Star Wars Zero Company - Test / Review

Mehr als nur ein Star-Wars-XCOM?

Test Video olaf.bleich getestet auf PlayStation 5

Mit "Star Wars Zero Company" trifft rundenbasierte Taktik auf eine weit, weit entfernte Galaxis. Wir haben uns angeschaut, wie gut Charaktermanagement, Gefechte und "Star Wars"-Flair zusammenspielen - und wo das Strategie-Abenteuer noch Schwächen zeigt.

Erinnert ihr euch noch an Firaxis' "XCOM"? In dem Reboot des Microprose-Klassikers übernehmt ihr die Kontrolle über die Geheimorganisation XCOM (kurz für "Extraterrestrial Combat Force") und versucht, die Erde angreifende Aliens abzuwehren.

Viel wichtiger als die Geschichte ist hier aber das Gameplay: In den rundenbasierten Gefechten zieht ihr Soldaten über das Schlachtfeld und nutzt Deckungen sowie die individuellen Fertigkeiten eurer Teammitglieder. Letztere lernen mit der Zeit hinzu, können aber auch dauerhaft draufgehen. Das sorgt für Spannung, schliesslich kann jeder Fehler entscheidend sein.

Das von Bit Reactor in Zusammenarbeit mit Respawn Entertainment und Lucasfilm Games entwickelte "Star Wars Zero Company" erinnert stark an "XCOM", würzt das Spielkonzept aber mit der bekannten Science-Fiction-Marke und erweitert es um einen grösseren Story-Fokus.

Rundenstrategie mit Story und Charakter

Das Science-Fiction-Abenteuer entführt euch zurück in die Zeiten der Klonkriege. Im Mittelpunkt des Taktikspiels steht die titelgebende Zero Company (oder auf Deutsch: Kompanie Null). Die Söldnertruppe um deren verwitterten Anführer Hawks hat schon bessere Tage gesehen. Kein Wunder, schliesslich stehen die Leihsoldaten auch bei den Hutten in der Kreide. Umso dankbarer sind Hawks und Co schliesslich, als sie Besuch von Bennic Halloren und Jae Mordant erhalten. Im Auftrag der Republik schicken sie die Kompanie Null auf die gefährliche Mission, die Sekte der Spirale zu infiltrieren und auszuschalten.

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Was sich nun wie ein vergleichsweise geradliniges Strategie-Spielchen anhört, bietet bereits zu Beginn viele Freiheiten. Wie Hauptcharakter Hawks beispielsweise aussieht und welcher interstellaren Rasse er angehört, entscheidet ihr ebenso wie seine Soldatenklasse. Im späteren Verlauf schaltet ihr eine Reihe an Individualisierungsobjekten frei und könnt euren Hawks gemäss euren Wünschen anpassen.

Auch die Zusammenstellung der Crew obliegt euch. Natürlich gibt es durch die Geschichte verankerte Charaktere wie die Baronin Jae Mordant, den Jedi-Padawan Tel-Rea Vokoss oder den Mandalorianer Cly Kullervo, jedoch könnt ihr später auch weitere Soldaten rekrutieren, um euer Team zu erweitern.

Personalmanagement im Weltall

Als Ausgangspunkt dient das auf dem Ring von Kafrene befindliche Den. In dem Hauptquartier könnt ihr nicht nur neue Missionen annehmen oder auf dem Schwarzmarkt neue Modifikationen für eure Soldaten kaufen, sondern auch mit euren Crew-Mitgliedern interagieren. Denn tatsächlich spielt die Beziehung der Kompanie-Null-Mitglieder eine wichtige Rolle im Spielverlauf. Durch kurze und nicht immer absolut pointierte Dialoge erfahrt ihr mehr über die Hintergründe und schaltet neue, personalisierte Aufgaben frei.

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Die Aufgaben splitten sich in Einsätze und Missionen. Bei Missionen handelt es sich um klassische, rundenbasierte Kampagnenkämpfe, in denen ihr zwar manchmal auch im dezent schwammig spielbaren Third-Person-Modus unterwegs seid, aber in erster Linie Taktikgefechte austragt. Einsätze sind dagegen kurze Text-Adventures, die ihr durch den Einsatz gesammelter Informationen startet und die euch praktische Belohnungen bringen, jedoch auch Fortschritt auf der Sternenkarte. Je erfolgreicher ihr in den jeweiligen Sektoren seid, desto häufiger heimst ihr Extras wie etwa Credits oder Waffen-Mods ein. Dazu führen Einsätze auch die Hintergründe geschickt fort und locken gelegentlich mit Entscheidungsoptionen sowie Konsequenzen. Bei Sabotage-Einsätzen etwa bestimmt ihr, ob beispielsweise feindliche Droiden künftig eine stärkere Panzerung oder bessere Raketenwerfer haben sollen.

Zu diesem Quest-Teil gesellen sich üppige Ausrüstungsoptionen: So baut ihr das Den Stück für Stück aus und erweitert im Hauptquartier die Krankenstation oder die Crew-Lager. Im Übrigen verpasst ihr Waffen und Ausrüstungsgegenständen Upgrades. Und natürlich kümmert ihr euch um eure Truppe und passt deren Bewaffnung und Mods an oder schickt sie ins Training, um deren Eigenschaften und Beziehungen zu stärken.

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Kurzum: Es gibt auch reichlich drumherum zu tun. Durch die konstanten Belohnungen entsteht ein gutes Gefühl der eigenen Progression, und ganz nebenbei schafft der stärkere Story-Dialog-Fokus eine solide Bindung zu den Figuren.

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