SPYxANYA: Operation Memories - Test / Review

Nett für kleine Fans

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Dokumentiert Anyas Erlebnisse in der Schule und zu Hause

Ihr beginnt eure Woche quasi wie im echten Leben: Nach dem Aufstehen muss Anya zur Schule, Gespräche führen, Items einsammeln und mehr. Später zu Hause, erzählt sie ihren Eltern von ihren Erlebnissen, und man könnte fast denken, dass diese Familie völlig normal sei. Am Wochenende stehen Ausflüge (Ausflog!) auf dem Plan, die meistens mit seichten Aktivitäten und dem Fotografieren von emotionalen Momenten verknüpft sind. Das Knipsen der Fotos ist dabei ein zentrales Element und schon für die Jüngsten schaffbar: Anya sitzt entweder allein oder mit ihren Liebsten an "supercoolen" Orten, und sobald sie eine besondere Emotion zeigt, wird das Foto geschossen und im Album verewigt. Bei solchen Ausflügen sammelt ihr Punkte, um sie am Abend für die Teilnahme an Minispielen auszugeben.

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So unterschiedlich wie Familie Forger selbst ist, zeigt sich übrigens auch das Spiel. "SPYx ANYA: Operation Memories" fühlt sich ein bisschen so an, als wüsste es selbst nicht, was für eine Art Game es sein möchte, und lässt euch deshalb einfach alles ausprobieren. Die Minispiele, die Anya nach einem Ausflugstag machen kann, spiegeln eine ganze Bandbreite an Genres wider und erinnern an beliebte Games der letzten Jahre: Wer "Food Ninja" mag, wird beispielsweise gern mit Yor kochen. Bei diesem kleinen Spiel ist es eure Aufgabe, Gemüse im richtigen Moment zu zerteilen. Zugegeben: Yor ist keine gute Köchin. Was sie deutlich besser kann, ist ihre Berufung als Auftragsmörderin! Und auf einem ihrer Aufträge dürft ihr sie in einem anderen Minispiel begleiten: In feinster Musou-Manier schnetzelt ihr euch mit Mama durch Horden an Gegnern. Das ist nicht besonders herausfordernd, aber wer das Genre mag, wird hier seinen Spass haben. Papa Loid geht in seinen Missionen etwas gedeckter vor. So könnt ihr mit ihm wertvolle Kunstobjekte in einem Stealth-Minigame stehlen und müsst dabei permanent entscheiden, ob ihr das Ganze gewaltfrei abwickeln wollt oder die Feinde für einen kleines Handicap ausschaltet.

Keines der Minispiele ist unschaffbar, wirklich einfach dürfte es für Kinder allerdings auch nicht immer sein. Zu Anfang stehen euch nur 4 Minigames zur Auswahl, später sind es insgesamt 15 Stück, die alle die verschiedenen Mitglieder der Familie Forger ins Rampenlicht stellen. Manchmal sind sogar Freunde und Schulkameraden wie Nummer 2 dabei. Auf dem Erdnuss-Level sind alle Spiele kinderleicht. Je mehr ihr sie spielt, desto eher könnt ihr einen höheren Schwierigkeitsgrad auswählen. Erspielte Punkte lassen sich bei einer Tombola, die Loid und Anya besuchen, gegen Accessoires und Outfits für Familie Forger eintauschen. Einen Sommerhut für Yor, ein neues Outfit für Anya, eine Brille für Loid und Accessoires für Familienhund Bond sind hier in Hülle und Fülle zu haben.

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Ein bisschen schade ist, dass im Spiel kaum mitreissende oder erinnerungswürdige Musik gespielt wird. Eine Integration des Anime-Openings oder Musik von Momenten, die Fans besonders lieben, hätten hier fantastisch gepasst. Diese Chance wurde leider ein wenig verpasst. Dafür findet sich immer wieder Liebe zum Detail, die an zuckersüsse Momente aus dem Anime erinnern sollen. So müsst ihr beispielsweise regelmässig supercoole Gegenstände fotografieren, die auch einfach mal ein Stuhl sein können, auf dem Anya ein Nickerchen macht. Ausdrücke wie "Ausflog" und "Super Cool" (sic!) werden immer mal wieder eingestreut und vermitteln konstant den besonderen Vibe des Franchises.

Fazit

Auf den ersten Blick wirkt "SPYxANYA Operation Memories" wie ein Game, das perfekt für Kids geeignet ist. Doch dem würden wir nicht komplett zustimmen. Es ist wohl eher ein Familienspiel für alle, die Anya und Familie Forger lieben. Vermutlich macht es am meisten Spass, wenn Eltern es gemeinsam mit ihren Kindern spielen und leichtere Aufgaben, wie das Fotografieren supercooler Gegenstände, ihnen überlassen. Optisch gefällt uns der Stil, der nahe an den Anime angelehnt ist, wirklich gut. Wer mit dem Franchise vertraut ist, wird regelmässig kleine Hinweise dazu finden, was unser Fanherz immer wieder höherschlagen liess. Leider trösten diese Momente nur teilweise darüber hinweg, dass es "SPYxANYA: Operation Memories" vor allem an Story mangelt und sich durch die repetitiven Tagesabläufe sogar die Minispiele schnell abnutzen. Fans von "SPYxFAMILY" sollten auf jeden Fall trotzdem hereinschauen und eine entspannte Zeit mit Familie Forger verbringen. Alle anderen werden nur bedingt Freude am Game haben.

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