South Park: Der Stab der Wahrheit

Mega-Preview: Furzrakete startet in 3,2,1 – Skyrim-Cartman?

Vorschau Benjamin Kratsch

Die Mission: Suche nach dem Heiligen Stab der Wahrheit


Gleich zu Beginn unserer Nachforschungen zum „Stab der Wahrheit“ gelangen wir in einen grossen Keller, wo sich einige Elfen breitgemacht haben. Hier kommt es nun zum ersten Kampf des Spiels! Doch statt manuell eine Spielfigur zu steuern, finden alle Gefechte im Spiel rundenbasiert ab: Auf der linken Seite stehen eure Recken, während auf der rechten Seite die Gegner ihre Gabeln, Armbrüste und Pappbecher zum Kampf bereithalten. Nun wählt ihr nacheinander eure Kämpfer aus, weist ihnen einen Befehl wie „Angreifen“ oder „Verteidigen“ zu und lehnt euch zurück: Denn die vollautomatische Ausführung eurer Befehle ist „Southpark“ pur! Fäkalprojektile fliegen durch die Luft, Alufolien werden als Rüstung missbraucht und angezündeter Katzenurin wird vorbereitet. Der Kampfplatz wirkt hierbei als interaktive Umgebung und die Kämpfer bedienen sich bei ihren Attacken gerne einmal bei Gegenständen, die auf dem Boden verstreut sind: So ist immer für ein Überraschungseffekt gesorgt!

Klassische RPG-Elemente, nur ganz anders


Natürlich dürfen Klassiker nicht fehlen: Soda-Brause dient als Heilmittel während „Tweaks Coffee“ für einen kurzfristigen Geschwindigkeitsboost sorgt. Viele Waffen lassen sich darüberhinaus augmentieren. Wie in „Diablo 3“ veredelt ihr ein Schwert mit zusätzlichen Feuerschaden. Oder versprüht Gift, was dem Gegner über einen längeren Zeitraum Energie abzieht. Oder wirkt einen zusätzlichen Elektoschaden, der natürlich entsprechend gekontert werden kann. Trägt der Feind einen Schild oder eine Rüstung, die Strom nicht leitet, kann sie ihm auch nicht schaden – Physik, simpel, aber genial. Spannend auch: Obsidian wollte das Spiel episch machen, episch wie Skyrim. Mit betretbaren Dungeons, furchtbaren Ungeheuern und Fledermäusen, die als Reittiere im Kampf gegen Drachen fungieren. Coole Ideen, aber sie hätten nicht zu „South Park“ gepasst, da waren sich Matt Stone und Trey Parker schnell einig. „Der Stab der Wahrheit“ soll also die Tiefe eines Rollenspiels transportieren, aber gleichzeitig auch die Immersion und Verrücktheit der Serie. Die wiederum funktioniert als ein eigener Mikrokosmos, in dem zwar jede Menge skurrile Dinge passieren, aber eben letztlich in den Kontext passen. Und keine Sorge: Kontext ist ein sehr dehnbarer Begriff, schliesslich bekommt ihr mit jedem Levelaufstieg Zugriff auf einen neuen Furzangriff. Den lernt ihr in einem Dojo vom Meister der Winde.


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