Games.ch

EU verhängt Millionenstrafe gegen Publisher

Darunter Valve, Bethesda, Bandai Namco & mehr

News Michael Sosinka

Valve und fünf internationale Publisher haben von der EU eine mehrere Millionen Euro schwere Strafe für das Geoblocking bekommen.

Screenshot

Die Europäische Kommission hat gegen Valve, das Eigentümer der Online-PC-Spieleplattform Steam ist, sowie die fünf Publisher Bandai Namco Entertainment, Capcom, Focus Home Interactive, Koch Media (Deep Silver) und ZeniMax (Bethesda) wegen ihrer Zuwiderhandlungen gegen das EU-Kartellrecht Geldbussen von insgesamt 7,8 Mio. Euro verhängt.

Bei dem Sachverhalt geht es darum, dass die Unternehmen via Steam "den grenzüberschreitenden Verkauf bestimmter PC-Videospiele an Nutzer in bestimmten Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)" beschränkt haben. Wir sprechen hier also vom klassischen Geoblocking.

In der Pressemeldung der Europäische Kommission heisst es dazu: "Wegen dieser sogenannten Geoblocking-Praktiken wurden Geldbussen von insgesamt mehr als 6 Mio. EUR gegen die Verlage verhängt, die jedoch aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit der Kommission ermässigt wurden. Valve hatte beschlossen, nicht mit der Kommission zusammenzuarbeiten, und wurde mit einer Geldbusse von mehr als 1,6 Mio. EUR belegt."

Die für Wettbewerbspolitik zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission, Margrethe Vestager, erklärte dazu: "Mehr als die Hälfte aller Menschen in Europa spielen Videospiele. Die Videospielbranche in Europa floriert und hat mittlerweile ein Marktvolumen von mehr als 17 Mrd. EUR. Die heute wegen der Geoblocking-Praktiken von Valve und fünf PC-Videospieleverlagen verhängten Geldbussen dienen als Erinnerung daran, dass es den Unternehmen nach dem EU-Wettbewerbsrecht untersagt ist, den grenzüberschreitenden Verkauf vertraglich zu beschränken. Denn solche Praktiken verhindern, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa die Vorteile des digitalen Binnenmarktes nutzen und sich in der gesamten EU das beste Angebot aussuchen können."

Strafzahlungen in der Übersicht

  • Valve - 1.624.000 EUR
  • Bandai Namco - 340.000 EUR
  • Capcom - 396.000 EUR
  • Focus Home - 2.888.000 EUR
  • Koch Media - 977.000 EUR
  • ZeniMax - 1.664.000 EUR
Quelle: ec.europa.eu

Kommentare