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Star Wars: Battlefront - Schlacht von Jakku

Wir haben in Hamburg die erste Erweiterung angespielt - und uns mit Luke Skywalker unterhalten!

Artikel Ulrich Wimmeroth

Der Mojo Club liegt direkt an der Amüsiermeile Reeperbahn. Eine angesagte Location mitten in Hamburg, in der normalerweise Live-Bands auftreten und Top-DJs die Massen zum Schwitzen bringen. Heute ist alles anders, heute ist die Macht zu Besuch in den Kellergewölben. Zwei Dutzend Spielstationen laden dazu ein, die „Schlacht von Jakku“ auszuprobieren und die Original-Synchronsprecher von Prinzessin Leia, Han Solo und Luke Skywalker haben ihren Besuch angekündigt.

Zu einfach, zu wenig Inhalte, und überhaupt: Das ist doch gar nicht wie „Battlefield“! Seit dem Launch von „Star Wars: Battlefront“, musste der Casual-Shooter für Star Wars-Fans eine Menge Schelte einstecken. Kritik, die wir in der Reaktion nachvollziehen, aber nicht im kompletten Umfang unterstützen können. In unserem Test zu "Star Wars: Battlefront" und unserer Betrachtung, eine Woche nach dem Start, in "Star Wars: Battlefront" - Eine Woche mit der Macht, haben wir unseren durchweg positiven Eindruck ausführlich dargelegt. Jetzt gibt es den ersten spielerischen Nachschlag von EA DiCE und mit der kostenlosen Erweiterung „Schlacht von Jakku“, stehen seit dem 1. Dezember neue Inhalte bereit. Zumindest für Vorbesteller des Spiels. Alle anderen müssen sich noch bis zum 8.Dezember gedulden. Können die neuen Modi und Maps die Community besänftigen?

Zwei Maps, ein Modus

Screenshot

Was bietet die Erweiterung? Auf den ersten Blick mit zwei neuen Karten und einem neuen Spielmodus, eine eher überschaubare Fülle an zusätzlichen Inhalten. Neue Waffen oder Sternenkarten? Fehlanzeige! Aber das Goazanisches Ödland (steht in den Modi Abwurfzone, Droidenalarm, Fracht, Gefecht, Heldenjagd und Helden vs. Schurken zur Verfügung) und die deutlich grössere Karte Friedhof der Giganten (für Wendepunkt, Kampfläufer-Angriff, Vorherrschaft und Jägerstaffel) haben mehr zu bieten, als eine eintönige Wüstenlandschaft und einen lauwarme Aufguss von Tatooine. Überall liegen Trümmer von Raumschiffen, immerhin findet hier der verheerende Kampf der Neuen Republik gegen das Galaktische Imperium statt. Und genau dieser verlustreiche Schlagabtausch, der auch in dem kommenden Blockbuster-Garanten „Das Erwachend der Macht“ eine Rolle spielen wird, ist das zentrale Thema der Erweiterung. Besonders beeindruckend in Szene gesetzt: Während einer Runde Kampfläufer-Angriff oder Vorherrschaft, stürzt einfach mal ein Sternenzerstörer auf die Oberfläche des Planeten. Wenn schon eine weitere, weitläufige, Karte wie der Friedhof der Giganten zur Verfügung steht, so soll diese auch ordentlich genutzt werden können. In dem neuen Modus Wendepunkt, einer 20 gegen 20 Spieler-Massenschlacht, gewürzt mit dem Einsatz von AT-ST oder Luft-Speeder, geht es darum auf Seiten der Rebellen mehrere imperiale Stützpunkte auf Jakku einzunehmen. Wie auch beim bereits bekannten Modus Vorherrschaft, steht das Erobern und Verteidigen von Kontrollpunkten im Vordergrund. Zusammenarbeit und taktische Manöver entscheiden darüber, ob die Rebellen im vorgegebenen Zeitfenster von etwa 15 Minuten das Imperium besiegen und es schaffen auch den letzten von fünf Kontrollpunkten einzunehmen, oder eben kläglich an der Aufgabe scheitern. Uns erschien es allerdings, dass das Imperium es leichter hat, den Kampf zu gewinnen. Wenn sich die Sturmtruppen strategisch clever bei der Abriegelung der Zielpunkte anstellen, spielt die Zeit für die Verteidiger. Garantiert kein Spielmodus für Einzelkämpfer und Freizeit-Rambos. Aber eine definitive Bereicherung für das Gesamterlebnis „Battlefront“. Die zweite Karte, Goazanisches Ödland, ist für die schnellen Modi mit kompakten Maps ausgelegt und besitzt schöne Sniper-Punkte, ein Höhlensystem und reichlich Möglichkeiten sich zu verschanzen.

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