik-Gadgets hinterlassen einen guten Eindruck, die Kommunikation und Einblendungen durch den Auftraggeber Control wirken schnittig.

Ausblick

Macht "Sniper Ghost Warrior Contracts 2" alles anders als seine Vorgänger? Aber nicht doch! Entwickler CI Games versucht vielmehr, das Gameplay mit feinen Anpassungen so zu justieren, dass es frisch wirkt. Der Fokus liegt deshalb auf Abschüssen aus noch grösseren Distanzen. Damit steigt die Herausforderung an Geschick und Planung, bevor der Abzug das erste Mal durchgezogen wird. Das ergibt in sich, innerhalb des bekannten Systems, durchaus Sinn und macht Spass. Man sollte hier zwar nicht unbedingt die weltbewegenden spielerischen Umwälzungen erwarten, durch neue Gadgets wie die automatischen Sniper-Geschütze kann sich das Geschehen im Detail jedoch anders abspielen und anfühlen, als wir es von der Serie in den letzten Jahren gewohnt waren. Zumindest nach den Eindrücken dieser Beta sind das kleine Schritte nach vorn, die einen erneuten Besuch bei den Scharfschützen vom Dienst lohnend machen könnten.

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